BMW 1er (2019): Vorschau

BMW 1er (2019): Vorschau

— 26.06.2017

Erste Infos zum neuen 1er

BMW stellt beim nächsten 1er auf Frontantrieb um und wirft den Sechszylinder raus. AUTO BILD hat Infos zu Motoren, Innenraum und Technik!

Vorstellung: Mini Countryman liefert die Plattform (Update!)
Interieur: In diesem China-BMW steckt schon der neue 1er!
Motoren: Mehr Power für den 1er
Gebrauchtwagen: 1er fahren ab 11.000 Euro

Vorstellung: Mini Countryman liefert die Plattform

2019 ist beim BMW 1er Schluss mit Hinterradantrieb – das spart rund 750 Euro pro Auto, schafft mehr Platz im Innenraum und bahnt den Weg für grüne Innovationen wie die elektrifizierte Hinterachse. Nur die sportlichen Ableger 2er Coupé und Cabrio dürfen weiter quer fahren. Der 2er Gran Tourer und der dreitürige 1er sollen ganz eingestellt werden. AUTO BILD hat neue Erlkönigbilder und neue Infos zum 1er mit Frontantrieb.

BMWs Kleinster steht künftig auf der Plattform des Mini Countryman und Active Tourer, und wird damit innen und außen größer. Optisch verspricht BMW, dass sich der nächste 1er von der Beliebigkeit des aktuellen Modells befreien soll. Das Design dürfte vom 5er inspiriert und sportlicher als beim Vorgänger sein. In den kommenden Jahren gehen außerdem die sechste iDrive-Generation mit größeren Bildschirmen und das neue Infotainment in Serie. Für den Ersteinsatz sind zwar der nächste 6er, 3er und der X5-Nachfolger vorgesehen, doch später profitiert auch der 1er von der noch intuitiveren Ergonomie, bei der Touch Control, Gestensteuerung und Spracheingabe im Vordergrund stehen. Holz- und Aluminium-Zierleisten sorgen für Oberklasse-Feeling. Motorseitig dürfte der leistungsgesteigerte Zweiliter-Benziner 408 PS mobilisieren. Auch der stärkste Zweiliter-Diesel erhält eine Registeraufladung, kommt aber nur auf 240 PS. In der Basis kommt der 1er mit einem Dreizylindermotor. Mit der neuen Plattform ist auch eine Hybrid-Variante denkbar. Der Marktstart ist allerdings erst für Ende 2018 oder Anfang 2019 geplant.

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BMW 2er Gran Coupé Illustration BMW 3er Illustration

Interieur: In diesem China-BMW steckt schon der neue 1er!

Wandert der Antrieb im 1er nach vorne, gibt es hinten mehr Platz. Nur die Kopffreiheit ist in der China-Version nicht optimal.

Unterm Blech der nur in China angebotenen BMW 1er Limousine steckt bereits die Frontantriebsplattform, auf der ab 2019 der neue BMW 1er basieren wird. Grund genug, sich die chinesische Stufenheckversion des 1er genau anzuschauen und die Platzverhältnisse zu begutachten. Bei einem Radstand von 2,67 Meter entspricht der China-1er exakt dem aktuellen X1, der ebenfalls auf der UKL-Plattform steht. Vorne sind die Platzverhältnisse in der 1er Limousine gut, lediglich die Sitzposition ist etwas hoch – trotzdem reicht der Platz auch für große Menschen. Hinten punktet der Frontantriebs-1er mit großen Türöffnungen, durch die man bequem in den Fond schlüpft. Der Mitteltunnel fällt auch mit Frontantrieb nicht komplett weg – kein Wunder, schließlich wird der UKL-Unterbau auch mit xDrive angeboten. Der Mitteltunnel ist nach dem ersten Eindruck bei der Sitzprobe kaum kleiner als bisher.

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Video: BMW 1er (2019)

1er kommt mit Frontantrieb

Dafür wirkt sich die Raumausnutzung der neuen Plattform positiv auf die Kniefreiheit aus: Zwei 1,95-Meter-Menschen können ohne allzu große Komforteinbußen hintereinander sitzen. Woran es der China-Limousine allerdings mangelt, ist Kopffreiheit – trotz der beiden Aussparungen im Dachhimmel. Das dürfte in erster Linie an der abfallenden Stufenheck-Dachform liegen. Als Steilheck wird der neue 1er ab 2019 wohl deutlich mehr Luft nach oben bieten. Das Gleiche gilt für den Kofferraum, der durch die Verlegung des Antriebs nach vorne profitieren wird. Die chinesische 1er Limousine zeigt also: Wandert der Antrieb im 1er nach vorne, gibt es hinten mehr Platz!

Motoren: Mehr Power für den 1er

Der leistungsgesteigerte Zweiliter-Benziner soll künftig bis zu 408 PS mobilisieren.

BMW pflanzt dem 1er mehr Power ein: Der leistungsgesteigerte 2,0-Liter-Benziner dürfte es auf 272 PS bringen – immerhin 40 PS mehr. Der doppelt aufgeladene M-Performance-Motor steht mit 340 PS sogar noch besser im Futter. Auch der stärkste 2,0-Liter-Diesel erhält eine Registeraufladung, kommt aber nur auf 240 PS. In der Basis dürfte der kompakte und leichte 1,5-Liter-Dreizylinder unter der Haube stecken. Der Diesel hat 122 statt 116 PS, beim Benziner legt BMW die Messlatte von 136 auf 143 PS hoch. Klar ist auch, dass BMW und Mini mittelfristig nicht um den Mildhybrid herumkommen. Mit einer E-Leistung von 15 kW und 70 Newtonmeter Zusatzdrehmoment liegen die Bayern exakt auf Augenhöhe mit Mercedes. Bei den Getrieben munkelt man über einen Wechsel von der klassischen Wandlerautomatik zum effizienteren Doppelkuppler.

BMW 1er (2019): Vorschau

Gebrauchtwagen: 1er fahren ab 11.000 Euro

Das aktuelle Modell wird seit 2011 gebaut und hat gerade erst ein Facelift bekommen, bevor der neue 1er 2019 kommt. Mit einer Leistung zwischen 95 PS (114d) und 340 PS (M 140i) sowie serienmäßigem Hinterradantrieb kann der Kompakte recht sportlich unterwegs sein. Optional gibt es auch einen Allradantrieb. Bei Benzinern steckt seit 2015 meist der Dreizylinder mit Twinscroll-Turbo unterm Blech, den Reihensechszylinder gibt es nur in den M-Modellen.

Das Fahrwerk kann beim Vorgänger Probleme machen, wenn der Vorbesitzer allzu sportlich unterwegs war.

Mängel gibt es erfahrungsgemäß bei einem so jungen Auto selten. Einzig das Fahrwerk kann Probleme machen, wenn der Vorbesitzer allzu sportlich unterwegs war. Dann leidet die Achsaufhängung. Frühe Modelle gibt es mit Vollausstattung ab 11.000 Euro, dabei sind allerdings auch einige Kilometerfresser. Autos mit Baujahr ab 2014 gibt es für 13.000 Euro, den sportlichen M 135i mit hoher Laufleistung bieten einige Verkäufer für 24.500 Euro an. Soll das Auto weniger Kilometer auf der Uhr haben, sind um die 27.000 Euro fällig.
Übersicht: Gebrauchte BMW 1er

Autoren: Georg Kacher, Michael Gebhardt, Peter R. Fischer, Katharina Berndt

Stichworte:

Kompaktklasse

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