BMW 5er gegen A6, C6, XF und E-Klasse — 25.03.2010

Traumstart für den neuen BMW 5er

Der neue BMW 5er platzt selbstbewusst in die Vorstandsetage. Ob er den begehrten Chefsessel verdient hat, klärt der erste Vergleich nach Punkten – mit Audi A6, Citroën C6, Jaguar XF und Mercedes E-Klasse.

Führungskräfte-Treffen sind wie eine Gruppentherapie beim Psychologen. Sie offenbaren schonungslos die wahren Charaktere der Anwesenden. Deklariert als Standortbestimmung oder Weiterbildung, geht es meist um etwas ganz anderes: Karriere! Wer spielt sich nach vorn? Wer entpuppt sich als Aufschneider? Und wer glänzt als kompetente Autorität? Typen, die patzen, verderben sich jede Aufstiegschance. Nur mit souveränem Auftritt empfiehlt man sich als Chef. Ellbogen raus und durch. Rambo-Mentalitäten beherrscht auch die automobile Oberklasse, in der es jetzt wieder so weit ist: Auf der Tagesordnung steht Stühlerücken in der Vorstandsetage.

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Ein neuer Herausforderer für die Oberklasse: Kann der BMW 5er den Chefsessel erobern?

Ein neuer Herausforderer für die Oberklasse: Kann der BMW 5er den Chefsessel erobern?

Der neue BMW 5er ist da und beansprucht den Platz an der Spitze. Das kann den etablierten Größen nicht schmecken. Chefallüren und Prestige haben sie alle, doch nur einer kann Boss werden. Zeit also für ein Treffen von fünf forschen Führungskräften, die mit großem Engagement und individuellen Konzepten ihre Bewerbung abgeben. Ausgerüstet mit Dreiliter-Dieseln, gehören sie zum Besten, was moderne Selbstzündertechnik heute möglich macht. Als Lei(s)tungselite treffen die fünf edlen Sechszylinder-Limousinen den idealen Kompromiss zwischen Kraftprotz und Kostenkiller. Hier wollen wir die Herrschaften kurz persönlich vorstellen. Audi A6 3.0 TDI quattro: hochrespektierter Entscheidungsträger mit Durchsetzungsvermögen und serienmäßigem Allradantrieb. Keiner, der durchdreht, sondern einer, der sich stets bewährt und alles hat, was ein guter Chef braucht. Manko: schon länger unverändert im Amt.

Die Mercedes E-Klasse ist der härteste Gegner des neuen 5er BMW

Der Platzhirsch aus Stuttgart: Die Mercedes E-Klasse hat Repräsentations-Talent.

Der Platzhirsch aus Stuttgart: Die Mercedes E-Klasse hat Repräsentations-Talent.

BMW 530d:
der neue Star im Führungszirkel. Ein jugendlich-dynamischer Machertyp wie Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg – schneidig, fotogen und fühlt sich zu Höherem berufen. Kann er das Oberklasse-Establishment abhängen? Citroën C6 V6 HDi 240: Außenseiter mit Ambitionen. Motiviert durch optische Gesten, statt mit inhaltlichen Argumenten zu überzeugen. Franzose und Genießer, der sich charmante Nachlässigkeiten leistet. Doch mit seinem repräsentativen Auftritt könnte er es weit bringen. Jaguar XF 3.0 V6 Diesel: harter Sanierer aus England mit moderner Art, im Herzen aber Traditionalist. Etwas zu überheblich im Anspruch. Mercedes E 350 CDI: bewährte Persönlichkeit mit ausgeprägtem Repräsentations-Talent. Vielseitig, souverän, neigt zur herrischen Art, umstritten bei Nachwuchskräften. Will im Herbst 2010 mit 265 PS und 600 Nm nachlegen.

Welche der fünf Oberklasse-Limousinen den Vergleich für sich entscheiden kann, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.
Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

BMW hat ein faszinierendes Auto gebaut: Der 5er ist der neue Herr in der Chefetage. Überrascht bin ich, wie knapp der Sieg vor dem Mercedes ausgefallen ist. Nur drei Punkte! Bei Platzangebot und Sicherheit hat BMW versäumt, auf Stuttgarter Niveau aufzuschließen. Wo bleibt der Unfallfolgen-Minderer Pre Safe? Wo Xenon- und Kurvenlicht als Serienausstattung? All das liefert Mercedes ohne Mehrkosten. Gespannt sind wir auch, ob ein 5er ohne teure Allradlenkung und Wankausgleich ebenfalls die Chefrolle beanspruchen darf.

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Kommentare zum Artikel (228)

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22.11.2010, 14:28Uhr

finde den jaguar am besten. kostet zwar auch am meisten, hat aber am meisten stil und den mit abstand luxuriösesten innenraum. hätte der C6 nicht so ein hässliches heck würde er mir wirklich gefallen. mercedes und BMW, gleich gut. Audi meiner meinung nach der mit abstand schlechteste in diesem vergleich. habe noch nie ein auto mit so einem megalangweiligen design gesehen! einfach nur ultralangweilig! und der innenraum sieht er nach kompaktklasse als nach oberklasse aus. technisch gut, vom design her bieder und einfach nur unglaublich langweilig

ch
04.11.2010, 00:28Uhr

Citroën C6 ist am sympathischsten, nicht prozig, nicht schnell, nicht unbrauchbare sportlichkeit, einfach nur unverwechselbar elegant und komfortabel.

???
14.04.2010, 12:42Uhr

KKK: welches Messergebnis (und wie wurde es ermittelt) unterstützt denn Ihre These, dass Verarbeitung und Qualität des Audi besser seien???

KKK
10.04.2010, 16:09Uhr

Das sind jetzt mal wieder die typischen BMW- und Mercedes-Fans. Der Audi A6 wäre der verdiente Gewinner, aber bei AutoBild kommen ja alle neuen Autos gleich aufs Treppchen...
Für BMW ist es armselig, dass die Marke was Verarbeitung und Qualität betrifft dem 5 Jahre alten Audi noch nicht einmal Paroli bieten zu können. Und zur E-Klasse kann man nur sagen: Wenn man die deutschen Verkäufe sich ansieht, mag Stuttgart jubeln. Bei den weltweiten Verkäufen jedoch sieht es ganz schnell ganz schlecht aus: +30 % für Audi. Tja, Klotz-und Protz-Design kommt eben nur im geschmacklosen Deutschland an.

ars
08.04.2010, 18:42Uhr

urs, Mensch, denk mal nach: Der Audi A6 kommt am schlechtesten an, siehe Verkaufszahlen, z.B. 3. Quartal 2009: -35%, 4. Quartal 2009: -33% uswusw... - Mit Standard-Frontantrieb einfach erbärmlich angetrieben, mit Quattro gegen BMW- und Benz-Allradantrieb chancenlos, die Haptik und Qualität mies und belanglos, der 3.0 TDI chancenlos gegen die BMW-6Zyl: Halt Skoda-technik zum dreisten Preis.

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