UPDATE: BMW i100 (442) Erlkönig

BMW 442 BMW 442

BMW i100 (442) Erlkönig

— 08.09.2010

Unterm BMW 6er surrt die Zukunft

Bühne frei für den ersten serienmäßigen Hybrid-Sportler: 2013 startet das BMW i100 Coupé ActiveHybrid. Im Internet lassen sich die Bayern in die Entwicklungs-Töpfe gucken.

dontblogaboutthis.com – Schreiben Sie nicht hierüber! Die Aufforderung ist eindeutig. Und auch die Idee dahinter. Wer nur laut genug darauf hinweist etwas nicht zu tun, kann sich sicher sein, dass sich kein Mensch daran hält. Das wissen auch die Marketing-Profis von BMW und haben die ersten Bilder ihres neuen  Hybrid-Sportlers nicht artig an die Presse geschickt, sondern auf www.dontblogauboutthis.com ins Internet gestellt. Mit durchschlagendem Erfolg. Wer da nicht drüber schreibt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Überblick: Alle Erlkönig im Erlkönig-Archiv

Was wirkt wie eine kleine Guerilla-Aktion, ist ein echter Knaller. Unter der grob zurechtgezimmerten Karosserie eines BMW 6er rollt sich auf www.dontblogaboutthis.com nämlich der neue Hybrid-Sportler warm, der spätestens 2013 zu haben sein soll. Intern trägt der 2+2-Sitzer den Projektnamen 442 (BMW i100 Coupé ActiveHybrid) und ist Teil der Project-i-Familie, unter deren Dach bei BMW alle Elektro- und Hybrid-Fäden zusammenlaufen. Gut zu erkennen sind die extrem schmalen und mit großen Radabdeckungen bestückten Energiespar-Räder, die nur mit Mühe in die Radhäuser der 6er-Karosse passen. Etwas zu groß für die gebrauchte Sportwagen-Hülle ist auch die "Drive Modul" genannte Antriebseinheit, die unter der Heckschürze hervorlugt.

Die Konkurrenten: Mercedes SLS, Audi e-tronPorsche 918 Spyder

Der Erlkönig rollt auf schmalen Spritspar-Reifen, ist aber deutlich breiter als ein BMW 6er.

Wie wenig der Werks-Erlkönig tatsächlich mit dem BMW 6er zu tun hat, zeigt sich beim Blick auf die Front und das Profil. Hinter der schwarzen Tarnung lässt sich das Gesicht der IAA-Studie Vision EfficientDynamics erkennen – und statt großer Schnauze mit Platz für bis zu zehn Zylinder schiebt der 442 eine knubbelkurze Nase vor sich her, die maximal den Lithium-Ionen-Akkus Unterschlupf bieten muss. Im Heck schnurrt ein aufgeladener Dreizylinder, der per Aufladung rund 170 PS zum Antrieb beisteuert. Die restliche Power (ungefähr 100 PS) liefern zwei Elektromotoren. Angestrebter Verbrauch: um die drei Liter.

News und Tests zu BMW

Alu-Unterbau, Karosserie aus Kohlefaser, Akkus, doppelter Antrieb – das klingt teuer. Und ist es auch. Der BMW i100 wird locker die 100.000-Euro-Marke knacken, soll aber dennoch mindestens 35.000-mal verkauft werden.



Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.