BMW i3/i8 Concept: IAA 2011 — 29.07.2011
BMWs Elektro-Zukunft
Mit zwei spannenden Studien legt BMW auf der IAA die elektrische Marschrichtung fest. Der i3 gibt den praktischen City-Stromer, der i8 ist ein sportlicher Plug-in-Hybride.
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Diese Zweigeteiltheit spiegelt sich bei beiden Konzepten auch in der Optik wieder. Beide Teile werden sichtbar voneinander abgetrennt. Große, transparente Flächen bringen viel Licht in den Innenraum. Dazu gibt es fließende Formen und aerodynamische Elemente wie Abrisskanten oder die sogenannten "AirCurtains", die für eine optimale Umströmung der Radhäuser sorgen sollen. BMW-Emblem, Niere, Schweller und Heckschürze werden von einem leuchtenden Blau geschmückt. Auch im Innenraum findet sich dieser Farbton wieder. Abgesehen von diesen Gemeinsamkeiten orientieren sie beiden Konzepte natürlich an ihren jeweiligen Zielgruppen.Überblick: Die Stars der IAA
So gibt der BMW i3 mit kurzer Stupsschnauze den sympathischen, kompakten Alltagsbegleiter. Kurze Überhänge erleichtern Parkmanöver auf engem Raum, die Türen öffnen gegenläufig und bieten so den einfachen Zugang zum Innenraum. Dafür sorgt auch die große, separat zu öffnende Heckscheibe. Der Heckdiffusor findet sich in sportlicherer Ausprägung auch beim i8 wieder. Durch die spezielle Konstruktion des i3 wird der Innenraum nicht durch einen Mitteltunnel geteilt. Das ermöglicht zwei durchgängige Sitzbänke mit je zwei Plätzen. Weitere charakteristische Merkmale sind die freistehende Lenksäule und die flächige Instrumententafel. Der i8 kommt, ganz Sportler, flach und gestreckt daher. Als 2+2-Sitzer bietet er sogar eine gewisse Alltagstauglichkeit. Die Türen öffnen flügelartig nach oben. Scheinwerfer und Heckleuchten sind – wie es typisch für die i-Modelle werden soll – u-förmig gestaltet. Das Cockpit ist auf den Fahrer ausgerichtet, zeigt aber die Verwandtschaft mit dem i3.Der Elektroantrieb des i3 leistet 170 PS und besitzt ein Drehmoment von 250 Nm. Derart großzügig ausgestattet, summt der 3,80 Meter lange Cityflitzer in 3,9 Sekunden auf Tempo 60. 100 km/h sollen in 7,9 Sekunden erreicht werden. Die Kraft gibt das einstufig ausgelegte Getriebe an die Hinterräder weiter. Als Höchstgeschwindigkeit visiert BMW für den i3 150 km/h an. Nimmt der Fahrer den Fuß vom Gaspedal, übernimmt der E-Motor die Funktion eines Generators, der den aus der Bewegungsenergie gewonnenen Strom in die Fahrzeugbatterie zurück speist. Gleichzeitig entsteht ein Bremsmoment, was – so BMW – zu einem "One-Pedal-Feeling" führt, also dem Gefühl, das Auto nur mit einem Pedal steuern zu können. Untergebracht ist der Motor samt Leistungselektronik und Getriebe mit Differential über der Hinterachse. Wer den i3 möglichst flexibel einsetzen möchte, der kann auf einen optionalen Range Extender zurückgreifen. Die Ladeprozedur an der Steckdose soll sechs Stunden betragen. Über eine Schnellladefunktion ist die Batterie nach einer Stunde zu 80 Prozent aufgeladen. Der Energiespeicher befindet sich im Unterboden.
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Der i3-Antrieb findet sich in modifizierter Form auch an der Vorderachse des i8 wieder. Hinten arbeitet dagegen ein turboaufgeladener Dreizylinder-Benziner mit 223 PS und bis zu 300 Newtonmeter Drehmoment. Diese Antriebsallianz lässt den i8 in 4,6 Sekunden auf Tempo 100 marschieren. Bei 250 km/h wird abgeregelt. Der Verbrauch soll bei 2,7 Litern liegen. Bis zu 35 Kilometer kann der i8 auch rein elektrisch gefahren werden. In weniger als zwei Stunden sollen die Energiespeicher wieder aufgeladen sein. Die Batteriezellen des i8 sitzen in einer dem Mitteltunnel ähnlichen Struktur, dem sogenannten "Energiekiel". Diese Strategie beschert dem i8 einen niedrigen Schwerpunkt und eine Achslast-Verteilung von 50:50 – für einen echten Sportwagen ein wichtiges Kriterium.
| Technische Daten | ||
|---|---|---|
| BMW i3 Concept | BMW i8 Concept | |
| Länge/Breite/Höhe | L 3845 mm , H 1537 mm , B 2011 mm | L 4632 mm, H 1280 mm, B 1955 mm |
| Radstand | 2570 mm | 2800 mm |
| Sitzplätze | 4 | 2 + (2) |
| Leergewicht | 1250 kg | 1480 kg |
| Leistung | 125 kW / 250 Nm | 260 kW /550 Nm Systemleistung davon Ottomotor: 164 kW / 300 Nm davon E-Maschine: 96 kW / 250 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 150 km/h | 250 km/h abgeregelt |
| Beschleunigung | 0-60 km/h 3,9 s 0-100 km/h 7,9 s 80-120 km/h 6,0 s | 0-100 km/h 4,6 s 80-120 km/h 4,0 s |
| Elektrische Reichweite | Alltagsreichweite: 130-160 km / 80-100 Meilen FTP72 Zyklus: 225 km / 140 Meilen | ca. 35 km / 20 Meilen |
| Ladezeit Batterie | Standard: 6 h für 100 Prozent Ladezustand Optional: 1 h für 80 Prozent Ladezustand | Standard: 1:45 h für 100 Prozent Ladezustand |
| Kofferraum | ca. 200 Liter | ca. 150 Liter |
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Auch wenn es dem BMW-Neider im Forum nicht gefällt: BMW bringt mit der i-Reihe im Premiumsegment etwas, wovon MB nur träumt und Audi die ganze Zeit nur hohle ankündigt.... Der Ankündigungsweltmeister und Kopierchinese aus Ingolstadt mit VW-Frontkratzer-Technik wird, was technischen Vorsprung betrifft, nie an BMW heranreichen können!
Außerdem fahren die meisten Autofahrer am Tag um die 20 - 40 Kilometer. Da langt eine Batterie, die 150 km schafft locker. Wie gesagt, schauet und seid neidisch, Wörtherseeäffchen (;-D)!
Karbon-verstärkte Verbundwerkstoffe in die Serie einzuführen, ist der richtige Schritt um das Gewichtshandicap der E-Fahrzeuge auszugleichen. Zumal bei der BMW-Fertigung auch recycelte Karbonfasern verwendet werden können.
Natürlich kann man bei der Reichweite nicht zaubern und derzeit muss auf vorhandene Akku-Technik zurückgegriffen werden.
Aber insgesamt ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Hohe Preise spielen dabei erstmal keine entscheidende Rolle. 80% der BMW gehen sowieso an Firmen.
@ Priusfann: Schade, wenn man sich die paar Liter Sprit mehr nicht leisten kann und seine Befriedigung aus einem spaßfreien Niedrigverbrauch ziehen muss... Aber dankeschön, dann bleiben mehr Reserven für mich (18l/100 km).
Während hier BMW + Audifans über ungelegte Eier streiten(2013, 2014 usw. :-)kann ich vor lauter Aufregung nicht schlafen,daß ich morgen schon wieder in meinen heissgeliebten Toyota Prius III mit 4,3 Liter Benzinverbrauch + 36 Euro KFZ steuer einsteigen darf.Ihr werdet es kaum glauben aber diese Technik gibt es bei Toyota schon seit 15 Jahren.Oh mein Gott,wie soll das noch BMW und Co.enden,wenn die keine Autos mehr nach China und USA liefern können,weil auch da die Strassen verstopft sind.Aus Insiderkreisen weiß ich das mehr geleaste BMW auf Deutschlands Strassen fahren als gekaufte :-)
@mizuno: das sehe ich auch so. Bmw hängt schon jetzt hinterher. (und die Autos kommen erst in zwei Jahren!!! ;-) Es gibt viele Autobauer die schon vor einigen Jahren besser waren, als diese Zukunftsmusik von BMW