BMW 316i von Mike Urban

BMW 316i von Mike Urban und Tommy Scrawls BMW 316i von Mike Urban und Tommy Scrawls

BMW 316i von Mike Urban

— 14.10.2005

Ein Dreier im Scrawls-Kleid

Tommy Scrawls, der Szene-Airbrusher schlechthin, hat wieder ein Meisterwerk auf Rädern kreiert. Zusammen mit seinem Kumpel Mike Urban machte er sich an dessen BMW zu schaffen.

Meisterwerk mir sechs Schichten Klarlack

Geschwungene Wellen, die sich ums Auto winden, Karomuster und perfekter Glanz bis in den hintersten Winkel. Das sind die Markenzeichen eines der besten Airbrusher der Tuning-Szene, Tommy Scrawls. Wer AUTOTUNING genauer studiert, weiß, daß wir schon in der Vergangenheit etliche Meisterwerke dieses Airbrush-Künstlers gezeigt haben. Nun hat er wieder seine Pistole über ein auserwähltes Gefährt gleiten lassen, diesmal über den BMW 316i von Mike Urban.

Die beiden verbindet eine lange Freundschaft. Schon vor sieben Jahren haben sie sich bei einem BMW-Treffen kennengelernt. Mit den einzigen polierten Motoren auf dem Treffen zogen sie schon damals alle Blicke auf sich. Nun hat sich Scrawls den E36 von Mike ausgesucht, um seine neueste Airbrush-Kreation zu verwirklichen. Und die setzt mal wieder Maßstäbe.

Bei der Lackierung wählte Tommy eine Mischung aus Ami-Customstyle-Candygrün, Schwarz und dem edlen Nimbusgrau von Audi, das er auch schon beim Golf II von Stefan Förster verwendet hat (siehe AUTOTUNING 2/2005). Darüber setzte der Airbrush-Guru kunstvolle Pinstripes in Türkis und Silber, die sich stilvoll um die bayerische Sportlimousine schlängeln. Zusätzlich zieren 23 Totenköpfe den 3er-BMW. Selbst beim Klarlack nahm Tommy keine 08/15- Lösung an. Nicht weniger als sechs der glänzenden Schichten bringen Mikes Wagen zum Strahlen. Selbst in der obersten ist dem Nimbusgrau Candygrün beigemischt.

Geflochtene Domstrebe, vergoldete Dämpfer

Von Liebe zum Detail zeugen auch die nahtlosen Übergänge der Airbrush-Zierde. Nichts wirkt so, als hätte Tommy irgendwo aufgehört oder neu angesetzt. Selbst hinter den Türen wurde gearbeitet. Einfach perfekt!

Für Mike galt es angesichts der hervorragenden Arbeit seines Freundes, den Rest des BMW auf ein ebenso beeindruckendes Niveau zu heben. Angefangen hat er mit dem Herz eines jeden Autos, dem Motor. Durch einen K&N-Filter und Kennfeldoptimierung bringt der 1,6-Liter-Vierzylinder muntere 108 PS. Das reicht allemal, denn Staubkörner oder gar ein fieser Steinschlag wären an dieser Schönheit sowieso eine Todsünde. Zum Fahren zu schade.

Dafür widmete Mike der Optik unter der Haube um so mehr Aufmerksamkeit. Sämtliche Motorteile hat er selbst poliert und geschliffen. Viele Teile wie die Haubendämpfer wurden sogar vergoldet. Selbst die Schrauben glänzen im Edelmetall. Zudem stören keine Kabel das Bild, sie sind alle unsichtbar verlegt worden. Ein Hingucker ist auch die wie ein Seil geflochtene Domstrebe von Schmied. Sie gibt es ganze zweimal auf der Welt. Die eine ist hier verbaut, die andere hat, na wer wohl? Tommy Scrawls natürlich!

Lenksäule in Chrom und Radhäuser in Leder

Innen hält das Interieur, was die schmucke Außenhülle verspricht. 3,5 Kühe mußten dran glauben, um das edle Montana-Leder in Hellgrau herzustellen. Silberne Nähte knüpfen innen an die äußeren Pinstripes an. Bis in die letzte Ritze haben Mike und Tommy Hand angelegt.

Nun kennen wir den wahren Grund, warum man diesen BMW lieber nicht bewegt. Neben der Gefahr von Beschädigung am Lack kann das gleiche auch den Augen passieren. Man wird von der verchromten Lenksäule, der polierten Lenkradnabe und den vergoldeten Lüftungsschächten fast schon geblendet. Nein, dieses Kunststück muß man nicht fahren, man möchte es den ganzen Tag nur anschauen.

Mike hat im Winter noch mehr vor. Nichts besonderes, nur Radhäuser in Leder und GFK-Sitzschalen sowie Türverkleidungen in Tommys Airbrushstil. Wir finden, die beiden sollten eine kleine Sonderserie auflegen ……

Autor: Frank Wiesmann

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