BMW 442: Vorschau — 03.08.2010
Saubere Supersportler von BMW
BMW lässt seine Vision von EfficientDynamics Wirklichkeit werden. 2013 startet ein neuer grüner Supersportwagen. Sogar eine 450 PS starke M-Variante mit innovativer Elektro-Unterstützung ist in Planung.
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Wie sich das rechnet? Ganz einfach: Der Wagen mit der Projektnummer 442 ist Teil der Project-i-Familie. Nicht nur marketingmäßig, sondern auch genetisch, also in Bezug auf Architektur, Material, Antrieb. Das erklärt zumindest teilweise, warum sich die Project-i-Strategen in einer ziemlich späten Phase vom Frontantrieb abgewandt und doch noch für den Heckmotor entschieden haben. Sie lesen richtig: Heckmotor, nicht Mittelmotor. Das schafft Platz für etwas, was SLS und R8 nicht bieten. Nämlich zwei zusätzliche Sitze im Fond – nicht üppig, aber nutzbar. Und relativ bequem zugänglich, denn die noch namenlose Serienversion des EfficientDynamics Coupés – nennen wir sie i100 und M100 – übernimmt vom Showcar die effektvollen und praktischen Flügeltüren.Vorschau: Project i – BMW erfindet den Kleinwagen neu
Wie die anderen Project-i-Modelle besteht auch der 442 aus zwei horizontal miteinander verbundenen Elementen – dem als Drive Modul bezeichneten Chassis und der Life Modul genannten Karosserie aus Kohlefaser. Der Unterbau wird inklusive der Radaufhängung zu großen Teilen aus Aluminium hergestellt. Integriert sind Antrieb, Lenkung, Elektronikplattform, Energiespeicher (Tank, Batterie) und die beiden Schottwände. Warum der Hingucker nicht unter dem Markennamen BMW als Z8-Nachfolger auftritt? Die Erklärung dafür kommt direkt aus der Führungsetage am Petuelring: "Wir wollen mit 442 und dem Megacity Vehicle demonstrieren, dass der Project-i-Bogen sehr breit gespannt ist. Zwischen diesen zwei konstruktiv verwandten Extremlösungen ist noch viel Platz für weitere hoch effiziente Modellbausteine." Das Megacity Vehicle startet zwar als reines Elektromobil, doch schon im zweiten Schritt folgt eine Hybridvariante.Hat der dort verwendete Dreizylinder auch im 442 erste Priorität? "Gute Frage. Im Prinzip ja. Aber es gibt Stimmen, die fordern vor allem für Exportmärkte wie Amerika einen prestigeträchtigeren Vierzylinder." Bei dem komplett neu entwickelten Dreizylinder handelt es sich dem Vernehmen nach um einen aufgeladenen 1,5-Liter-Direkteinspritzer, der zwischen 165 und 185 PS leistet. Verblockt ist das Aggregat einerseits mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DKG) und andererseits mit zwei Elektromotoren, denen manche Quellen über 100 PS nachsagen. Dann könnten womöglich Normverbräuche um die drei Liter im Prospekt stehen. Die unvermeidlichen Lithium-Ionen-Akkus stecken in Bug und Mitteltunnel. Als Plug-in kann der i100 15 bis 50 Kilometer rein elektrisch fahren.
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Weil die Techniker vorgesorgt haben, passt sogar der neue 450 PS starke Reihensechszylinder des nächsten M3 unter die Carbonhülle. Verbunden mit dem DKG-Räderwerk dürfte der 3,0- Liter-Biturbo den Gegnern nicht nur am Nürburgring zu schaffen machen. Um den Umweltanspruch zu erfüllen, soll der Vorderwagen der M-Variante mit Supercaps bestückt werden, die als Speicher mit besonders hoher Energiedichte bekannt sind. Kleiner Wermutstropfen: Die natürlich inoffzielle Hochrechnung für den M100 ergibt Preise von gut 170.000 Euro. Da bleibt für normale Kunden tatsächlich nur die Simulation.
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Kommentare zum Artikel (158)
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Hallo! Ich bin Elektron!
Ich habe nicht nur ein 0-energiehaus, sonder ich erzeuge auch strom für die gesamte Nachbarschaft, indem ich auf ein Wasserrad pinkle, welches wiederum Strom erzeugt. Des weiteren Fahre ich einen Tesla, jedoch habe ich die Akkus ausgebaut und laufe wie Fred Feuerstein!
Ich verachte alle die bei Aldi oder Kik kaufen, weil ich Millionär bin....
Klar muss man solche "Fingerübungen" machen, weil was anderes geht eh nicht. Man versucht doch damit nur das Thema E-Mobilität in der Presse zu halten. Schnittiges Design, allerlei Schnick-Schnack und super saftige Preise. Da jubeln alle !
Wenn BMW einen brauchbaren 1er als Hybrid oder E-Auto vorstellen würde zu einem entsprechenden momentan realistischen Preis (50-60t €), dann würden sich alle die Augen reiben. Deßhalb nur solche Sportwagen zeigen (siehe Porsche, Audi,Mercedes), denn die sind eh für die meisten auch mit konventionellem Antrieb unereichbar !
@Elektra,
vom 10.08.2010 10:13Uhr:
Wie sang Reinhard Mey? "Du wohl Türke, nix bla bla. Neu in Alemannia?"
von einem kompakten mit besserer raumökonomie wie die des 1er und seriellem hybrid, um auch mal mehr als 100-120km fahren zu können, hätte der durchschnittsautofahrer und die umwelt sicherlich mehr als von solchen fingerübungen, die an der realität vorbei entwickelt werden...
Schon lustig, auf der IAA hieß es noch, dass die Studie nur das technisch Machbare zeigen soll, aber für eine Serienproduktion viel zu teuer ist. Jetzt soll das Ding mit entschärfter Karosserie nun doch kommen, und das sogar noch mit deutlich stärkeren Motoren. Hat man in München dem Imagefaktor schweineteurer Prestigeautos mit "alternativen" Antrieben erkannt? Wieder ein pseudo-ökologisches Spielzeug für die betuchte Kundschaft, die so ihr Umweltgewissen erleichtern möchte, denn mit Klimaschutz haben Autos mit Leistungsdaten im (Super)Sportwagenbereich absolut nichts zu tun!