BMW 3er Facelift (IAA 2015) Test: Fahrbericht

BMW 3er Facelift/LCI (IAA 2015): Fahrbericht

— 17.07.2015

Erste Fahrt im aufgefrischten 3er

Optisch zurückhaltend, technisch überzeugend: Das Facelift des BMW 3er bringt neben einer neuen Fahrwerksabstimmung auch 20 Extra-PS. Fahrbericht!

BMW würzt den 3er nach – die Kosmetik ist allerdings kaum zu sehen. Aber spürbar, weil sich der 3er mit neuen Materialien im Cockpit endlich so teuer anfasst, wie er nun mal ist. Außen lassen nur LED-Rückleuchten und Scheinwerfer-Details das Facelift erkennen.
Alles auf einen Blick: BMW 3er

Passend zur neuen, sportlicheren Ausrichtung trat der 340i trat als Sportline an, bei dem 18-Zoll-Räder und Sportsitze schon serienmäßig sind. Die Polster gehören zum Besten, was in dieser Klasse zu bekommen ist: sehr schöner Seitenhalt, ausziehbare Schenkelauflage und optimales Einstellen für wirklich jede Figur. Die 20 PS Zuwachs des neuen 340i (jetzt 326 PS stark) wird man eher auf der Rennstrecke erfahren. Bekam die Lenkung nun wirklich das direktere Ansprechen? Das spürt man wahrscheinlich am besten im direkten Vergleich mit dem Vorgänger.

Tatsächlich fühlt der 3er sich an, als hätte BMW die entscheidenden Stellschrauben einen Tick weitergedreht: Der neue Reihensechser (Werkscode B 58) gehört zur neuen Familie der Einheits-Hubräume von 500 Kubik je Zylinder. Ein hellwacher Sportler, der gefühlt schneller sein kleines Turbobloch überspringt und dann mit dem typisch trompetenden Sound losjagt, den kein anderer Sechszylinder so bietet – erst recht nicht über 4000. Der neue B58 dreht zudem bis knapp 7000 Touren, und legt damit für eine Sportlimousine jene Drehzahl-Etage oben drauf, die einem Mercedes oder Audi weiter fehlt.

Die Stars der IAA 2015

Video: BMW 3er Facelift (2015)

Erste Fahrt im 3er Facelift

Das Fahrwerk profitiert von einer neuen Dämpfer-Generation, die dank optimierter Durchfluss-Ventile schneller anspricht, dadurch den ersten Abrollkomfort verbessert und es den Technikern gestattet, die restliche Aufhängung (Lager und Buchsen) steifer auszulegen. Dies bindet die Karosserie mit weniger Spiel ans Fahrwerk, was sich wiederum sportlicher anfühlt als bisher. Wohlgemerkt, alles bezogen auf die Sportline. Wie sich der 3er gegenüber C-Klasse oder dem neuen A4 beweisen kann, müssen wir später im direkten Vergleich klären. Für so viel Feinschliff verlangt BMW eine Menge Geld: Der 340i, allerdings 20 PS stärker als der bisherige 335i, kostet 1500 Euro mehr: ab 50.700 Euro im neuen Basismodell "Advantage". Den wichtigsten neuen Motor, den ersten Dreizylinder-Turbo im 318i, fahren wir erst im September. Die Preise aller Versionen steigen um 500 bis 1500 Euro, starten nun bei 30.200 Euro.

Autor: Joachim Staat

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