Billigreifen im Test
— 15.04.2011Wer spart, riskiert sein Leben
Billig ist doch gut genug: Das gilt vielleicht für Badelatschen, nicht aber für den Kontakt eines Autos zur Straße – also für seine Reifen. Im Test: Billigheimer, Markenreifen und Pneus mit gefährlichem Restprofil.
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Wie sieht es aber bei einem bunten Mix mit der Sicherheit aus? Reicht der Reifen zum Dumpingpreis aus dem Baumarkt? Und wohin mit den besseren Reifen, an die Vorder- oder an die Hinterachse? Wir prüften das in einem aufwendigen Test mit unterschiedlichen Profilen: No-Name-Reifen, Markenreifen und Pneus mit einer Profiltiefe, die gerade noch über der Verschleißgrenze lag. Mal waren alle Reifen am Auto das gleiche Modell, mal gemixt. Die wichtigste Erkenntnis vorab: Ein paar gute Reifen an der Vorderachse und hinten schlechte mit minimalem Grip – das ist eine teuflische Mischung. Ein Gefühl, als ob das Heck ständig über Eis schlittert, während die Vorderachse wie auf Schienen spurt. Ohne ESP ist der Wagen dann kaum zu beherrschen – und das Fahren wird zur gefährlichen Grenzerfahrung.
Oben in der Bildergalerie: So verhielt sich der Billigreifen im Test
| Bremswege mit verschiedenen Reifenkombinationen* | ||
|---|---|---|
| Reifenkombination | Bremsen trocken | Bremsen nass |
| hinten Markenreifen, vorn Markenreifen | 37,4 Meter | 45,4 Meter |
| hinten Billigreifen, vorn Markenreifen | 38,1 Meter | 46,9 Meter |
| hinten Markenreifen, vorn Billigreifen | 40,1 Meter | 51,1 Meter |
| hinten Billigreifen, vorn Billigreifen | 41,1 Meter | 54,9 Meter |
| * Bremsweg aus 100 km/h mit ABS (Markenreifen: Continental Premium Contact 2; Billigreifen: Infinity INF-040) | ||
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Kommentare zum Artikel (16)
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Was denn nun??
Billig vorn oder hinten??
Die Testergebnisse und die Aussage widersprechen sich.
Was sind denn "Markenreifen" und "Billigreifen"? Wer bestimmt, welcher Reifen in welche Kategorie Schublade gesteckt wird?
Bei unabhängigen Vergleichstests sind nicht immer die Reifen von bekannten Marken Testsieger geworden, häufig landeten sie bestenfalls im Mittelfeld. Außerdem variiert auch innerhalb ein und desselben Herstellers die Qualität des Testergebnisses sehr stark unter den verschiedenen Modellen.
Ohne nähere Angaben über die verwendeten "Billig-" und "Markenreifen" bleibt die Studie also ohne jede Aussagekraft.
Es ist genial wie so manchem Autofahrer suggeriert wird dass er, wenn er den Testsieger XY fährt, die Physik ausser Kraft gesetzt wird. Dann bilden sich manche Herrenraser ein sie können jeglichen Mist zusammen fahren, ihr Zauberreifen korrigiert jeden Fehler.
Egal welches Auto, mit oder ohne ESP oder ABS, bei einer NOTsituation kommts auf den Zentimeter an ob es mit oder ohne Schaden ab geht. Es muß ja nicht der teuere Premiumreifen sein, aber ein gut bewerteter Reifen aus dem mittleren Segment ist einem mangelhaft bewerteten Billigheimer immer vor zu ziehen. Es hängt nicht nur euere Gesundheit von ein paar Zentimern ab
Man darf natürlich Billireifen und China oder Japanreifen nicht über einen Kamm scheren.
Ich war jahrelang von Michelin überzeugt doch seit einigen Jahren fahre ich nur noch
Hankookreifen auf allen Fahrzeugen bei mir im Hause sowohl Sommer als auch Winter. Ich
kann aus eigener Erfahrung, und nicht nur vom Hören und Erzählen sagen ,ein Top Reifen
und gut ein Drittel billiger als der Premium von Michelin.Also günstig oder billig muss nicht
unbedingt schlecht sein