Bilanz der Verkehrsunfälle 2009

Bilanz der Verkehrsunfälle 2009

— 25.02.2010

4160 Verkehrstote auf deutschen Straßen

2009 sind im deutschen Straßenverkehr 4160 Menschen ums Leben gekommen. Das sind 317 Verkehrstote weniger als im Jahr 2008 – und so wenig wie seit 1950 nicht, berichtet das Statistische Bundesamt.

(dpa) Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist 2009 auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gefallen. 4160 Menschen kamen bei Unfällen auf deutschen Straßen ums Leben, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 25. Februar 2010. Seit 1950 seien das weniger als jemals zuvor. Im Vergleich mit dem Jahr 2008 sank die Zahl der tödlich Verletzten um 317 oder 7,1 Prozent. Die Zahl der Menschen, die bei Unfällen schwer oder leicht verletzt wurden, ging um 2,7 Prozent auf knapp 400.000 zurück.

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle: um 0,5 Prozent auf 2,3 Millionen. Deutlich gesunken ist die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Von Januar bis November 2009 zählte die Behörde 40.062 "Alkohol-Unfälle", bei denen 15.728 Menschen verletzt und 404 getötet wurden. In den ersten elf Monaten 2008 waren es 17.639 derartige Unfälle mit 17.639 Verletzten und 485 Toten (minus 17 Prozent). In drei Bundesländern starben 2009 allerdings mehr Menschen bei Unfällen auf den Straßen als 2008: in Mecklenburg-Vorpommern (plus 19 Prozent oder 25 Menschen), in Bremen (plus 8,3 Prozent bzw. ein Mensch) und im Saarland (plus 4,7 Prozent bzw. zwei Menschen). Die höchsten prozentualen Rückgänge der Verkehrstoten gab es in Sachsen-Anhalt (minus 26 Prozent), in Sachsen (minus 21 Prozent) und in Thüringen (minus 20 Prozent).

Auf je eine Million Einwohner wurden in ganz Deutschland 51 Menschen im Straßenverkehr getötet. Das waren drei weniger als 2008. Besonders niedrig lag dieser Wert 2009 in den Stadtstaaten Berlin (14), Hamburg (19) und Bremen (20). Dahinter folgt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 34 Toten im Straßenverkehr. Eine deutlich über dem Durchschnitt liegende Zahl der Verkehrstoten je eine Million Einwohner verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern mit 94 und Brandenburg mit 80.

ADAC-Sprecher Maximilian Maurer sagte, Autos würden ständig technisch verbessert und der Bestand der Fahrzeuge, die über Deutschlands Straßen rollten, werde "jedes Jahr, ja jeden Tag jünger". Hinzu komme, dass die Autofahrer viel sicherheitsbewusster geworden seien, wie Umfragen zeigten. Der Führerschein auf Probe habe zudem bei jungen Leuten dazu geführt, dass sie seltener leichtfertig Alkohol konsumierten und sich dann noch hinters Steuer setzten. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) in Frankfurt wies in einer Mitteilung darauf hin, dass zwei von drei Verkehrsopfern auf Landstraßen sterben. Deshalb müsse es Ziel aller Verkehrsplaner und Verwaltungen sein, "die Landstraßen selbsterklärend, übersichtlich und funktional zu gestalten". So sollten unfallträchtige Kreuzungen durch Kreisverkehr entschärft werden. Auch profilierte Markierungen am Fahrbahnrand, die akustisch und mit Rütteleffekt warnen, könnten die Sicherheit verbessern. Der Automobilclub appellierte an die Autofahrer, beim Kauf auf Sicherheit zu achten. So seien 2008 erst 36 Prozent des deutschen Fahrzeugbestandes mit der Anti-Schleuder-Technik ESP ausgestattet gewesen.

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