Betrug mit Gebrauchtwagen

Betrug mit Gebrauchtwagen

— 13.09.2002

Trau keinem Tacho

Der ADAC schlägt Alarm: Bei jedem dritten Gebrauchten soll der Tachostand weniger anzeigen, als der Wagen tatsächlich gelaufen ist.

Der ADAC schätzt, dass bei jedem dritten Gebrauchtwagen der Kilometerzähler manipuliert worden ist. Der Automobilclub beruft sich dabei auf Schätzungen der Sachverständigenorganisation DEKRA. Wenn die Zahlen stimmen, werden Gebrauchtwagenkäufer jährlich um eine Milliardensumme betrogen.

Fälschungen des Zählerstands seien bei älteren Fahrzeugen seit Jahren an der Tagesordnung. Mit Laptop und der jeweiligen Software könne der Kilometerstand im Tacho in weniger als 15 Minuten nach unten verändert werden. Beim Verkauf des Fahrzeugs ließen sich so teils einige tausend Euro mehr erzielen. Ebenso würden Leasinganbieter und Versicherungen mit gefälschten Jahreslaufleistungen betrogen. Der Käufer solle sich insbesondere TÜV- und Abgasuntersuchungs-Berichte sowie Reparaturrechnungen zeigen lassen, die älter als drei Jahre sind.

Erst seit Mitte der 90er Jahre werden verstärkt manipulationssichere Kilometerzähler eingebaut. Die elektronischen Tachos der meisten seit 2001 produzierten Fahrzeuge könnten kaum noch spurenlos manipuliert werden. Fast alle europäischen Hersteller speicherten die Kilometerlaufleistung des Neuwagens nicht mehr nur im Tachometer, sondern zusätzlich auch in anderen Steuergeräten. Allerdings zögen nicht alle Unternehmen an einem Strang, betonte der ADAC. Vor allem Unternehmen aus Japan und Korea verzichteten auf mögliche Kilometer-Schmu-Sicherungen.

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