Kaufberatung BMW 1er

BMW 1er: Kaufberatung

Gesucht: Der beste BMW 1er

Frische Motoren, gestraffte Optik, stramme Preise. 22.950 Euro kostet der günstigste BMW 1er – fast so viel, wie der durchschnittliche Neuwagenkäufer ausgibt. Unsere Herausforderung: einen 1er zu finden, der maximal 30.000 Euro kostet, ohne dass die Freude am Fahren und an der Technik zu kurz kommt.
Es hat sich etwas getan beim 1er. Außen, gut sichtbar: neue Scheinwerfer und LED-Rückleuchten in L-Form. Innen, fühlbar: ein Cockpit, das subtil hochwertiger wirkt. Dazu: neue Drei- und Vierzylinder. Dreizylinder? Ja. 116i, 116d und 118d zünden auf drei Töpfen, die Motoren stammen aus dem neuen Baukasten, wir kennen sie aus Mini und 2er Active Tourer. Das Ziel: weniger Verbrauch. Neu sortiert hat BMW die Motorenhierarchie: Der 118i ist nun das, was vorher der 116i war, folglich heißt der Einstieg nun nicht mehr 114i, sondern 116i. Klingt verwirrend, ist es aber nur auf den ersten Blick.

Video: BMW 120d xdrive Facelift (2015)

So fährt der neue 1er

Auch die Preiserhöhung um 800 Euro ist nur auf den ersten Blick eine. Zwar ist der 1er nun teurer, doch BMW baut serienmäßig ein, was ohnehin fast alle Kunden gekauft haben: Radio Professional mit Bildschirm, Licht-Regen-Sensor, Klimaautomatik, Beifahrerairbag-Deaktivierung. Extras, die vor einem Jahr noch 1260 Euro kosteten und zu einem errechneten Preisvorteil von 460 Euro führen. Eine originelle technische Begründung fand sich für die geänderten Scheinwerfer: Wegen der nun verwendeten LED-Technik hätte man ohnehin neue gebraucht. So kam es gleich zu der horizontaleren Form, der Blick wirkt weniger verkniffen, Niere und Scheinwerfer rücken enger zusammen. Am Heck sorgen L-förmige LED-Leuchten für mehr Familienähnlichkeit. Es gibt außerdem gegen Aufpreis einen Abstandstempomaten, und wo man schon mal dran war, bekam auch die Preisliste ein Facelift, das Fahrwerk erhielt Feinschliff. Neue Form, neue Inhalte, neue Preise: Drei gute Gründe für eine neue Kaufberatung.

Die verbesserte Qualität kann man fühlen uns sehen

Eingestiegen und aufgemerkt: Sorgsam hat BMW das Interieur weiterentwickelt. So ist der Lautstärkeregler nun mit einem Symbol gekennzeichnet, Radio- und Klimabedienung tragen einen schwarzen Rahmen, die Lüftungsdüsen sind mattchrom umfasst. Statt oranger Ziffern zeigen nun weiße die eingestellte Temperatur im Display der Klimaautomatik. Viel wichtiger als diese kosmetischen Maßnahmen: Die Positionen von Sitzen und Schaltern passen weiterhin. Wer bisher 1er fuhr, findet sich sofort zurecht und sieht doch, dass manches neu ist. Auch Umsteiger aus anderen Modellen der Marke sehen sofort, was Sache ist. Gut ist übrigens, dass der 1er eine mechanische Handbremse hat – so selbsterklärend wie ein Lenkrad.
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Den Qualitätseindruck hat BMW fühl- und sichtbar verbessert, Material und Passungen entsprechen der gehobenen Preisklasse. Im Vergleich zur Konkurrenz aus Ingolstadt spart sich BMW manche Abdeckung, verlegt etwa Kabel im Motorraum sichtbarer und lässt etwas breitere Spalte klaffen. Da ist nichts dabei, was der Funktion schadet, und offensichtliche Mängel hatte keiner der Testwagen. Kein Knirschen, kein Klappern, auch auf ganz schlechten Straßen bleibt die Karosserie ruhig. Motor-, Abroll- und Windgeräusche melden nur dezent ins Innere zurück, auch bei 180 km/h kann man sich locker unterhalten oder Musik hören. Warum Hinterradantrieb und Längsmotor in der Kompaktklasse fast ausgestorben sind, wird jedem bewusst, der hinten im 1er mitfährt oder Sperriges einladen möchte. Warum es sich lohnt, auch bei einem Kompakten die Hinterräder anzutreiben, spürt jeder empfindsame Fahrer: Präzision und Rückmeldung der Lenkung profitieren davon, dass sich die Vorderräder nicht auch noch mit dem Antrieb herumschlagen müssen. Das aufwendige Fahrwerk des 1ers gehört klar zu den besten und fahraktivsten im Segment. Auch der Komfort stimmt; kurze wie lange Wellen arbeiten Federn und Dämpfer souverän ab. Aktiven Autofahrern kommt dieses sehr ausgewogene Fahrwerk entgegen. Zwischen der Servotronic für günstige 100 Euro und dem adaptiven Fahrwerk für 1100 Euro gibt es mehrere Eskalationsstufen für die Agilisierung des 1ers. Mehr dazu im Ausstattungskapitel.

Lediglich sehr große Fahrer können vom Dreitürer profitieren

Die breiten C-Säulen schränken die Sicht nach hinten ein. Abhilfe schaffen umlegbare Kopfstützen für 60 Euro oder die Rückfahrkamera für 400 Euro.

Bei der Karosserie können wir eine selten klare Empfehlung aussprechen. Und eine selten überflüssige. Denn kaum einer kauft den Dreitürer. Der ist zwar 750 Euro günstiger, aber in jeder Situation unpraktischer, die mit mehr als zwei Personen zu tun hat. Lediglich sehr große Fahrer profitieren von der Dreitürigkeit, weil sie nicht direkt neben der B-Säule sitzen und so beim Schulterblick mehr sehen. Ein zweiter Grund für den Dreitürer: Man kann sich zum Minderpreis von der Masse abheben. Die Variabilität entspricht dem in dieser Klasse Üblichen: Die zweiteilig umlegbare Rücksitzlehne erweitert den Kofferraum. Für 200 Euro extra klappt das auch dreiteilig in der von BMW gewohnten 40:20:40-Aufteilung. Mehr als 1200 Liter Kofferraumvolumen werden es nicht, die Waschmaschine lässt man sich besser liefern.

Kaufberatung BMW 1er

Mit 360 Liter Standardvolumen liegt der 1er zumindest hier auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Hintensitzen klappt ganz gut, lange Reisen werden für Erwachsene auf der Rückbank anstrengend, weil geringe Knie- und Kopffreiheit sowie der breite Mitteltunnel die Bewegungsfreiheit einschränken und die niedrige Sitzhöhe auf Dauer ermüdet. Dafür sind die Polster mit angenehmem Stoff bezogen und stützen den Körper gut ab. Die wegen der breiten C-Säulen eingeschränkte Sicht nach hinten lässt sich mit zwei Maßnahmen verbessern: umlegbare Kopfstützen für 60 Euro bestellen – oder die Rückfahrkamera für 400 Euro. Beim Blick nach vorn ist alles fein. Präsent wie selten in der Kompaktklasse wirkt die Motorhaube, unter der vom Drei- bis zum Sechszylinder eine breite Auswahl der momentan bei BMW angebotenen Antriebe arbeitet. Die Sitzposition des Fahrers ist vielfältig an unterschiedlichste Staturen anpassbar. Wer 490 Euro in die Sportsitze investiert, die für Sport Line, M Sport und M135i Standard sind, sitzt noch besser zwischen den guten Halt bietenden Seitenwangen. Die kann man sich elektrisch sogar auf den Leib schneidern oder etwas legerer einstellen. Eine Lordosenstütze kostet 290 Euro, die elektrische Einstellung des Fahrersitzes 950 Euro.

Motoren und Getriebe: Fast alles kam neu

Kann man mit drei Zylindern im 1er glücklich werden? Man kann. Nicht nur relativ, sondern absolut.

Die Dreizylinder 116i, 116d und 118d kennen wir aus Mini und 2er Active Tourer. Hier wie dort machen sie ihre Arbeit gut, liefern frühes Drehmoment und lassen sich ihre Dreizylindrigkeit kaum anmerken. Gewöhnung verlangt allein die automatisch angepasste Drehzahl beim Herunterschalten: Das ist sehr komfortabel und schont die Mechanik, bremst das Auto aber auch nicht ab, und so fehlt eben die Motorbremswirkung. Die Vierzylinder, vor allem die Diesel der B47-Reihe, sind eine klare Verbesserung, weil sie kultivierter laufen und weniger lärmen. Der Verbrauch soll ebenfalls gesunken sein. Genau wie bei den Benzinern (B48). Gemein haben alle Motoren das einzelne Zylindervolumen von 500 Kubikzentimetern und bis zu 40 Prozent der Teile. 116i: Kann man mit drei Zylindern im 1er glücklich werden? Man kann. Nicht nur relativ, sondern absolut. Es treffen 109 PS auf 1305 Kilo, jedes PS hat 16,3 Kilogramm zu schleppen. Das ist kein sportlicher Wert. Es kommt dennoch Fahrfreude auf, denn der Motor liefert früh sein stämmiges Drehmoment und dreht zackig bis zur Mitte. Bei hohen Drehzahlen verlässt ihn dann die Motivation – die maximale Leistung liegt bei 4500/min an. Man muss also gar nicht hoch drehen, um gut voranzukommen: für BMW-Traditionalisten ungewohnt, aber gut für den Verbrauch. Und der ist gerade bei einem Basismotor wichtig.

Für Automatikfreunde sind die 136 PS des 118i die kleinstmögliche Benzinermotorisierung.

118i: Die nächste Leistungsstufe erzielt laut ECE-Norm den gleichen Verbrauch. Der Dreizylinder mit 1,5 Liter Hubraum darf im 118i spürbar mehr Kraft entwickeln. Am grundsätzlichen Charakter ändert das nichts, doch schon der um 2,4 Sekunden bessere Wert für den 0-auf-100-Sprint zeigt, um wie viel motivierter der 118i antritt. Unser Tipp darum: Sparen Sie sich den Basismotor. Für Automatikfreunde sind 136 PS ohnehin die kleinstmögliche Benzinermotorisierung. 120i: Weil BMW zum Modellwechsel die Hierarchiekürzel umsortiert und noch nicht alle Motoren aussortiert hat, arbeitet hier noch der bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder aus der BMW-PSA-Kooperation unter anderem Namen. Leicht getunt, schafft er 177 statt 170 PS und macht wie bisher Freude. Denn dies ist eine durchaus sportliche Variante des kultivierten und relativ sparsamen Klein-Turbos, der zwar über einen Hauch mehr Hubraum verfügt, aber auch über die kleineren Brennräume als der Dreizylinder. Unser Tipp für die kleine Freude am Fahren.

Preise BMW 1er: Benziner-Varianten
116i 118i 120i 125i M135i
Basis (Schalter|Automatik) 23.700 Euro|– 24.800|26.900 Euro 28.250|30.350 Euro 31.950|34.050 Euro
Advantage (Schalter|Automatik) 25.300 Euro|– 26.400|28.500 Euro 29.850|31.950 Euro 32.600|34.700 Euro
Urban Line (Schalter|Automatik) 26.900 Euro|– 28.000|30.100 Euro 31.450|33.550 Euro 34.350|36.450 Euro
Sport Line (Schalter|Automatik) 26.900 Euro|– 28.000|30.100 Euro 31.450|33.550 Euro 34.350|36.450 Euro
M Sport (Schalter|Automatik) 28.100 Euro|– 29.200|31.300 Euro 32.650|34.750 Euro 35.750|37.850 Euro 42.650|44.750 · –|46.800 Euro
125i: Baukasten-Vierzylinder zum Golf-GTI-Ärgern. Dabei wirkt er in der Basis genauso unschuldig wie ein 116i. Einzig an den serienmäßigen 17-Zoll-Leichtmetallrädern könnte man ihn erkennen. Spätestens beim Tritt aufs Gaspedal outet sich der starke Vierzylinder; kräftig legt er los, lässt nicht nach, dreht freudig hoch und wird dabei akustisch nie lästig. Ein kultivierter und sehr starker Antrieb für den 1er. Unspektakulär im Auftritt, schnell auf der Straße. M135i: Ein schöner Sonderfall mit einem Traummotor: Der Dreiliter-Reihensechszylinder wirkt nie angestrengt und erfreut mit seinem rauchigen Klang. Die Kraft kommt aus dem Hubraum und vom Turbolader – der das Ansprechen so gut wie nicht verzögert. Wuchtig federt der M135i von der Kupplung, dreht geschmeidig bis in die Sechstausender und lässt sich erst von seiner eigenen Elektronik bei 250 km/h einbremsen. Die zu erreichen, kostet kaum Mühe. Den Standardsprint erledigt der stärkste 1er handgeschaltet in 5,1 Sekunden, als Allradler mit serienmäßiger Automatik sogar in 4,7 s. Der Verbrauch blieb gleich, zum Facelift gibt es 6 PS mehr. Einen Sechszylinder im Kompaktformat wird es künftig nicht mehr geben, der nächste 1er hat Vorderradantrieb.

Preise BMW 1er: Diesel-Varianten
116d 116d ED 118d 118d xDrive
Basis (Schalter|Automatik) 26.950|29.050 Euro 26.950 Euro|– 28.900|31.000 Euro – |30.900 Euro
Advantage (Schalter|Automatik) 28.550|30.650 Euro 28.550 Euro|– 30.500|32.600 Euro –|32.500 Euro
Urban Line (Schalter|Automatik) 30.150|32.250 Euro 30.150 Euro|– 32.100|34.300 Euro –|34.100 Euro
Sport Line (Schalter|Automatik) 30.150|32.250 Euro 30.150 Euro|– 32.100|34.300 Euro –|34.100 Euro
M Sport (Schalter|Automatik) 31.350|33.450 Euro – |35.300 Euro
120d 120d xDrive 125d
Basis (Schalter|Automatik) 30.850|32.950 Euro – |34.950 Euro –|37.100 Euro
Advantage (Schalter|Automatik) 32.450|34.650 Euro – |36.550 Euro –|38.500 Euro
Urban Line (Schalter|Automatik) 34.050|36.250 Euro –|38.150 Euro –|39.500 Euro
Sport Line (Schalter|Automatik) 34.050|36.250 Euro –|38.150 Euro –|39.500 Euro
M Sport (Schalter|Automatik) 35.250|37.350 Euro – |39.350 Euro –|40.900 Euro
116d: Kleinerer Durst, größeres Geräusch. Stopp. Diesel-Vorurteile, Dreizylinder-Vorbehalte und Dynamik-Bedenken kontert der 116d mit munterem Antritt, gehorsamer Reaktion auf Gaspedalbewegungen und ruhigem Motorlauf. Hinter dem ebenfalls dreizylindrigen Benziner braucht sich dieser Diesel in Sachen Geräusch nicht zu verstecken. Vibrationen sind nur ganz fein im Lenkrad wahrnehmbar. Auch als Efficient Dynamics Edition mit 3,4 Liter Verbrauch und 89 Gramm CO2 , dann aber nicht mit Anhängerkupplung. Ein guter Motor und völlig ausreichend für die meisten Anforderungen, die alltags vorkommen. 118d: Wenn wir feststellen, dass der 116d ausreicht, dann kostet der 118d schon ein wenig vom Überfluss. Nach der Baukasten-Arithmetik von BMW ergeben vier Zylinder mit je 500 Kubik zwei Liter Volumen. Bei doppelter Leerlaufdrehzahl drücken 320 Nm auf die Kurbelwelle, und die bleiben dort, bis die meisten Autofahrer schalten: bei 3000/min. Bei 4000/min sind 150 PS versammelt. Gekonnt geschaltet, stehen nach 8,3 Sekunden 100 km/h auf der Uhr, die Automatik erledigt das in 8,1 Sekunden. Vor nicht allzu langer Zeit wäre bei diesen Werten ein Golf GTI blass geworden. Verbrauch: laut Norm vier Liter, in der Praxis also fünf bis sechs. Das alles wird kaum schlechter, wenn der Allradantrieb xDrive mitbestellt wird. Wirklich nötig haben den aber nur Bergbewohner.

Der 125d prescht in gut sechs Sekunden von 0 auf 100. Vor 25 Jahren hätte es dafür noch einen Porsche Carrera gebraucht.

120d: Hier übertrifft der Wert fürs Drehmoment jenen des Kofferraumvolumens deutlich: 400 Newtonmeter liegen an – und das schon kurz nach dem Einkuppeln. Bei 4000/min folgen 190 PS. In sieben Sekunden geht's auf 100, ein Wert, den vor 40 Jahren nur die richtig Schnellen erreichten. Mit dem Wechsel zu den neuen Baukastenmotoren zieht fühl- und hörbar mehr Kultur in den 1er ein. Sanfter als bisher und druckvoll wie gewohnt schiebt der Zweiliter an, bleibt dabei sparsam. 125d: Gut sechs Sekunden von 0 auf 100: Vor 25 Jahren hätte es dafür noch einen Porsche Carrera gebraucht. Heute legt das ein Kompakter mit Diesel und Automatik hin. Der Trick und der Unterschied zum 120d: zwei unterschiedlich große Turbolader. Der kleine sorgt für spontanes Ansprechen, der große dafür, dass Kraft und Drehfreude über 4000/min hinaus reichen. Ein Schaltgetriebe gibt es zurzeit nicht für den 125d, Allradantrieb auch nicht. Die 450 Newtonmeter bringt er gut auf den trockenen Boden, lediglich bei nasser Fahrbahn müssen Bits und Bremsbeläge Schlupf regeln, wenn der Fahrer mehr will, als der Reibwert hergibt. Weil der 1er ein komfortables und für zwei auch ein ausreichend geräumiges Auto ist, gilt dem 125d unsere Empfehlung für schnelle und lange Autobahntouren. Doch er ist teuer, die Versicherung will fast so viel wie für den M135i.

Ausstattung: Pakete, die sich lohnen

Auch in der Preisliste hat BMW renoviert. Das Advantage-Paket bekam einen prominenteren Platz bei den Ausstattungen und ist nun auch in den Lines sowie dem M Sportpaket enthalten. Das Fiese dabei: Der Preis blieb etwa gleich, die Ausstattung wurde weniger. Aluräder etwa gibt es nur noch gegen Zuzahlung, die waren vorher inklusive. Kein Wunder, dass BMW das Paket nicht mehr "Advantage Plus" nennt. Streng genommen müsste es sogar Advantage Minus heißen. Gleichzeitig steigt mit dem zwar netten, aber eben zwangsweise mitverkauften "Vorteilspaket" der Preis für die Lines. Die kosteten vorher in Verbindung mit "Advantage Paket Plus" 790 statt 1900 Euro. Nun kosten sie 1600 Euro und von der Basis aus gesehen sogar 3200 Euro. Haben Sie mitgerechnet? Beim Basispreis hat BMW noch 460 Euro in Ihre linke Hosentasche gesteckt, um nun aus Ihrer rechten Hosentasche 510 Euro herauszuziehen. Macht 50 Euro, die der Konzern seinem Renditeziel näher kommt und führt uns zu der Frage, was es denn unbedingt braucht im 1er. Das Advantage-Paket ist es dann doch. Denn es bietet neben Ausstattung, die ohnehin sinnvoll ist, einen Preisvorteil von 130 Euro und Fußmatten obendrauf. Wir sind 80 Euro im Plus.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Sinnvolle Ergänzungen für Vielfahrer: Navigation Pro (2090 Euro) und Sportsitze mit verlängerbarer Oberschenkelauflage (490 Euro).

Wer den 1er zum Vielfahren kauft, macht sich eine Freude mit dem Business-Paket (1600 Euro). Dessen wertvollster Bestandteil, das Navigationssystem Business, zeigt auf dem ohnehin serienmäßigen 6,5-Zoll-Bildschirm den Weg und die Umgebung, mit Connected Drive-Services (700 Euro) zeigt es unter anderem Staus in Echtzeit. Mit Connected Drive inklusive der Professional-Navigation für 2800 Euro schließt der 1er multimedialfunktional beinahe zu dem auf, was auch in 3er und 5er möglich ist. Weil wir mit Advantage eine sogenannte Modellvariante gewählt und damit Nebelscheinwerfer schon drin haben, rabattiert uns BMW die adaptiven LED-Scheinwerfer um 150 Euro auf 1340 Euro. Ein guter Deal, der Nachtfahrten deutlich aufhellt und damit sicherer gestaltet. Neben der Leuchtweite und der tageslichtähnlichen Färbung des Lichts verteilen Stadt-, Landstraßen-, Autobahn- und Schlechtwetterlicht die Helligkeit situationsgerecht. Das Auf- und Abblenden übernimmt ein Assistent. Nehmen wir noch den Metalliclack dazu, haben wir 5200 Euro in die Ausstattung investiert. Exakt 30.000 Euro würde ein 136 PS starker 118i nun mit allem Empfohlenen kosten.
Wir sind also noch nicht im Luxuriösen. Dabei gäbe es der Verlockungen viele: Ledersitze etwa, das fein klingende Soundsystem von Harman Kardon oder das ein oder andere Assistenzsystem. Abstands- und Spurhaltewarnung kosten im Paket 550 Euro. Sinnvoll bei dichtem Verkehr auf der Autobahn ist die aktive Geschwindigkeitsregelung. Das radarbasierte System kostet 990 Euro, ist jedoch nur in Verbindung mit Automatik verfügbar und mit zwei Extras zwangsverknüpft, kommt so auf insgesamt 1230 Euro. Auch in die Fahrdynamik lassen sich Euros investieren: 100 verlangt BMW für die Servotronic, 350 für die variable Sportlenkung. Mit Servotronic geht die Lenkung beim Einparken weniger schwer als bei höheren Geschwindigkeiten wie etwa auf der Autobahn. Die Sportlenkung verkürzt den Lenkeinschlag, was bei Passfahrten und beim Ausparken hilft. Das straffere Sportfahrwerk (340 Euro) legt die Karosserie um einen Zentimeter tiefer. Auch mit dem adaptiven Fahrwerk ist diese moderate Tieferlegung verbunden. Es stellt für 1100 Euro zusätzlich die Dämpfer auf die Fahrsituation ein, per Fahrerlebnisschalter kann der Fahrer eine straffere oder weichere Kennlinie wählen. Es wäre kein Problem, einen 1er im Gegenwert eines nackten 520d zu konfigurieren, und man wäre noch nicht einmal darauf angewiesen, den M135i zu nehmen.
Weitere Infos zum BMW 1er sowie unsere konkreten Kaufempfehlungen finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Kaufberatung: BMW 1er

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Dieser Artikel handelt vom BMW 1er II (Typ F20) (Kaufberatung).

Veröffentlicht:

30.09.2015

Preis:

1,00 €

Autor: Andreas Of

Stichworte:

Kompaktklasse

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