BMW Zukunft: Neuheiten bis 2022

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BMW 3er G20 (2018): Erlkönig und erste Infos

— 21.01.2016

Hier fährt der neue 3er BMW

2018 erscheint die nächste Generation des 3er BMW – mit so viel Hightech wie nie zuvor. Hier sind alle Infos zur Technik und erste Erlkönig-Bilder!

Video: BMW 3er (2018)

Nachfolger des Bestsellers

Den AUTO BILD-Erlkönigjägern ist der neue BMW 3er ins Netz gegangen. Derzeit machen die Entwickler den kommenden Mittelkässler bei eisigen Temperaturen fit. Gerade diese harten Tests sind auf dem Weg zur Serienreife wichtig, denn der 3er ist BMWs Topseller und darf sich keinerlei Schwächen leisten. Im Premiumsegment gehört er zu den Brot-und-Butter-Autos wie Audi A4 und Mercedes C-Klasse. Fast jeder vierte verkaufte BMW (24 Prozent) gehört zur 3er-Familie. Die neue Generation mit dem Code G20 geht 2018 an den Start. Wir enthüllen die wichtigsten Entscheidungspfade.
Erste Infos zum neuen BMW 3er GT (2016)
Alles auf einen Blick: BMW 3er

Design: Progressiv statt Evolutionär

Noch sind die Heckleuchten aufgepappte Provisiorien. In der Serie werden sie ihre typische L-Form aber wohl behalten.

Der neue 7er hat den BMW-Bossen die Augen geöffnet. Tolles Auto, überragende Fahreigenschaften – aber der Wagen sieht nicht so neu aus, wie er wirklich ist. Der nächste 3er muss sich daher vom Vorgänger sehr deutlich unterscheiden. Das gilt nicht nur für den Innenraum, der unter dem früheren BMW-Boss Norbert Reithofer im Vergleich zur Konkurrenz immer mehr entfeinert wurde. Handlungsbedarf besteht auch bei Proportionen und dem betulichen Verhältnis zwischen Greenhouse (also der Passagierkanzel) und Wagenkörper, das an den Ur-3er aus den 80er-Jahren erinnert. Das Nachbessern in Sachen Cockpit und Interieur ist zwar teuer, aber kein Hexenwerk; bei der Gestaltung orientiert sich BMW am neuen 7er. Heißt: volle Vernetzung und Gestensteuerung zumindest gegen Aufpreis. Doch das neue Qualitätsverständnis sollte sich auch im Blech widerspiegeln. Wie man das macht, demonstriert Audi schon seit Jahren in Form von engen Fugen, haarscharfen Kanten und anspruchsvollen Radien.

Immerhin spielt BWMs Designteam eine strategische Entscheidung zur Plattform in die Hände. Denn anders als beim aktuellen Modell wird der 3er nicht gemeinsam mit dem 1er entwickelt, der künftig auf der Frontantriebsplattform von Mini basiert, sondern mit dem größeren 5er. Daher kann Chef-Designer van Hooydonk auf klassische Proportionen inklusive Hinterradantrieb setzen – wie die ersten Erlkönige beweisen.

Position: Ganz neu oder verwandt?

So spacig kann ein BMW aussehen. Mit dem neuen 3er kommt die neue progressive Designlinie.

Der alte 3er geht, der neue 3er kommt? Gleiches Segment, gleiche Preisklasse, gleiche Zielgruppe? In der Praxis ist die Einordnung der G20-Familie jedoch deutlich komplizierter. Dies sind die wichtigsten Einflussfaktoren: Der nächste 1er wechselt vom Hinterrad- zum Vorderradantrieb und gibt damit einen wichtigen Markenwert auf. Der 2er bleibt beim Hinterradantrieb, rückt mit dem 2er Gran Coupé allerdings ziemlich dicht an den 3er. • Der 3er GT wird von Gran Coupés auf 2er- und 4er-Basis attackiert. • Der M2 macht sich dort breit, wo vor zehn Jahren noch der M3 zu Hause war. Also muss dessen Nachfolger nach oben rücken. Ein schickes M4 Gran Coupé ist unter Umständen sinnvoller als ein bodenständiger M3. 

Der Touring wird uns zwar erhalten bleiben, doch seine biologische Uhr tickt immer lauter, denn die Nachfrage beschränkt sich auf Europa, und der Active/Family Tourer ist die klar günstigere Alternative für Kunden mit großem Platzbedarf.

Technik: Tücken der Architektur

Der 3er kommt wie gehabt mit Stufenheck – und mit OLED-Technik für die Rückleuchten.

Der modulare Heckantriebs-Baukasten, der mit dem neuen 7er eingeführt wurde, heißt bei BMW "CLAR". Das Modul bietet hohe Flexibilität, Multi-Material-Fähigkeit, verbesserte Steifigkeit und vor allem niedrigeres Gewicht. Trotz des Verzichts auf Carbon im Karosserierohbau soll der 3er knapp 100 Kilogramm leichter werden. Bringt nicht nur was für den Verbrauch, sondern auch für das Handling. Die Ingenieure schwärmen schon heute von den agilen Fahreigenschaften des neuen 3er – und die neue Sportlichkeit soll nicht mal zu Lasten des Komforts gehen. Das liegt aber auch an neuer Fahrwerkstechnik, BMW will eine Hinterachslenkung, aktive Stabis und eine neue Bremsengeneration spendieren. Ebenfalls geplant sind: innovative skalierbare Lichttechnik, in der Top-Variante vorn mit Laser und hinten mit OLED.

CLAR muss über die Laufzeit außerdem vier verschiedene Antriebskonzepte bedienen: Benzin/Diesel, Hybrid HEV, Elektro BEV, Brennstoffzelle FCEV. Um diese Komplexität in den Griff zu bekommen, entwickelt BMW für Fahrzeuge mit alternativer Motorisierung ein neues, zwischen den Achsen untergebrachtes Mittelstück: das sogenannte Flachspeicher-Modul. Kommt einem bekannt vor, denn einen ähnlichen Weg gehen auch Audi, Mercedes und Porsche. Der Flachspeicher-Pionier heißt jedoch Tesla, wo man schon 2003 erkannt hat, dass Batterien am besten tief und platzsparend liegen.

Antrieb: Von Hybrid bis Dreizylinder

BMW arbeitet an der Modernisierung seines heutigen Motorenbaukastens. Zum Serienanlauf des 3ers im Sommer 2018 kommen unter anderem der elektrisch angetriebene Verdichter (Instant-Drehmoment), leistungsfähigere 48-V-Systeme und ein weiterentwickeltes Rekuperationskonzept, das 20 kW und mehr rückführen kann. Elektrisches oder teilelektrisches Fahren folgt in vier Schritten: 

- als Plug-in-Hybrid mit Vierzylinder-Benziner, aber deutlich mehr E-Power als im aktuellen 330e.
- als eDrive Sport mit mehr Batterieleistung (circa 90 kWh), größerer Reichweite und kürzerer Ladezeit.
- ab 2020 als E-Antrieb BEV mit ähnlicher Technik wie der dann in China gebaute lange Elektro-5er.
- ab 2025 in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen vermutlich auch als Brennstoffzelle. 

Aber es geht auch bodenständiger, die bekannten Drei-, Vier- und Sechszylinder mit bis zu 500 PS im M3 werden weiterhin angeboten.

Connectivity: Kampf um Bits

Der neue 3er beherrscht den nächsten Schritt der Digitalisierung. Instrumente, Head-up-Display und Zentralmonitor werden zusammengefasst zu einem ergonomisch stimmigen Anzeigenverbund, der selbstständig Prioritäten setzt und entsprechende Informationen ins Sichtfeld rückt. Die Eingabe erfolgt verstärkt über Touch-, Zoom- und Wischbefehle, später aber auch über Annährungssensoren, Gestensteuerung und Blicksteuerung. Eine dialogfähige Sprachsteuerung macht den bekannten Dreh-Drück-Steller langfristig überflüssig. Auch die Assistenzsysteme werden verfeinert und weiter ausgebaut. Der Stauassistent funktioniert im G20 zunächst bis Tempo 60, Spurwechsel werden auf Befehl oder vollautomatisch eingeleitet, der Fahrer darf unter bestimmten Voraussetzungen sogar für kurze Zeit den Blick von der Straße nehmen. Die erweiterte Einparkautomatik kann im Auto oder per Fernsteuerung von außen gestartet werden. Ganz wichtig: Die meisten Systeme lassen sich updaten und sind rückmeldefähig, das heißt, sie können miteinander und mit dem Datenspeicher in der Cloud kommunizieren.

Alle neuen BMW bis 2022

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Autoren: Georg Kacher, Michael Gebhardt

Stichworte:

Kombi Limousine

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