BMW 4er Cabrio: Fahrbericht

BMW 4er Cabrio BMW 4er Cabrio BMW 4er Cabrio

BMW 4er Cabrio: Fahrbericht

— 20.01.2014

So fährt der offene 4er

Am 1. März 2014 startet das neue BMW 4er Cabrio in die Frischluftsaison. AUTO BILD hat den Klappdach-Bayern schon ausprobiert.

Noch ist es draußen zwar nass, grau und ungemütlich kalt. Doch BMW macht schon einmal Lust auf das Frühjahr und lässt deshalb so langsam das neue 4er Cabrio vom Stapel: Mindestens 46.300 Euro teuer, steht es ab 1. März 2014 bei den Händlern und soll vor allem dem Audi A5 Paroli bieten.
Erster Fahbericht: BMW M235i

Offen wird die Ladeluke zum schmalen Schlitz

Während die Herren der Ringe allerdings tapfer an ihrem Stoffdach festhalten, setzt BMW wie schon beim letzten offenen Dreier auf eine Blechmütze, die in einem schönen Schauspiel der Mechanik in den Kofferraum gefaltet wird. Dabei haben sie zum ersten Mal eine elegante und schlanke Linie hinbekommen. Solange das Auto offen ist, sieht es deshalb richtig gut aus und hat nichts von der breiten Behäbigkeit, die den Klappdach-Cabrios oft zu eigen ist. Und selbst mit geschlossenem Dach kann sich der 4er sehen lassen – auch wenn die Silhouette des Coupés unerreicht bleibt.

Bilder: BMW M4 (2014) Vorstellung

BMW M4 Coupé BMW M4 Coupé BMW M4 Coupé

Nur 220 Liter Gepäck passen bei offener Klappe hinein.

Den Preis für diese Eleganz zahlt man beim Kofferraum. Der ist zwar beim Generationswechsel ein wenig gewachsen und fasst nun 370 statt 350 Liter. Doch wenn sich in gut 20 Sekunden (neuerdings bis 18 km/h auch während der Fahrt) erst einmal das Dachpaket hineingefaltet hat, bleiben davon nur noch 220 Liter übrig. Und weil sich die Blechplatten so tief ducken, wird die Ladeluke zu einem schmalen Schlitz, durch den kaum mehr als eine Jacke passt. Damit man trotzdem eine Reisetasche einladen kann, haben die Bayern einen elektrischen Cargo-Lifter entwickelt: Er hebt das Verdecksandwich in zwei Stufen an, so dass man auch bei offenem Dach an sein Gepäck kommt – allerdings erst, wenn man vorher von Hand die schwere Kofferraumkappe geöffnet und danach die sperrige Trennwand nach hinten geklappt hat. Das Ganze ist genauso umständlich wie es klingt, und vor allem macht es weder einen besonders soliden noch einen wirklich ansehnlichen Eindruck, wenn man beim Technik-Ballett in die blanke Mechanik schaut.
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Doch sei's drum. Zwar betont Entwicklungsvorstand Herbert Diess, dass der Vierer ein Auto mit hoher Ganzjahres- und Alltagstauglichkeit sei. Aber in der Regel ist der Vierer dann eben doch nur ein Zweitwagen, so dass man die Einschränkungen beim Kofferraum halbwegs hinnehmen und sich stattdessen einfach am Fahren freuen kann.

Bilder: Fahrbericht BMW 4er Coupé

BMW 4er Coupé Frontansicht BMW 4er Coupé fahrend BMW 4er Coupé Seitenansicht

Lieber cruisen als rasen

Der Reihensechser wirkt, als ob er Kreide gefressen hätte.

Hinter dem angriffslustigen Grill montiert BMW zunächst drei Motoren. Zwar wird es später ein paar mehr Varianten, darunter auch ein M4-Cabrio mit 431 PS geben, doch fürs Erste markiert der 435i als einziger Sechszylinder die Spitze für die Frischluftfahrer. 306 PS und 400 Newtonmeter – das klingt nach einer steifen Briese und jeder Menge Fahrspaß. Und natürlich ist der Sechsender alles andere als ein Leisetreter, der mit einem Sprintwert von 5,6 Sekunden einen ordentlichen Sturm entfachen kann. Doch im Vergleich zum Vierer Coupé und erst recht zum M235i wirkt der Motor im Cabrio, als hätte er Kreide gefressen. Man lässt es deshalb wie von selbst ein bisschen ruhiger angehen, cruist eher als dass man rast und freut sich am satten Sound, der aus den zwei Endrohren rollt. Und wenn es sein muss, kann man ja immer noch in den Sport-Modus wechseln, den Sitz steiler stellen, ein wenig fester ins Lenkrad greifen und sich behände in die nächste Kurvenkombination werfen bis die Reifen quietschen und der Puls zu rasen beginnt. 

Daneben gibt es mit Heck- oder auf Wunsch auch mit Allradantrieb den 245 PS starken Vierzylinder im 428i und als Einstiegsmodell mit Knauserverbrauch den 420d. Sein Zweiliter-Diesel leistet 184 PS und ist im besten Fall im Mittel mit 4,8 Liter zufrieden.

Cabrio-Vergleich: Audi A5 gegen BMW 4er

Falls das Wetter trotzdem nicht mitspielt und der Winter doch ein bisschen länger dauert, hat BMW übrigens einen schönen Trost parat: Mit dem Generationswechsel wurde das Verdeck so überarbeitet, dass es jetzt noch besser vor Luft und Lärm schützt und man sich deshalb im geschlossenen Auto tatsächlich fühlt wie in einem Coupé. Und wer es partout nicht erwarten kann mit dem Open-Air-Genuss, dem heizt auf Wunsch künftig erstmals ein Nackenwärmer ein.

BMW 4er Cabrio: Fahrbericht

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Autor: Thomas Geiger

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Cabrio

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