BMW i8 Roadster (2018): Test

BMW i8 Roadster (2018): Test

BMW i8 Roadster (2018): Test

— 29.11.2017

Erster Check im neuen i8 Roadster

BMW zeigt den offenen i8 auf der LA Auto Show. Der i8 Roadster wird stärker und sparsamer. AUTO BILD hat alle Infos und die Sitzprobe!

Vorstellung: i8 Roadster mit Stoffverdeck und mehr Reichweite
Interieur: Mehr Kofferraumvolumen als beim i8 Coupé
Ausstattung: i8 macht Turbinengeräusche
Connectivity: Viele Assistenzsysteme und gute Connectivity
Motor: Doch keine 400 PS im i8 Roadster
Technische Daten und Preis: i8 Roadster teurer als das Coupé

Vorstellung: i8 Roadster mit Stoffverdeck und mehr Reichweite

Neben dem i8 Roadster verpasst BMW auch dem i8 Coupé einige technische Neuerungen.

Der futuristische BMW i8 ist als Coupé bereits seit 2014 auf dem Markt. Jetzt zeigt BMW auf der LA Auto Show 2017 (29. November bis 10. Dezember) den lang erwarteten i8 Roadster – und hat das i8 Coupé gleich mit überarbeitet. Das markanteste Roadster-Merkmal ist natürlich das Stoffverdeck mit Akustikdämmung, das während der Fahrt bis 50 km/h versenkt werden kann. Dauer: 15 Sekunden, sagt BMW – AUTO BILD hat bei der Premiere handgestoppt sogar nur 13 Sekunden gemessen. Dabei wird die Stoffkapuze z-förmig und vertikal verstaut. Was unterscheidet den Roadster, außer dem fehlenden festen Dach, noch vom Coupé? Die Türen (außen Aluminium, innen CFK) und Sitze sind neu, da bei Cabrios andere Crash-Anforderungen gelten. Und während der geschlossene i8 in bester Porsche-911-Manier als 2+2-Sitzer angepriesen wird, kommt der offene i8 als reiner Zweisitzer.

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Mehr Leistung und mehr elektrische Reichweite

Optisch wurde das Modelljahr 2018 kaum überarbeitet. BMW verspricht, dass der Strömungsverlauf der Kühlluft an der Front modifiziert wurde, was designtechnisch aber nicht auffällt. Auf der C-Säule gibt es für i8 Roadster und Coupé neue Schriftzüge in 3D-Optik. Ansonsten beschränken sich die Änderungen auf neue Farben, Ausstattungslinien und weitere Extras. Die Technik hat BMW dafür noch mal weiterentwickelt – die Systemleistung geben die Münchner ab 2018 mit 374 PS statt bisher 362 PS an. Der Elektromotor wurde durch neue Lithium-Ionen-Batterien auf 143 PS gepusht – ein Plus von zwölf PS. BMW i hat sich vor allem um den vollelektrischen Modus gekümmert. So soll der i8 Roadster im eDrive-Modus bis zu 120 km/h schnell und 53 Kilometer rein elektrisch unterwegs sein. Der BMW i8 Roadster kommt im Mai 2018 auf den Markt und wird voraussichtlich rund 155.000 Euro kosten. Das entspricht einem Aufpreis von gut 20.000 Euro zum aktuellen i8 Coupé.

Interieur: Mehr Kofferraumvolumen als beim i8 Coupé

Im Innenraum hat sich nicht viel verändert. Für den i8 Roadster bietet BMW neue Innenausstattungen an.

AUTO BILD machte die erste Sitzprobe im BMW i8 Roadster! Fahrer und Beifahrer heißt der offene i8 wie schon das Coupé mit nach oben öffnenden Flügeltüren willkommen. Der Innenraum bringt keine Überraschungen mit sich, hier herrscht das aus anderen aktuellen BMW-Modellen gewohnte Bild. Sportlenkrad mit Schaltpaddles, auf den Fahrer zugeschnittene Bedienelemente, Laserlicht, elektrische und beheizbare Sitze sowie die Fahrmodi "Comfort", "Sport" und "Eco Pro" sind Serie. BMW Connected und Connected Drive ermöglichen auch im i8 Roadster optimale Vernetzung zwischen Fahrer, Fahrzeug und Umgebung. Gesteuert wird über das Bediensystem "iDrive" inklusive Touch Controller in der Mittelkonsole und 8,8 Zoll großem Touch-Display. Untypisch für ein Cabrio ist das gegenüber dem Coupé gewachsene Kofferraumvolumen des i8 Roadster. Möglich macht das ein zusätzliches Staufach hinter den Sitzen, das 100 Liter Stauraum bietet. Der Kofferraum fasst 88 Liter. Unterm Strich hat der Roadster mit 188 Litern also mehr Stauraum als das Coupé (154 Liter Kofferraum).

Ausstattung: i8 macht Turbinengeräusche

Bei der Dachkonstruktion des offenen i8 setzt BMW viel auf superleichtes Aluminium. Das Stoffverdeck wurde speziell für den i8 Roadster entwickelt und wird auf Knopfdruck hinter den Sitzen versenkt. Gleichzeitig funktioniert die elektrische Heckscheibe als Windschott. Serienmäßig kommt der i8 Roadster mit neuen 20-Zoll-Felgen im Doppelspeichendesign. Für mehr Farbvielfalt sollen die neuen Außenfarben "E-Copper metallic" und "Donington Grey metallic" sorgen. Über den Fahrerlebnisschalter lassen sich die verschiedenen Fahrmodi serienmäßig auswählen. Ab Werk stattet BMW alle i8 mit Sitzheizung, "Professional"-Navi und verschiedenen Fahrassistenzsystemen aus. Gegen Aufpreis können Kunden den neuen akustischen Fußgängerschutz bestellen, bei dem der i8 bis 30 km/h Turbinengeräusche erzeugt, um Unfälle mit Passanten zu verhindern.

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Connectivity: Viele Assistenzsysteme und gute Connectivity

Das "Professional"-Navi mit 8,8-Zoll-Bildschirm ist beim i8 Roadster serienmäßig. Harman&Kardon-Soundsystem sowie DAB-Tuner gibt es gegen Aufpreis. BMW Connected und ConnectedDrive sind ebenfalls für den Hybrid-Sportwagen erhältlich. So lassen sich Fahrzeuginformationen direkt per Smartphone oder Smartwatch checken. Zu den digitalen Diensten gehören außerdem die intelligente Routenplanung, das Senden der aktuellen Position via SMS, Verkehrsinfos in Echtzeit, On-Street-Parking und der Concierge-Service. Über den bereits bekannten Display-Schlüssel können Infos wie Reichweite, Batterieladekapazität und Tankinhalt angezeigt werden. Serienmäßig kommen i8 Roadster und Coupé mit Tempomat inklusive Bremsfunktion, einer Auffahr- und Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion und Fernlichtassistent. Optional bietet BMW den neuen akustischen Fußgängerschutz an, der bis 30 km/h ein Turbinengeräusch generiert, das Passanten warnen soll. Mit dem "Ladekabel 2" soll der i8 an einer normalen Steckdose in viereinhalb Stunden aufladen. Mit dem "Mode 3"-Ladekabel kann an öffentlichen Ladestationen Saft getankt werden, und an der BMW i Wallbox für die Garage sollen die Akkus nach drei Stunden wieder voll sein.

Motor: Doch keine 400 PS im i8 Roadster

Den Dreizylinder-Turbo hat BMW nicht angetastet, die Leistung bleibt bei 231 PS. Der Elektromotor hat ab 2018 zwölf PS mehr.

Während die Optik des i8 nur vorsichtig überarbeitet wurde, hat BMW die Technik umfangreich modifiziert. Es bleibt beim Dreizylinder-Turbo mit Direkteinspritzung und vollvariabler Valvetronic-Ventilsteuerung. Die Leistung gibt BMW wie gehabt mit 231 PS und 320 Nm an. Zusatzpower bekommt der i8 durch den modifizierten Elektromotor, der die Vorderräder antreibt. Anders als von vielen vorausgesagt, knackt der i8 Roadster nicht die 400 PS-Marke. Statt bisher 362 PS kommen i8 Roadster und Coupé ab Mai 2018 mit 374 PS. Für die zwölf Zusatz-PS sind neue Lithium-Ionen-Batterien verantwortlich, die die Leistung des Elektromotors auf 143 PS anheben. Das Coupé braucht unveränderte 4,4 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 250 km/h Höchstgeschwindigekeit. Der 60 Kilo schwerere Roadster benötigt für den Sprint auf 100 km/h 4,6 Sekunden. Das Hauptaugenmerk hat BMW i aber auf die elektrische Reichweite im eDrive-Modus gelegt. So soll der i8 Roadster bis zu 53 Kilometer rein elektrisch fahren. Laut BMW soll das eine theoretische Verbesserung um bis zu 50 Prozent darstellen. Gleichzeitig wird der Verbrauch nach EU-Testzyklus für Plug-in-Hybride mit 2,1 Litern pro 100 Kilometer (i8 Coupé: 1,9 Liter) angegeben. Bei konsequenter Benutzung beider Antriebe sollen laut BMW realistische fünf bis sieben Liter Verbrauch pro 100 Kilometer möglich sein.

Technische Daten und Preis: i8 Roadster teurer als das Coupé

BMW i8 Roadster • Dreizylinder-Benziner mit Elektromotor • Hubraum: 1499 ccm • Leistung: 275 kW (374 PS) von 4800 bis 5800 U/min • max. Drehmoment: 570 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 4,6 s • Topspeed: 250 km/h • Gewicht: 1595 kg • Preis: ab ca. 155.000 Euro.

BMW i8 Roadster (2018): Test

Autoren: Jan Götze,

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