BMW 1er (2019): Vorschau

BMW 1er (2019): Vorschau

Neuer BMW 1er III (2019): Vorschau, Motoren, Preis

Der neue 1er wird geräumiger

BMW stellt beim 1er auf Frontantrieb um und wirft den Sechszylinder raus. Davon profitieren die Platzverhältnisse im Innenraum. Alle Infos!

Vorstellung: Mini liefert die Plattform

Der BMW 1er fährt künftig mit Frontantrieb vor, auf Wunsch gibt es Allrad.

BMW greift mit dem neuen 1er den VW Golf an. Denn ab 2019 ist beim BMW 1er Schluss mit Hinterradantrieb – das spart rund 750 Euro pro Auto, schafft mehr Platz im Innenraum und bahnt den Weg für grüne Innovationen wie die elektrifizierte Hinterachse. Kunden, die auf den Heckantrieb nicht verzichten wollen, müssen auf das 2er Coupé ausweichen, das sich wie gehabt am 3er orientiert. Das geplante Gran Coupé (ab Herbst 2019) und der etwas größere, nächste Active Tourer (der ab Sommer 2021 den Grand Tourer gleich mit ersetzt), nutzen dagegen ebenfalls die Frontantriebs-Plattform. Der Preis für den Basis-1er dürfte sich nicht groß ändern, derzeit liegt er bei 25.450 Euro. Der Marktstart ist für Anfang 2019 geplant

1er wird innen und außen größer

Noch dreht der neue 1er getarnt seine Testrunden.

Die 1er-Proportionen unterscheiden sich schon auf den ersten Blick recht deutlich vom Vorgänger. Der Vorderwagen ist kürzer, der Radstand länger, die Dachlinie ruhiger. Neue Erlkönigbilder zeigen jetzt zum ersten Mal auch die Scheinwerfer und Heckleuchten des Kompakten. Sofort fällt auf: BMW setzt auch beim 1er das aktuelle, sportliche Familiengesicht um. Gleichzeitig soll sich der nächste 1er von der Beliebigkeit des aktuellen Modells befreien. Das Design dürfte vom 5er inspiriert und sportlicher als beim Vorgänger sein – auch im Innenraum. Der wird durch den Wechsel auf die Plattform von Mini Countryman und Active Tourer geräumiger, Holz- und Aluminium-Zierleisten sorgen für Oberklasse-Feeling.

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BMW 1er IllustrationBMW 1er Illustration

Interieur: In diesem China-BMW steckt schon der neue 1er

Wandert der Antrieb im 1er nach vorne, gibt es hinten mehr Platz. Nur die Kopffreiheit ist in der China-Version nicht optimal.

Unterm Blech der nur in China angebotenen BMW 1er Limousine steckt bereits die Frontantriebsplattform, auf der ab 2019 der neue BMW 1er basieren wird. Grund genug, sich die chinesische Stufenheckversion des 1er genau anzuschauen und die Platzverhältnisse zu begutachten. Bei einem Radstand von 2,67 Meter entspricht der China-1er exakt dem aktuellen X1, der ebenfalls auf der UKL-Plattform steht. Vorne sind die Platzverhältnisse in der 1er Limousine gut, lediglich die Sitzposition ist etwas hoch – trotzdem reicht der Platz auch für große Menschen. Hinten punktet der Frontantriebs-1er mit großen Türöffnungen, durch die man bequem in den Fond schlüpft. Der Mitteltunnel fällt auch mit Frontantrieb nicht komplett weg – kein Wunder, schließlich wird der UKL-Unterbau auch mit xDrive angeboten. Der Mitteltunnel ist nach dem ersten Eindruck bei der Sitzprobe kaum kleiner als bisher.

BMW 1er (2019): Vorschau

BMW 1er IllustrationBMW 1er IllustrationBMW 1er Erlkönig
Dafür wirkt sich die Raumausnutzung der neuen Plattform positiv auf die Kniefreiheit aus: Zwei 1,95-Meter-Menschen können ohne allzu große Komforteinbußen hintereinander sitzen. Woran es der China-Limousine allerdings mangelt, ist Kopffreiheit – trotz der beiden Aussparungen im Dachhimmel. Das dürfte in erster Linie an der abfallenden Stufenheck-Dachform liegen. Als Steilheck wird der neue 1er ab 2019 wohl deutlich mehr Luft nach oben bieten. Das Gleiche gilt für den Kofferraum, der durch die Verlegung des Antriebs nach vorne profitieren wird. Die chinesische 1er Limousine zeigt also: Wandert der Antrieb im 1er nach vorne, gibt es hinten mehr Platz!

Motoren: Mehr Power für den 1er

Der leistungsgesteigerte Zweiliter-Benziner soll künftig bis zu 408 PS mobilisieren.

Die Technik des 1er stammt weitgehend aus dem Baukasten: Das Fahrwerk samt Lenkung und Bremse wird etwas sportlicher abgestimmt, die neuen Automatikgetriebe (inklusive DCT) kennen wir aus dem überarbeiteten Mini, die modifizierten Motoren sollen trotz strengerer Abgasnormen und Otto-Partikelfilter rund fünf Prozent kräftiger und drehmomentstärker sein. Mittelfristig wollen die Münchner ihr Einstiegsmodell mit drei verschiedenen Antriebskonzepten ins Rennen schicken. Der Benziner leistet dem Vernehmen nach bis zu 306 PS, dem Top-Plug-in-Hybriden (PHEV) werden sogar 340 PS nachgesagt, die noch nicht näher spezifizierte reine Elektro-Version dürfte es auf rund 250 PS bringen. Damit wäre BMW gegen Audi und Mercedes unter dem Strich ordentlich aufgestellt. Doch gegen den Biturbo-Fünfzylinder aus dem RS 3 und den über 400 PS starken AMG-Vierzylinder aus der A-Klasse ist in München bis auf Weiteres kein Kraut gewachsen.
Die Staffelung der zunächst acht Motorisierungen dürfte so aussehen:
> 118i, 140 PS/220 Nm, 1,5-Liter-Dreizylinder
> 120i, 190 PS/280 Nm, 2,0-Liter-Vierzylinder
> 125i, 224 PS/310 Nm
> 130i, 265 PS/380 Nm
> M135i Performance mit M-Paket und Sportbremse, 306 PS/450 Nm
> 118d, 150 PS/350 Nm
> 120d, 190 PS/400 Nm
> 125d, 231 PS/500 Nm

Plug-in-Hybrid mit 80 Kilometern Reichweite

Mit dem aktuellen 225xe iPerformance sammelt BMW außerdem seit fast drei Jahren wertvolle Erfahrungen in Sachen Plug-in-Hybrid. Dieses Antriebskonzept wird im neuen 1er übernommen. Der 125xe PHEV kombiniert einen 1,5-Liter-Dreizylinder (140 PS und 220 Nm) mit einem 65-kW-Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 168 kW. Ein 11,6-kWh-Akku ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von rund 80 Kilometern. Mit zunehmender Spannung und Ladeleistung sollen 2021 leere Akkus in deutlich unter 20 Minuten geladen werden.

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Gebrauchtwagen: 1er fahren ab 11.000 Euro

Das aktuelle Modell wird seit 2011 gebaut und hat gerade erst ein Facelift bekommen, bevor der neue 1er 2019 kommt. Mit einer Leistung zwischen 95 PS (114d) und 340 PS (M 140i) sowie serienmäßigem Hinterradantrieb kann der Kompakte recht sportlich unterwegs sein. Optional gibt es auch einen Allradantrieb. Bei Benzinern steckt seit 2015 meist der Dreizylinder mit Twinscroll-Turbo unterm Blech, den Reihensechszylinder gibt es nur in den M-Modellen.

Das Fahrwerk kann beim Vorgänger Probleme machen, wenn der Vorbesitzer allzu sportlich unterwegs war.

Mängel gibt es erfahrungsgemäß bei einem so jungen Auto selten. Einzig das Fahrwerk kann Probleme machen, wenn der Vorbesitzer allzu sportlich unterwegs war. Dann leidet die Achsaufhängung. Frühe Modelle gibt es mit Vollausstattung ab 11.000 Euro, dabei sind allerdings auch einige Kilometerfresser. Autos mit Baujahr ab 2014 gibt es für 13.000 Euro, den sportlichen M 135i mit hoher Laufleistung bieten einige Verkäufer für 24.500 Euro an. Soll das Auto weniger Kilometer auf der Uhr haben, sind um die 27.000 Euro fällig.
Übersicht: Gebrauchte BMW 1er

Autoren: Georg Kacher, Michael Gebhardt, Peter R. Fischer, Katharina Berndt

Stichworte:

Kompaktklasse

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