BMW 116i im Kälte- und Klimatest
Kostet viel, bringt viel

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BMW lässt sich die Klimatisierung im 1er von den Kunden teuer bezahlen. Der AUTO BILD-Klimatest zeigt, dass die Mehrausgaben für eine Klimaanlage durchaus gut angelegt sind.
Da stellt sich wieder die ewige Frage: Ist bei BMW nicht alles zu teuer? Der frühere Vorstandsvorsitzende Eberhard von Kuenheim pflegte ich solchen Fällen zu antworten: "Wir machen Marktpreise." Deshalb gibt es im 116i auch nur eine Heizung (immerhin), aber keine Klimaanlage. Die kostet 980 Euro extra. Und eine Klimaautomatik sogar 1540 Euro. Doch die Mehrausgabe empfiehlt sich, denn die BMW-Anlage ist leicht bedienbar und gut ausgestattet. Es gibt getrennte Temperaturregelung für links und rechts, Pollenfilter, automatische Umschaltung bei schadstoffreicher Außenluft, Restwärmetaste (nutzt die Kühlwasserwärme bei abgeschaltetem Motor). Und wirkungsvoll, das zeigt der Test, ist sie auch noch.
Erster Test: Abkühlen

Bild: Werk
Zweiter Test: Aufheizen
Minus 20 Grad, das wäre bei uns schon sehr extrem. Aber um die Heizungen auf das Äußerste zu fordern, ist diese Außentemperatur gerade recht. Im BMW herrschen vor dem Start an den Füßen minus 19 Grad. Danach lässt er sich erst mal etwas Zeit: Null Grad atmet der Fahrer in Kopfhöhe erst nach sieben Minuten. Dann aber geht es zügig aufwärts.
Nach zwölf Minuten herrschen unten über 25 Grad (Mittel zwischen Fußraum und Ausströmer), oben plus 16 Grad. Das wird schon als heimelig empfunden. Warmluft kommt hier auch aus den Mittelausströmern im Cockpit, ein großer Vorteil bei der Temperaturverteilung, den sonst nur der Citroën bietet. 4 von 5 Sternen.
Dritter Test: Abtauen
Natürlich würde jeder bei diesem zähen Eisfilm erst mal kratzen. Aber hier geht es um einen Defrostervergleich, also kein Kratzen. Im BMW klappt das trotzdem recht zügig. Nach zehn Minuten sind 54 Prozent des Sichtfelds frei. Die aufgetaute Fläche ist freilich ungleichmäßig und konzentriert sich auf die Mitte der Scheibe. 3,5 von 5 Sternen.
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