BMW i8 Mirrorless (CES 2016)

BMW i8 Mirrorless (CES 2016): Fahrbericht

— 06.01.2016

Ade, Schulterblick!

BMW zeigt auf der CES, wie eine baldige Zukunft ohne Rückspiegel aussieht. AUTO BILD ist den i8 Mirrorless in Las Vegas gefahren.

Video: BMW i8 Mirrorless (CES 2016)

Kameras statt Spiegel

Jetzt lass mich bloß nicht im Stich, Technik! Wer den BMW i8 Mirrorless auf dem stark befahrenen Las Vegas Strip testet, muss der Münchner Technologie vertrauen. Blinker setzen und darauf vorbereiten, auf die linke Spur zu wechseln, Blick in den Außenspiegel – Mist, der wurde ja durch eine schlanke Kamera ersetzt. Also auf das rund 300 Millimeter breite und 75 Millimeter hohe Display gucken. Ok, der Lkw lässt mich in die Lücke. Soll ich? Ich luge lieber noch mal über die Schulter. Scheint wirklich frei zu sein. Also rein in die Lücke.

Probesitzen im BMW der Zukunft

Keine Spiegel, viele Vorteile

Ungewohnt: schlanke Kameras ersetzen die klobigen Außenspiegel.

Ja, die ersten Minuten im Mirrorless erfordern verdammt viel Vertrauen in die Technik. Ohne seitliche Rückspiegel merkt man erst, wie oft man die Dinger im Verkehr braucht. Jedes Mal, wenn der Blick aus dem Seitenfenster verzweifelt das reflektierende Glas sucht, fühlt man sich kurz "nackt" und hilflos. Dabei bringen die kleinen Kameras eigentlich nur Vorteile mit sich: Sie verringern Windgeräusche und den Luftwiderstand, senken also den cw-Wert und mindern angeblich auch den Verbrauch.

Kameras statt Außenspiegel

Das lästige Spiegel-Justieren entfällt

Online-Voting

'Ein Auto ohne Außenspiegel ...'

Außerdem musste ich nach dem Einsteigen weder die Seiten- noch den Innenspiegel einstellen. Der wichtigste Punkt laut BMW ist allerdings die gesteigerte Sicherheit. Der tote Winkel ist mit den Kameras passé. Spurwechsel sollen mit der neuen Technologie sicherer werden. Das gilt besonders auf der deutschen Autobahn, wo immer wieder heranschnellende Autos übersehen oder falsch eingeschätzt werden. Die soll der Fahrer nicht nur besser sehen, sondern auch mit Hilfe des Systems besser einschätzen können. Tut er das nicht, warnt ihn das Fahrzeug mit aller Vehemenz.

BMW i8 Mirrorless (CES 2016)

In Deutschland bereits erlaubt

Anfänglich wirken die Fahrzeuge auf dem Bildschirm noch unwirklich, auch Distanzen zu Verkehrsteilnehmern und Gegenständen lassen sich nicht sofort einschätzen. Aber so war das am Anfang auch mit den Rückfahrkameras. Auch damit brauchte es Zeit, Erfahrung und Vertrauen, bis man sie als wirklich nützliche Helfer akzeptierte. Die Technik des BMW i8 Mirrorless könnte schon bald in Serie gehen. Legal ist das Ganze bereits in Deutschland. In den USA soll es in 2017 erlaubt sein, und danach folgen weitere Märkte wie China. Wir können uns also darauf vorbereiten, spätestens in einem Jahr in dem einen oder anderen BMW auf den Schulterblick verzichten zu können.

CES 2016: Rundgang


Robin Hornig

Fazit

Ich habe mich wirklich schwer mit dem BMW i8 Mirrorless getan. Normalerweise versuche ich als umsichtiger Fahrer, so oft wie möglich in die Rückspiegel zu gucken, blicke immer wieder über die Schulter. Das alles abzulegen, fällt nicht leicht. Aber ich habe mich auch bei den Rückfahrkameras noch lange im Fahrzeug umgedreht. Mittlerweile weiß ich sie zu schätzen.

Stichworte:

Elektro-Sportwagen

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

 
Zur Startseite