BMW 323i von Florian Küffner

BMW 323i von Florian Küffner BMW 323i von Florian Küffner

BMW 323i von Florian Küffner

— 01.10.2004

Extravagantes Mosaik

Mit dieser Performance ist der BMW von Florian Küffner am Puls der Zeit. Der Seidel-Breitbau mit 3teiligen MDM-Rädern wurde in eine effektvolle Bicolor-Lackierung getaucht.

Glasfasermatten und Schleifarbeit

Welchen Einfluß hat eine auffallende Lackierung? Diese Frage kann jeder für sich mit der Gegenfrage beantworten: Wie würde dieser BMW E46 in dunkler Serienlackierung wirken? Bei der Firma Markuzzi in Bad Staffelstein sind spektakuläre Lackierungen auf Kundenwunsch fast an der Tagesordnung. Florian, gelernter Fleischer und ein langjähriger Kunde mit Ford-Vorgeschichte, nutzte eine günstige Gelegenheit zum Umstieg in den BMW-Pilotensitz. Jedes seiner Autos bewegte sich jenseits der Serie, und mit dem BMW nahm er sich etwas ganz Besonderes vor. Bereits zwei Wochen nach dem Kauf erfolgte die ein oder andere Tuningmaßnahme.

Zu den ersten Schritten zählt die rote Effektlackierung. An der oberen Hälfte des BMW ist sie noch zu sehen, später wurde das auffällige Grün ergänzt. Von Januar bis Juni 2004 stand die Limousine in Markuzzis Werkstatt. Schließlich ist ein kompletter Umbau nicht von heute auf morgen erledigt. Abgesehen vom Motorraum wurde das Auto total abgespeckt. Das Hauptaugenmerk legte Florian auf zeitgemäßen Breitbau, wobei er auf den Bausatz von Seidel-Tuning zurückgriff. Die Einzelteile auspacken und montieren? Schön wäre es, aber zum perfekten Sitz sind einige Vorarbeiten nötig.

Zunächst müssen die Radlaufkanten abgetrennt werden, um die Verbreiterungen aus GFK zu fixieren. Zum Ausschneiden der Seitenteile nahm Florian unter dem prüfenden Blick des Karosseriebaumeisters Markuzzi Senior das Werkzeug selbst in die Hand. "Die Paßform der GFK-Radläufe ließ stark zu wünschen übrig", erinnert er sich. Mit Glasfasermatten und zeitraubender Schleifarbeit wurden die Konturen und Rundungen perfektioniert. Auch die Cupwings an den auslaufenden Seitenschwellern wurden nachträglich angebracht. Höchste Sorgfalt legte man auf die Übergänge von den Radläufen zu den Schürzen und Seitenschwellern, um Spaltmaße so gering wie möglich zu halten.

Lüftungsschlitze im Rennsportdesign

Nicht minder aufwendig gestaltete sich die Bearbeitung der Motorhaube, in die Markuzzi Senior Lüftungsschlitze im Rennsportdesign einfräste. Auch das serienmäßige Lüftungsgitter in den Kotflügeln wurde von ihm geschlossen und durch Gitter des BMW M3 ersetzt. Auch die Heckansicht ist spektakulär. Der links-rechts verlegte Doppelpack aus Edelstahl macht die Symmetrie der Heckpartie perfekt, die von einem Kerscher-Flügel gekrönt wird. Einzig die Paßgenauigkeit der Japan-Rückleuchten läßt sehr zu wünschen übrig, da deren Halterungen nicht mit denen des BMW harmonieren. Ein genauer Blick auf die Leuchten verdeutlicht, daß der äußere Spalt nicht hundertprozentig gleichmäßig verläuft.

Wie gesagt, extravagante Lackierungen sind eine Spezialität des Bad Staffelsteiner Lackierbetriebs und Tuners. Bei diesem BMW griff man bei Markuzzi auf Basislasuren des niederbayerischen Farbenherstellers Mipa zurück, die mit einer Geheimrezeptur neu abgemischt wurden. Die Lasur ist immer die gleiche, nur der Untergrund verschieden. Für Grün wurde schwarzer Untergrund verwendet. Rot bleibt Rot, wobei die Mipa-Lasur in drei Durchgängen lackiert wurde. Die erste Deckschicht Klarlack wurde geschliffen, anschließend folgten zwecks Versiegelung weitere drei Schichten Klares.

Modifikationen an der Luftzufuhr und am Abgassystem des 2,5-Liter-Motors setzen an diesem Auto ungefähr 210 PS frei, die im nichtöffentlichen Verkehr auch noch gesteigert werden können. Im doppelten Boden des Kofferraums befindet sich eine NOS-Flasche, deren Anschlüsse zwar gelegt wurden, jedoch nur zu besonderen Anlässen aktiviert werden.

Technische Daten und Facts

Daß der Pilot die Geschwindigkeit auf einem Plasmatachometer verfolgen kann, ist eine weitere Spezialität des Hauses. Die guten Kontakte von Markuzzis Firma TM Motorsport in die Porsche-Szene ermöglichten mit Hilfe des Porsche-Zentrums Bayreuth rot-schwarz gelederte Sitze. Die Blenden der Peripherie rund um den Fahrer erstrahlen im gleichen Rot wie die Oberseite des Fahrzeugs. 19-Zoll-MDM-Räder und KW-Gewindefahrwerk hätten bei manch anderem Auto den meisten Beifall erhalten. Bei all den Spezialitäten dieses BMW sind selbst die hochwertigen Dreiteiler des Typs MDM1 in 9x19 und 11,5 x19 Zoll nur Teilchen eines extravaganten Mosaiks.

Autor: Michael Kolb

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