Vorläufige Bilanz von Porsche

Bilanz von Porsche

Bilanz von Porsche

— 18.09.2002

Dank 911 mehr Gewinn

Die Stuttgarter legen wie üblich prächtige Zahlen vor: mehr Umsatz, mehr Gewinn – obwohl weniger Fahrzeuge verkauft wurden.

Weniger Autos, aber mehr Gewinn

Porsche setzt seine Fahrt auf der Überholspur fort. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 (31. Juli) steigerte der Sportwagenhersteller trotz leicht rückläufiger Absatzzahlen Umsatz und Ergebnis deutlich. Die Erlöse im Konzern kletterten nach vorläufigen Zahlen um knapp zehn Prozent auf 4,8 Milliarden Euro, teilte die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Stuttgart) am Mittwoch mit. Der Gewinn vor Steuern sei noch "erheblich stärker" und damit zweistellig gestiegen (Vorjahr: 592 Millionen Euro), genaue Zahlen nannte Porsche jedoch nicht.

Der Absatz ging um 0,6 Prozent auf 54.234 Fahrzeuge zurück. Allerdings legte die wesentlich teurere 911-Baureihe im Gegensatz zum Boxster klar zu, so dass Umsatz und Gewinn von der Entwicklung profitierten. Auf die Elfer (Carrera, Targa, Turbo)entfielen 32.337 Einheiten, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Boxster verlor auf Grund des Modellwechsels und sackte in der gleichen Größenordnung auf 21.897 Einheiten ab.

Endgültige Bilanz im Dezember

Fürs laufende Geschäftsjahr zeigt sich Porsche laut der Mitteilung "ausgesprochen zuversichtlich". Die Nachfrage nach den Baureihen 911 und dem überarbeiteten Boxster entwickele sich positiv. Hinzu komme der sportliche Geländewagen Cayenne, den Porsche am kommenden Mittwoch am Vorabend des Pariser Automobilsalons erstmals der Öffentlichkeit präsentieren will. Zu kaufen ist der Cayenne, mit dem Porsche in ein neues, für das Unternehmen ungewöhnliches Segment vorstößt, ab Dezember. Ziel sei es, mit dem SUV Absatz, Umsatz und Gewinn weiter zu steigern. Vom Cayenne sollen 25.000 Einheiten pro Jahr abgesetzt werden, rund 90.000 Bestellungen liegen angeblich schon vor.

Porsche produzierte im vergangenen Geschäftsjahr 55.050 Sportwagen, 1,3 Prozent weniger als 2000/2001. Trotz zweier Streiktage wurde die Leistung des Stammwerks in Stuttgart-Zuffenhausen noch einmal gesteigert. Dort liefen 34.787 Autos vom Band, was einem Plus von 7,2 Prozent entspricht. Der Boxster wird größtenteils in Finnland montiert, der Cayenne und der geplante Supersportwagen Carrera GT laufen im neuen Porsche-Werk in Leipzig vom Band, das im August eingeweiht wurde. Eine mögliche vierte Baureihe wird nach jüngsten Angaben von Vorstandschef Wendelin Wiedeking nicht vor 2008 auf den Markt kommen. Die endgültigen Bilanzzahlen legt Porsche traditionsgemäß im Dezember vor.

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