BMW 7er High Security — 11.08.2009

Mit Sicherheit teuer

Ein 400.000 Euro teurer BMW 7er sollte schon einiges aushalten – am "High Security" scheitern sogar Sprengstoff und Panzerbrecher. Bis zu 544 PS treiben das Schwergewicht auf Tempo 210.

Der neue BMW 7er High Security ist da. In zwei Versionen ist der Bayern-Panzer zu haben, als 750Li mit 4,4-Liter-V8 mit 407 PS und als 760Li mit 6,0-Liter-V12 und satten 544 PS. Beide Limousinen sind die ersten weltweit, die inklusive ihrer Fensterpartien dem Schutzlevel VR7 für gepanzerte Fahrzeuge entsprechen. Das bedeutet, dass ein BMW 7er High Security Faustfeuerwaffen, Maschinengewehren, panzerbrechender Brandmunition und sogar Sprengstoff standhält. Die Stahlpartien der Karosserie bringen es laut BMW sogar auf das Level VR9. Ihren größten Vorteil ziehen die Sicherheitsfahrzeuge aus Bayern aber daraus, dass sie mit dem nicht gepanzerten Modell mitentwickelt werden. Das Ergebnis sind laut Hersteller harmonisch abgestimmte Fahrzeuge, die von außen kaum vom Serien-7er zu unterscheiden sind.

6,2 Sekunden bis Tempo 100 – trotz Übergewicht

Die Scheiben bestehen aus sechs Zentimeter starkem Sicherheitsglas mit Polycarbonat-Beschichtung.

Zweilagiger Spezialstahl und sechs Zentimeter starkes Sicherheitsglas mit Polycarbonat-Beschichtung schützen den Innenraum vor Angriffen. Besonderes Augenmerk hat BMW auf das Abdichten von Türen und Fenstern gelegt. Der Unterboden wurde verstärkt und die Reifen entsprechend ausgelegt. Fahrwerk und Bremsanlage passte BMW dem höheren Gewicht und der veränderten Belastung an – Komfort und Luxus sollten dabei nicht auf der Strecke bleiben. Gleiches gilt für die Agilität und das Spurtvermögen des 7ers: Trotz des Übergewichts sprintet der 750Li in 7,9 Sekunden auf Tempo 100, der 760Li braucht 6,2 Sekunden. Das sind im Vergleich zu den nicht gepanzerten Versionen jeweils nur knapp zwei Sekunden mehr. Beide 7er werden bei 210 km/h abgeregelt.

Bei Gasangriff wird der 7er hermetisch abgeriegelt

Das Kontroll-Panel im 7er High Security beinhaltet das Intercom-System und einen Angriffs-Alarm.

Für besondere Sicherheitsanforderungen bietet BMW besondere Features für den 7er High Security an. Über ein Intercom-System kann mit Personen außerhalb des Fahrzeugs gesprochen werden, ohne Fenster oder Türen öffnen zu müssen. Ein Angriffalarm, ein Feuerlöschsystem mit Temperatursensor für Brände im Motorraum und unter dem Auto und Gassensoren stehen in der Liste der Extras. Bei einem Angriff mit Gas wird das Auto von der Außenluft hermetisch abgeschlossen, und den Fahrgästen wird automatisch Frischluft zur Verfügung gestellt. Für Behörden, Regierungen und Diplomaten bietet BMW dazu noch Flaggenstandarten, Funk, Stauraum für Maschinengewehre, Blaulicht, LED-Blitzer und eine Sirene an. Der Zugang zu diesen Festungen auf Rädern ist bei der Produktion aus Sicherheitsgründen auf wenige Personen beschränkt. Bleibt die Frage nach dem Preis: 400.000 bis 450.000 Euro kostet ein BMW 7er High Security.

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Kommentare zum Artikel (15)

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elcholon
14.08.2009, 16:10Uhr

Die Ökobilanz dieses Dickschiffes wird in Bezug zu Gewicht, Leistung, Verbrauch etc. sicherlich besser als die eines jeden Golfs o.ä. sein :-)

newman-zh
13.08.2009, 16:47Uhr

Geschätzte/r Frau/Herr SalvaGer,

es geht an dieser Stelle wohl weniger um die Umweltbilanz als um die Vorbildfunktion unserer Politiker, die die Bürger zur Mässigung ermahnen, aber selbst und mit fadenscheinigen Argumenten ihren Status und damit die Benutzung solcher Karossen rechtfertigen.

oktober2
13.08.2009, 14:28Uhr

Da sieht man mal wieder wie unsicher sich die Politiker heute sind mit ihren unmenschlichen Gesetzen und dem Volksfernen Verhalten.
Es gab mal Zeiten in Deutschland (vor 45), da sind die Politiker in offenen Wagen durch die gegend chauffiert worden.
Würden die Politiker sich anständig verhalten, bräuchten sie auch keine gepanzerten Autos.

SalvaGer
13.08.2009, 10:03Uhr

Ja klar, Bund und Länder kaufen auch gleich 1000 Stück davon... Auch wenn ein solcher Wagen vielleicht keine sooo tolle Ökobilanz hat, steht das in keinem Zusammenhang mit dem privaten Kaufverhalten und Umweltschutz. Die Welt wird nicht grüner, nur weil es ein paar Luxuswagen weniger gibt. Die breite Masse machts.

Harald
13.08.2009, 00:43Uhr

sieht man wofür unsere steuergelder flöhten gehn...
und wir solllen uns kleinere fahrzeuge anschaffen um hohe co2 austösse zu vermeidn

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