Bieter-Streit um Autovermieter

Bieter-Streit um Autovermieter

— 03.02.2006

Japaner greifen nach Europcar

Erzkonkurrent Sixt wurde vom Mischkonzern Sumitomo überboten – die Kaufofferte der Asiaten soll bei 2,9 Milliarden Euro liegen.

Das Bietergefecht um den Autovermieter Europcar wird immer heftiger. Der japanische Mischkonzern Sumitomo will für die VW-Tochter offenbar rund 2,9 Milliarden Euro zahlen. Die Japaner liegen damit dem Vernehmen nach deutlich über den Bewertungen anderer potentieller Interessenten. So soll der Münchener Konkurrent Sixt – unterstützt vom Finanzinvestor Apax – etwa 200 bis 300 Millionen Euro weniger geboten haben.

Würde VW den Autovermieter an die Japaner veräußern, dürfte das Management in Wolfsburg mit einem Verkaufserlös in Höhe von rund 900 Millionen Euro rechnen. Denn in der Unternehmensbewertung stecken auch jene zwei Milliarden Euro an Schulden, die der Käufer bei der Übernahme mit übernehmen müßte. Die jetzt genannten Bewertungen gelten allerdings nur als erste Richtungswerte. Verbindliche Angebote für Europcar werden vermutlich erst Ende Februar oder Anfang März abgegeben.

Mit der deutlich höheren Offerte durch Sumitomo dürften die Chancen im Bieterrennen für Sixt noch weiter gesunken sein. Bislang war es bereits ein offenes Geheimnis, daß VW nur mit großen Bauchschmerzen an Sixt verkaufen würde. So befürchtet der Betriebsrat des Autobauers einen starken Stellenabbau bei Europcar, sollte der Pullacher Erzrivale zum Zug kommen.

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