BMW-Forderung in Kopenhagen

BMW-Forderung in Kopenhagen

— 18.12.2009

Weltweite Standards für E-Autos!

Der Kampf gegen den Klimawandel ist nur gemeinsam zu gewinnen - auch in der Autoindustrie. BMW mahnte daher auf dem Klimagipfel in Kopenhagen weltweite Standards und staatliche Förderung für Elektroautos an.

Einheitliche Rahmenbedingungen bei der Einführung von Elektroautos hat BMW auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen gefordert. Nur so könnten ein fairer Wettbewerb und gute Marktchancen sichergestellt werden, sagte Thomas Becker, bei BMW verantwortlich für den Bereich Politik, gegenüber AUTO BILD. Zu klären seien besonders Fragen der Lade-Infrastruktur und der Stromversorgung. Dazu strebe der Chef-Lobbyist des bayerischen Autobauers enge Vernetzungen zwischen China, den USA und den EU-Staaten an. Die wichtigsten Märkte müssten gemeinsame Spielregeln aufstellen. "China ist der Schlüsselmarkt für die Entwicklung der Elektro-Mobilität weltweit", so Becker.

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Von der Bundesregierung erhofft sich der BMW-Unterhändler auch Hilfe bei der Vermarktung – Hemmschwellen beim Kunden müssten abgebaut werden, sei es durch eine einmalige Kaufprämie oder Anreize im Leasing-Geschäft. "Das Geld vom Staat muss richtig eingesetzt werden", fordert Becker. BMW war – neben Mercedes-Benz, Honda und Volvo – einer von vier automobilen Hauptsponsoren des Klimagipfels und stellte mit Wasserstoff-7ern, 520d und drei Mini-E-Modellen auch den offiziellen Fuhrpark.

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Becker, der seit Herbst auch Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer in seinem Team hat, stellte auf einer Podiumsdiskussion den Klimaschützern zudem die ersten Erkenntnisse aus dem Feldversuch mit 50 Elektro-Mini in Berlin vor. Demnach halten 66 Prozent der Testfahrer ihr Elektroauto für ebenso flexibel einsetzbar wie ein Modell mit Verbrennungsmotor. Nur im Schnitt alle drei Tage wurde aufgeladen und lediglich drei der 30 öffentlichen Ladestationen regelmäßig genutzt. Geladen wird in der Regel daheim oder am Arbeitsplatz. Die Frage nach der Herkunft und Sauberkeit des Stroms ist für die E-Auto-Interessierten von großer Bedeutung. Und: Die gewünschte Reichweite liegt bei 200 Kilometern.

Renault präsentiert in der City

Neben BMW und kleineren Herstellern wie Tesla und Think nutzte auch Renault die Klimakonferenz, um auf Entwicklungsfortschritte aufmerksam zu machen. In der Kopenhagener City präsentierte Renault die vier Zero-Emission-Modelle Twizy, Fluence, Zoe und Kangoo. Ein "Electric Café" wurde zum Kommunikations- und Informationstreffpunkt.

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