BMW 328 Hommage: Vorstellung — 20.05.2011

Comeback des Kult-Roadsters

Vor 75 Jahren schickte BMW den 328 auf die Straße. Ultraleicht, ultraschnell und ultraerfolgreich. 2011 feiert der Roadster auf dem Concorso d’Eleganza Villa d'Este am Comer See sein Comeback – als BMW 328 Hommage.

Als die Konstrukteure Fritz Fiedler und Rudolf Schleicher vor 75 Jahren den BMW 328 entwickelten, befassten sie sich ausgiebig mit Leichtbau, einer aerodynamischen Linienführung sowie moderner Fahrwerkstechnik und legten damit den Grundstein für einen der besten und erfolgreichsten Sportwagen der 30er-Jahre. Das BMW 328 Touring Coupé hält bis heute den Durchschnitts-Geschwindigkeitsrekord der legendären Mille Miglia. 780 Kilo brachte der 328 auf die Waage, weil seine Entwickler ohne Rücksicht auf Kosten extrem leichte Materialien wie Aluminium und Magnesium verbauten.

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Gelochte Alufelgen und eine zentrale Flügelmutter: Es sind die feinen Details, die den 328 Hommage mit dem BMW 328 von 1936 verbinden.

75 Jahre später blicken die Münchner auf den spektakulären Roadster von 1936 – mit dem Konzeptfahrzeug BMW 328 Hommage, das im Rahmen des Concorso d’Eleganza Villa d'Este am Comer See seine Weltpremiere feierte. Wie beim Ur-Roadster, dreht sich auch beim 328er der Neuzeit alles um das Thema Leichtbau. Statt Aluminium und Magnesium setzen die BMW-Entwickler heute allerdings auf kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK), die bei deutlich geringerem Gewicht viel stabiler sind. Einzige Parallele zur Arbeit von Fritz Fiedler und Rudolf Schleicher: Die Verarbeitung von Carbon ist ebenso teuer wie die experimentellen Leichtbau-Materialien der 30er Jahre.

Villa d'Este 2008: BMW M1 Hommage Car

Moderne Welt: Zwei Zusatz-Instrumente in iPhone-Größe dienen zur Darstellung aller Informationen.

Flach kauert der Zweisitzer auf der Straße, lediglich eine taillierte Mini-Frontscheibe schützt Fahrer und Beifahrer vor Fahrtwind und Witterung. Echte Türen gibt es nicht. Tief eingeschnittene Einstiegsbereiche müssen reichen. Die Front des BMW 328 Hommage prägen zahlreiche Lüftungsöffnungen, die den Dreiliter-Reihensechszylinder hinter der farbig abgesetzten BMW-Niere mit ausreichen Frischluft versorgen sollen. Thema Sechszylinder: dessen Leistung mag man bei BMW ebenso wenig kommentieren, wie das Gewicht des Flachmanns. Ein deutlich dreistelliger Wert nach dem Vorbild des Ur-328 sollte aber realistisch sein.

Restauriert: BMW 328 Kamm-Coupé

Beim Design erinnern auf den ersten Blick nur wenig an den klassischen 328. Die passenden Parallelen finden sich im Detail. Auf der Motorhaube, zum Beispiel. Dort spannen sich vier Lederriemen über den ausladenden Carbon-Vorbau. Moderne Schnellverschlüsse halten neue und alte Welt zusammen. Rundscheinwerfer, Leichtmetallfelgen und Flügelmuttern des BMW 328 Hommage sind ebenfalls vom Original entliehen. Im Cockpit geht’s spartanisch zu. Braunes Leder und Alu-Zierrat schlagen Brücken in die Rennsport-Historie. Wie beim 328er dominiert ein großer Drehzahlmesser die Instrumentierung. Gänzlich ohne historische Wurzeln müssen die beiden Zusatz-Instrumente in iPhone-Größe auskommen, die im BMW 328 Hommage die restlichen Fahrzeugdaten anzeigen. Willkommen in der Gegenwart.

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Kommentare zum Artikel (26)

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MDriver
24.05.2011, 17:45Uhr

Man muss es als das verstehen was es ist. Eine interpretation des legendären 328. Nicht mehr und nicht weniger. Da muss das Design nicht massentauglich sein. Ich finds schön bis auf die Front. Die hat tatsächlich etwas von einem Nagetier, insbesonder die Scheinwerfer sind unschön.

bmwcult
24.05.2011, 11:42Uhr

Also wenn nicht BMW mit dem Projekt i Millionen in die Entwicklung von E-Autos steckt wer dann? VW etwa,die als erstes den Auftrag hätten ein bezahlbares E Auto zu bauen. Das natürlich kulturlose Audifahrer das Design in Anlehnung an den 328 nicht verstehen ist klar,fehlen wahrscheinlich die wilden LED Lichterketten! Ein Studie darf ruhig etwas provozierend, überspitzt sein...aber was versucht man das Leuten zu erklären die Golf,A3,Octavia und Co schön finden. BMW sollte so etwas mit dem neuen 2Liter Turbo und Leichtbau auf den Markt bringen,mehr Sport als Luxus fehlt BMW zur Zeit!

Manfred Gall
24.05.2011, 08:20Uhr

Steckt die Millionen lieber in ein bezahlbares Elektroauto als in irgendwelche Hommages, die kein Mensch braucht!

seb
24.05.2011, 05:15Uhr

gefällt mir sehr gut, nur sieht die front (frontal betrachtet) ein wenig wie ein nagetier aus ;)
(a- und b-höhrnchen)

Rihido
23.05.2011, 21:35Uhr

Sieht eher wie ein Alfa Junior aus.

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