BMW 750i xDrive — 26.06.2009
Dipl.-Ing Dr. Allrad, BMW
BMW bringt im Modelljahr 2010 den Allradantrieb xDrive nun auch in die Oberklasse. Ebenfalls neu im Programm der Bayern: die Varianten 730d und 740d sowie ein M-Sportpaket.
BMW und Allrad – passt das denn zusammen?
Ein BMW ohne Bestleistungen in Sachen Fahrdynamik ist wie ein Oktoberfest ohne Bier: absolut unvorstellbar. Mit dieser Vorgabe ging ein Bataillon Fahrwerksentwickler an die Aufgabe und adaptierte die jüngste xDrive-Generation für den 750. Warum nur für den Achtzylinder? Bestimmt, weil Audi und Mercedes sich in diesem Segment aktuell alleine sehr wohlfühlen. Der neue Zwölfzylinder gilt als reines Repräsentationsfahrzeug und passt mit seiner Philosophie nicht zum Allrad-Gedanken. Diesel? "Warum nicht?", lässt man bei BMW die Tür für weitere 7er-Allradler offen.Die wichtigste Frage: Wie verhält sich der 7er xDrive am Handlingkurs? Beruhigende Antwort: Wie ein echter BMW. Sämtliche Regelsysteme hinter den Kulissen bauen dem Fahrer eine Scheinwelt auf. "Du bist umsatzstarker Metzgermeister und hast für dieses Fahrzeug mindestens 96.800 Euro bezahlt? Dafür gebe ich Dir das Gefühl, der geilste Typ am Steuer zu sein." In der Kurve lässt sich dieser riesige Kokon aus Stahl, Holz und Leder wie ein Fahrzeug der Mittelklasse dirigieren. Wer will, kann mit dem Gaspedal das Heck nach Belieben querstellen. Der Achtzylinder hat in jeder Lebenslage Kraft, die dank xDrive auch optimiert umgesetzt wird. Je nach Fahrsituation wird die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse im Verhältnis 40:60 (konstanter Geradeausfahrt) oder 20:80 (in Kurven) verteilt.
Davon merkt der Fahrer freilich nichts, sämtliche Regelsysteme lesen Gedanken, man bekommt nahezu Ehrfurcht vor der geballten Ingenieursleistung und ihrer Umsetzung auf der Straße. Nach einigen Runden am Handlingkurs stellt sich nur eine Frage: Was soll denn da in Zukunft noch besser werden, geht denn überhaupt noch mehr? Hat sich BMW mit dem 7er xDrive gar ein Eigentor geschossen, weil einfach jedes Ziel irgendwann erreicht ist? Die Techniker am Streckenrand schmunzeln bestenfalls über meine Angst – und machen Mut. Der Allradantrieb der Zukunft soll sich in den Punkten Gewicht und Verbrauch nicht vom Standardantrieb, also der angetriebenen Hinterachse, unterscheiden. Blitzschnell die Kraft verteilen, die bestmögliche Traktion in jeder Fahrsituation gewähren. So ist sie, die Autowelt: Es wird einfach nicht langweilig.
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Kommentare zum Artikel (10)
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wird es den 3-Liter Diesel denn später auch mit ,,tripelcharger´´ geben ? Das hat AutoBild mal vermutet und für diesen Motor mehr als 350 PS prognostiziert...
Warum sollte sich BMW Gedanken um die Umwelt machen? Das tun die doch schon lange mit großem Erfolg! BMW ist im Verbrauch und CO2-Ausstoß vielen Herstellern weit voraus, und das bei dem Gewicht, sportlichem Heckantrieb oder wie hier Allrad, und erstklassigen leistungsstarken Motoren. Gleiches bei Mercedes Benz. Übrigens mit Wasserstoff gibt es bei BMW schon seit 15 Jahren 7er Modelle s. Flughafen München. Seit einiger Zeit auch in Serie! Und: Wer hier irgendwas mit Frontantrieb möchte, kann weiterspielen mit VW und CO. Oder warum fährt die Formel 1 nicht mit Frontantrieb?
Fhoto BMW M7 (F01) , BMW X1 (E84)
BMW sollte sich Gedanken um die umwelt machen, allradantrieb bringt höheren verbrauch mit sich. Wenn BMW auf Frontantrieb umstellen würde hätten sie einen geringeren verbrauch und von der fahrsicherheit ist er einem allrad fast gleichauf
@AceMcLoud
Stimme Ihnen voll zu - ich sehe in den USA Hondas, Toyotas die schamlos einem BMW aehneln. Haben die Japaner so etwas noetig. Honda z. B. produziert bereits ein Wasserstoff-Fahrzeug (FCX Clarity) in Serie!