Das ist der neue BMW 3er

BMW 3er Touring Illustration BMW 3er Erlkönig BMW 3er Erlkönig

BMW 3er G20 (2018): Erlkönig und erste Infos

— 17.06.2016

So schick wird der neue 3er

BMW traut sich wieder was! Der neue 3er wird optisch ein Neuanfang – und bedient sich technisch beim 5er in der Oberklasse. AUTO BILD hat alle Infos!

BMW wagt beim nächsten 3er einen radikalen Schritt, oder besser gesagt: Schnitt. Optisch müssen sich die Bayern aus einer gestalterischen Sackgasse befreien, denn egal ob Mittel-, Ober- oder Luxusklasse – die heutigen BMW sind gelungen gezeichnet, unterscheiden sich aber viel zu wenig voneinander und wirken recht konservativ. Mutig, ausgerechnet mit dem 3er zu beginnen. Ist doch nahezu jeder vierte verkaufte BMW ein Mittelklassemodell. Mit anderen Worten: Der wirtschaftliche Erfolg in München hängt maßgeblich vom 3er ab. Und so hat das Team um den neuen Designchef Adrian van Hooydonk die Aufgabe, das Design spürbar zu entstauben – trotzdem muss es mehrheitsfähig bleiben.
Erste Infos zum neuen BMW 3er GT (2016)
Alles auf einen Blick: BMW 3er

Neues BMW-Design: progressiv statt evolutionär

Video: BMW 3er (2018)

So kommt der neue 3er

Der neue 7er hat den BMW-Bossen die Augen geöffnet. Tolles Auto, überragende Fahreigenschaften – aber der Wagen sieht nicht so neu aus, wie er wirklich ist. Der nächste 3er muss sich daher vom Vorgänger deutlicher unterscheiden. Dabei spielt BMWs Designteam eine strategische Entscheidung in die Hände: Anders als beim aktuellen Modell wird der neue 3er nicht gemeinsam mit dem 1er entwickelt, sondern mit dem größeren 5er. Daher kann Chef-Designer van Hooydonk auf klassische Proportionen inklusive Hinterradantrieb setzen.
So kommt der neue 5er

Cockpit: Ein Hauch i8 im 3er

Bei der Gestaltung des Cockpits geht BMW weniger mutig vor, allerdings werden wir einige Designelemente aus dem i8 Spyder wiederfinden, den die Münchner als Studie auf der CES in Las Vegas Anfang 2016 gezeigt haben. Vor allem werden neue und größere Bildschirme im 3er Einzug halten: Instrumente, Head-up-Display und Zentralmonitor werden zusammengefasst zu einer ergonomisch stimmigen Anzeige, die selbstständig Prioritäten setzt und entsprechende Informationen ins Sichtfeld rückt. Die Eingabe erfolgt über Touch-, Zoom- und Wischbefehle, später auch über Annährungssensoren, Gesten- und Blicksteuerung. Eine dialogfähige Sprachsteuerung macht den bekannten Dreh-Drück-Steller überflüssig.

Probesitzen im BMW der Zukunft

Position: In welcher Klasse fährt der Neue?

Fast ein Shooting Brake: Der 3er Touring setzte schon immer auf sportliches Design.

In der Praxis ist die Einordnung der G20-Familie kompliziert. Dies sind die wichtigsten Einflussfaktoren: Der nächste 1er wechselt vom Hinterrad- zum Vorderradantrieb und gibt damit einen wichtigen Markenwert auf. Der 2er bleibt beim Hinterradantrieb, rückt mit dem 2er Gran Coupé allerdings ziemlich dicht an den 3er. • Der 3er GT wird von Gran Coupés auf 2er- und 4er-Basis attackiert. • Der M2 macht sich dort breit, wo vor zehn Jahren noch der M3 zu Hause war. Also muss dessen Nachfolger nach oben rücken. Ein schickes M4 Gran Coupé ist unter Umständen sinnvoller als ein bodenständiger M3. • Der Touring wird uns zwar erhalten bleiben, doch seine biologische Uhr tickt immer lauter: Die Nachfrage beschränkt sich auf Europa, und der Active/Family Tourer ist die klar günstigere Alternative für Kunden mit Platzbedarf.

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BMW 5er Illustration BMW 2er Gran Coupé Illustration BMW 3er Illustration

Technik: Tücken der Architektur

Der 3er teilt sich seine neue Basis mit dem nächsten 5er. Die CLAR ("Cluster Architecture") genannte Plattform bringt für den 3er ein technisches Upgrade mit: hohe Flexibilität, verbesserte Steifigkeit und vor allem niedrigeres Gewicht. Trotz des Verzichts auf Carbon im Karosserierohbau soll der 3er knapp 80 Kilo leichter werden. Das hat Auswirkungen auf den Verbrauch und das Handling. Die Ingenieure schwärmen schon heute von den agilen Fahreigenschaften des neuen 3er – und die neue Sportlichkeit soll nicht mal zu Lasten des Komforts gehen. Das liegt an der neuen Fahrwerkstechnik: BMW plant eine Hinterachslenkung, aktive Stabis und eine neue Bremsengeneration. Zu den Innovationen zählt zudem eine skalierbare Lichttechnik, in der Top-Variante vorn mit Laser und hinten mit OLED.

Die Zukunft bei BMW heißt CLAR

Basiert ebenfalls auf der CLAR-Plattform: Der kommende X5 (2019).

Die neu entwickelte Plattform muss über die Laufzeit vier verschiedene Antriebskonzepte bedienen: Benzin/Diesel, Hybrid HEV, Elektro BEV und Brennstoffzelle FCEV. Um diese Komplexität in den Griff zu bekommen, entwickelt BMW für die Fahrzeuge mit alternativer Motorisierung ein neues, zwischen den Achsen untergebrachtes Mittelstück: das sogenannte Flachspeicher-Modul. Einen ähnlichen Weg gehen auch Audi, Mercedes und Porsche. Der Flachspeicher-Pionier heißt jedoch Tesla, wo man schon 2003 erkannt hat, dass Batterien am besten tief und platzsparend liegen.

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Mercedes CLA Illustration Golf VIII Facelift Illustration Audi A3 Sportcoupé Illustration

Antrieb: Vom E-Hybrid bis zum M3 

Spannend wird das Thema Antriebspalette. Klar ist: Der Trend zu kleineren Motoren ist ungebrochen. So erhält der neue 3er die bekannten Drei-, Vier- und Sechszylinder. Den Reihensechser wird es allerdings nur noch mit 280 und mehr PS geben. Dass der rund 500 PS starke M3 im Angebot bleibt, ist Ehrensache. Zum Serienstart des 3er im Sommer 2018 kommen unter anderem der elektrisch angetriebene Verdichter (Instant-Drehmoment), leistungsfähigere 48-V-Systeme und ein weiterentwickeltes Rekuperationskonzept, das 20 kW und mehr rückführen kann.

Außerdem erweitert BMW das Angebot elektrifizierter Antriebe. Als "i Performance"-Modell wird es einen Plug-in-Hybrid mit mehr elektrischer Power als im aktuellen 330e geben. Und sogar über einen Gegner des Tesla Model 3 macht sich BMW Gedanken und plant einen 3er eDrive Sport mit 90 Kilowattstunden-Akku und einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Ab 2025 ist sogar ein Brennstoffzellen-Version denkbar.

Connectivity: Kampf um Bits

Auch die Assistenzsysteme werden verfeinert und weiter ausgebaut. Der Stauassistent funktioniert im neuen 3er zunächst bis Tempo 60, Spurwechsel werden auf Befehl oder vollautomatisch eingeleitet, der Fahrer darf unter bestimmten Voraussetzungen sogar für kurze Zeit den Blick von der Straße nehmen. Die erweiterte Einparkautomatik kann im Auto oder per Fernbedienung wie beim neuen 7er von außen gestartet werden. Ganz wichtig: Die meisten Systeme lassen sich updaten und sind rückmeldefähig. Das heißt: Sie können untereinander und mit dem Datenspeicher in der Cloud kommunizieren.

Das ist der neue BMW 3er

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Lesen Sie auch: Neuer 3er mit 7er-Genen

Gebrauchten BMW 3er ab 16.000 kaufen

Eine sichere Bank: Der aktuelle 3er leistet sich in Sachen Zuverlässigkeit keine Schwäche. 

Sie spielen mit dem Gedanken, sich einen gebrauchten BMW 3er zu kaufen? Die Preise für Vor-Faceliftmodelle (vor Mai 2015) beginnen bei rund 16.000 Euro. Dafür gibt es den 316d mit 116 PS wahlweise als Kombi oder Limousine. Mehr Dampf bietet der insbesondere bei Vertretern beliebte 320d mit 163 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von fast 230 km/h. Das Topmodell bei den Selbstzündern ist der 335d (313 PS), der ab 32.000 Euro zu haben ist. Sie wollen lieber einen Benziner? Los geht es für gepflegte Exemplare ab rund 17.000 Euro (316i) mit immerhin 136 PS. Im Mittelfeld rangiert der 320i (184 PS), für den 20.000 Euro eingeplant werden müssen. Understatement unterhalb des M3 bietet der 340i mit 326 PS, für das Topmodell werden 50.000 Euro fällig. Der BMW 3er (F30) gehört beim TÜV zu den unauffälligen Kandidaten. Lediglich frühe F30 wurden bei uns wegen Problemen an der Lenkhilfe und des Bremsservos in die Werkstätten zurückgerufen. 
Alle auf einen Blick: Gebrauchte BMW 3er

Autoren: Georg Kacher, Michael Gebhardt,

Stichworte:

Kombi Limousine

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