Gebrauchter BMW 5er im Test

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BMW 5er (Typ E39): Gebrauchtwagen-Test

— 07.04.2014

Ja, ich bin ein Wiederholungstäter

AUTO BILD-Mitarbeiter Stefan Diehl hat es wieder getan: Er hat zum zweiten Mal in drei Jahren einen BMW 5er gekauft. Weil kaum einer weiß, wie gut so ein E39 ist, sind sie richtig billig.

Aus Erfahrung wird man klug, sagt der Volksmund. Und weil ich in den vergangenen drei Jahren gute Erfahrungen mit einem BMW 5er der Baureihe E39 (1995 bis 2004) gemacht habe, kauf ich mir wieder einen. Ich gebe es zu: Ich bin ein Wiederholungstäter. Der Reihe nach. 2010 fand ich einen supergepflegten 523iA aus zweiter Hand mit 118.000 Kilometern auf der Uhr. Neupreis 1997: 75.000 Mark. Ende 2010: gerade noch 4400 Euro. In den folgenden drei Jahren spulte ich problemlose 50.000 Autobahn-Zähler obendrauf. Besondere Vorkommnisse? Keine. Okay: Ein paar Querlenker, Bremsbeläge, neue Dämpfer und Federn (eine brach im Winter 2012) waren fällig. Normaler Verschleiß. Sonst? Getriebeöl gewechselt, jedes Jahr die kleine Wartung – das war's. Der TÜV-Prüfer sagte im Sommer 2013 lächelnd: "Der macht noch mal 100.000 Kilometer."

Unser Testwagen: BMW 520iA

Unser Testwagen war in seinem ersten Leben auf die Hamburger Finanzbehörde zugelassen. Sicher saß damals ein Staatsrat im Fond. Dafür spricht auch die hanseatische Farbkombi: ein zutiefst seriöses Blaugrau-Metallic mit dunklem Interieur. Der 520iA von 2001 ist ein ...

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Nun entdeckte ich an einem sonnigen Tag im Februar zusammen mit meinem Patenjungen Tim bei einem freien Händler in Bad Schwartau (Schleswig-Holstein) mein Auto – nur drei Jahre jünger. 4990 Euro will der Händler haben. Ich bin neugierig. Erster Eindruck? Gut. Der Bayern-Express strahlt in fast makellosem Lack, hat kaum Steinschläge an der Front. Dieser 520er hat nicht auf der Bahn gedrängelt. Ausstattung? Angemessen: Automatikgetriebe, Klimaautomatik, Schiebedach. Doch der modellgepflegte E39 kann mehr. Normalerweise soll ein Facelift ja straffen, doch seit Ende 2000 haben 5er Augenringe. Celis heißen die Doppelstandlicht-Kringel vorn. Sie sind bei Nachrüst-Tunern sehr beliebt. Und weil einst auch Xenon bestellt wurde, ist eine Scheinwerferreinigungsanlage ebenfalls dran. Dazu kommen: Alarmanlage, selbsttönende Spiegel, Regensensor, Parkhilfe vorn und hinten. Der Clou aber: Das schnurlose Siemens-Autotelefon – das leider nicht funktioniert. Doch ein gebrauchtes Mobilteil gibt es ab 50 Euro bei Ebay. Auch praktisch: Das Multifunktionslenkrad mit Fernbedienung für Telefon, Tempomat und mit Tunneltaste (die schaltet die Klimaanlage auf Umluft). Was fehlt? Vielleicht eine Sitzheizung. Doch die rüste ich mir nach. Kostet rund 200 Euro.
Technische Daten: BMW 520iA
Motor Reihensechszylinder/vorn längs
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2
Hubraum 2171 cm3
Leistung 125 kW (170 PS) bei 6100/min
Drehmoment 210 Nm bei 3500/min
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
0–100 km/h 10,2 s
Getriebe/Antrieb Fünfstufenautomatik/Hinterrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 70 l/Super
Länge/Breite/Höhe 4775/1800/1435 mm
Kofferrauminhalt 460 l
Leergewicht/Zuladung 1600/435 kg
Was nicht fehlt: Dynamik. Mein Alter bringt 170 PS aus 2,5 Liter Hubraum. Der Neue hat genauso viel Leistung, allerdings aus 2,2-Liter Zylindervolumen. Die Fahrwerte sind vergleichbar. Der Verbrauch liegt bei entspanntem Gleiten auf der Bahn mit 8,5 Liter Super pro 100 Kilometer für einen 1,6-Tonnen-Oberklässler völlig im Rahmen. Also alles gut? Nun: kaputtes Telefon, polternde Vorderachse und ein trüber Außenspiegel. Geht noch was beim Preis? Verkäufer Andreas sagt: "Klar, aber dann ohne Gewährleistung." Ich bin Schrauber und kaufe. Wir einigen uns auf 4050 Euro. Ein fairer Preis für weitere gute Erfahrungen mit einem E39. In der Bildergalerie zeigen wir, auf welche Mängel Käufer beim gebrauchten BMW 5er achten sollten.

Gebrauchter BMW 5er im Check

BMW 520iA BMW 520iA BMW 520iA

BMW 5er im autobild.de-Gebrauchtwagenmarkt


Autor:

Stefan Diehl

Fazit

Luxus und Laufkultur für kleines Geld. Für 4000 Euro gibt's kaum bessere Autos auf diesem Niveau. Das Fahrwerk zeigt zwar erhöhten Verschleiß, aber Ersatz gibt's günstig – und Rost ist unbekannt.

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