Dieselpartikelfilter

Billig-Nachrüstfilter

— 19.11.2007

Nachzahlung droht

Die Nachrüstung eines Diesel-Fahrzeuges mit Billig-Rußfiltern einiger Hersteller könnte für die Besitzer zum Eigentor werden. Die Politik will gewährte Steuerminderungen zurückholen.

Autofahrer, die sich einen Nachrüst-Partikelfilter der Hersteller Bosal, GAT oder Tenneco/Walker in ihren Diesel-Pkw einbauen ließen, sollen nachträglich zur Kasse gebeten werden. Da die Systeme der Billiganbieter als untauglich eingestuft wurden, sollen nun die Steuerbescheide von den betroffenen Kunden zurückverlangt werden. Das fordert nach Informationen von AUTO BILD Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Eine Entscheidung soll in Kürze nach Gesprächen mit den SPD-Ministerkollegen Tiefensee (Verkehr) und Gabriel (Umwelt) fallen. Für einen Zweiliter-Diesel würden dann 96 Euro mehr Steuern fällig werden. Außerdem will sich der Staat die 330 Euro Zuschuss für die Nachrüstung zurückholen. Da es sich um einen Sachmangel handelt, sollen Kunden bei den Werkstätten den Einbau eines anderen Filters verlangen oder den Rückbau in den alten Zustand fordern. Obwohl nur rund 40.000 statt der zunächst geschätzten bis zu 90.000 Halter betroffen sind, beziffert der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrtzeuggewerbes (ZDK) den Schaden auf 72 Millionen Euro, falls alle betroffenen Kunden Sachmängelhaftung geltend machten. Das Geschäft mit Nachrüstfiltern sei nach dem Streit um Billigsysteme fast vollständig zum Erliegen gekommen.

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