UPDATE: Bloodhound SSC Raketenauto

Raketenauto Bloodhound SSC Raketenauto Bloodhound SSC

Bloodhound SSC Raketenauto: UPDATE

— 26.07.2010

Das schnellste Auto der Welt

Der britische Ingenieur Richard Noble will einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord aufstellen. "Bloodhound SSC" soll mit 1600 km/h durch die Wüste brettern. Das Raketenauto wurde jetzt auf der Farborough Airshow präsentiert.

Mit 1228 km/h bretterte das Düsenauto "Thrust SSC" im Jahr 1997 durch die  Black-Rock-Wüste im US-Bundesstaat Nevada – der absolute Geschwindigkeits-Weltrekord für Landfahrzeuge. Schneller geht es nicht? Richard Noble ist anderer Meinung. Der britische Tüftler konstruierte 1997 schon den "Thrust SSC" und will jetzt noch einen draufsetzen. Der "Bloodhound SSC" soll nicht nur den bisherigen Rekord in den Schatten stellen, sondern noch weitaus schneller fahren: Angepeilt sind bis zu Mach 1,4 – das sind über 1600 Stundenkilometer! Auf der Farborough International Airshow in England wurde jetzt ein Modell des Rekordfahrzeugs vorgestellt. Für die geplante Überschallfahrt ist viel Power nötig: Der Antrieb besteht aus einem Eurofighter-Strahltriebwerk (90 Kilonewton Schubkraft) und einer Falcon-Rakete, die während der Fahrt gezündet wird und weitere 122 kN bereitstellt. Gesamtleistung: Circa 135.000 PS – dagegen sehen selbst die Amis mit ihrem 480-km/h-Projekt Dagger GT alt aus.

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Zusätzlich zum Jet-Triebwerk und der Feststoffrakete arbeitet im Bloodhound SSC noch ein 800 PS starker V12-Rennmotor des englischen Herstellers MCT. Der wird aber nur für die Hydraulik und die Treibstoffpumpe der Rakete verwendet. Untermotorisiert ist der Super-Renner also keinesfalls. Auch der Verbrauch ist deftig: In 22 Sekunden wird eine Tonne Raketensprit verbrannt. Dagegen ist das Strahltriebwerk fast schon sparsam: Bei voller Leistung fließen etwa 4,5 Kilo Kerosin durch die Brennkammer – pro Sekunde. Die Höchstgeschwindigkeit von 1600 km/h soll das Raketenauto nach 42 Sekunden erreichen. Klappt der Rekord, wird Pilot Andy Green bei dem Tempo pro Sekunde eine Strecke von vier Fußballfeldern zurücklegen. Und schneller als ein Eurofighter im Tiefflug sein. Theoretisch, denn noch existiert der Bloodhound nur als Modell. Für die Umsetzung des ehrgeizigen Projekts sind Richard Noble und seine Truppe nämlich noch auf der Suche nach Investoren.

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Autor: Jan Kretzmann

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