BMW 5er und Fiat Doblò im Crashtest

BMW 5er, Fiat Doblò: Euro NCAP-Crashtest 2017

— 12.04.2017

(Fast) alles fein beim 5er

Der neue BMW 5er hat beim Euro NCAP-Crashtest souverän fünf Sterne geholt. Der Kasten Fiat Doblò muss sich mit dreien begnügen.

Fünf Sterne für den neuen 5er – eigentlich selbstverständlich, alles andere wäre eine Überraschung gewesen. In sämtlichen Testkapiteln schnitt der BMW bei Euro NCAP hervorragend ab, schaffte die erforderliche Punktzahl für die Topnote mit Leichtigkeit. Also nichts zu berichten? Ein paar Kleinigkeiten schon.

Video: BMW 5er Touring (Genf 2017)

BMWs neuer Oberklassen-Kombi

So entfaltete sich beim Frontalcrash der Knie-Airbag nicht schnell genug. Verletzungsspuren gab es am Dummy zwar keine, Punktabzüge aber trotzdem. BMW habe das fehlerhafte Entfalten des Airbags bei eigenen Tests noch nie beobachtet und halte es für eine einmalige "Anomalie", so Euro NCAP. Positiv heben die Experten den ungewöhnlich effektiven Notbremsassistenten hervor, der sämtliche Kollisionen (auch mit Fußgängern) bei niedrigen Geschwindigkeiten vermieden, bei höheren vermieden oder deutlich abgemildert hat. Die aktive Motorhaube funktioniert ebenfalls prima; dennoch drohen im Kollisionsfall durch die Gestaltung der Motorhaubenkante Verletzungen im Hüftbereich des Fußgängers. Davon abgesehen: nichts zu meckern.

In den hinteren Reihen ist's im Doblò gefährlich

Etwas anders sieht die Sache beim Fiat Doblò aus. Der praktische Kasten schaffte zwar beim Fußgänger- und Insassenschutz (Erwachsene) ganz respektable vier Sterne. Und dass er in puncto Assistenzsysteme gerade noch drei Sterne schaffte, darf eigentlich nicht verwundern: Der Doblò stammt im Prinzip aus dem Jahr 2010, beim Facelift 2015 wurde vor allem bei Verbrauch und Geräuschdämmung nachgebessert. Bedenklich ist allerdings, dass auch im Kapitel Kindersicherheit nur drei Sterne erlangt wurden.

Im Doblò sitzen Kinder und Erwachsene in den hinteren Reihen nicht sicher.

Das liegt zum einen am "schwachen" (Brust des "sechsjährigen" Dummy) bis "schlechten" (Nacken des "Zehnjährigen") Schutz beim Frontalcrash, zum anderen an den kaum adäquaten Befestigungsmöglichkeiten für Kindersitze. Bei verschiedenen Modellen (Isofix genauso wie Gurtsicherung) sieht der Euro NCAP hier zum Teil enorme Sicherheitsprobleme, von der Befestigung in der seit 2015 erhältlichen dritten Sitzreihe raten die Experten grundsätzlich dringend ab. Auch auf anderen Plätzen (in der Mitte der zweiten Reihe sowie auf dem Beifahrersitz) ist die Installation zumindest mit viel Vorsicht und Umsicht vorzunehmen, bei einigen Modellen gar gefährlich.



Nicht nur Kinder, auch Erwachsene sitzen in der zweiten und dritten Reihe laut Testergebnis nicht sicher. Demnach ist die Verletzungsgefahr im Oberkörper- und Nackenbereich hoch. Abzüge gab es auch dafür, dass der Gurtkraftbegrenzer nicht ausreichend eingriff. Weitere Minuspunkte kassierte der Doblò für den unzureichenden Druck im Fahrer-Airbag (der Kopf schlug auf das Lenkrad auf) und den fehlenden Notbremsassistenten. Weitere Details zu den Testergebnissen finden Sie in der Bildergalerie!

BMW 5er und Fiat Doblò im Crashtest

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