BMW iNext (2020): Vorschau

BMW iNext Illustration

BMW iNext: Autonomes Fahren

— 20.01.2017

BMW schickt autonome 7er in die Welt

BMW schickt noch 2017 eine automatisierte Testflotte aus etwa 40 autonomen 7er-BMW in die Welt. Die iNext-Autos sollen 2021 in Serie gehen!

Video: BMW 5er (CES 2017)

Vernetzte Mobilität

(Reuters/cj/cr) BMW will in diesem Jahr mit Oberklasse-Testfahrzeugen den nächsten Schritt zur Serienentwicklung von autonomen Fahrzeugen gehen. Wie die Münchner AUTO BILD bestätigten, wird 2017 eine Flotte von circa 40 BMW 7er Prototypen für das Projekt BMW iNext auf die Straße gebracht. Dabei geht es vorrangig um den Testbetrieb des hoch automatisierten Fahrens (Level 3), partiell aber auch um den Versuchsbetrieb zu voll automatisiertem Fahren (Level 4). Mit an Bord ist dann Technik der strategischen Partner von BMW, dem US-Chip-Riesen Intel und dem israelischen Kameratechnik-Spezialisten Mobileye.

Automatisiertes Fahren in Stufen

Stufe 0: Driver only

Fahrer führt dauerhaft Längs- und Querführung aus. Kein eingreifendes Fahrzeugsystem aktiv.

Automatisiertes Fahren in Stufen 1 von 6
Dabei soll die autonome Testflotte nicht nur in München, sondern auch in den USA und Israel unterwegs sein. Das hatten der Oberklasse-Autobauer und seine Partner anlässlich der Technikmesse CES in Las Vegas bestätigt. "Wir werden München verlassen", sagte BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich mit Blick auf den Testbetrieb. Ein oder zwei computergesteuerte Fahrzeuge sollen auch in Jerusalem an den Start gehen. "Der heilige Gral des vollautonomen Fahrens ist nicht einfach zu erreichen", sagte Fröhlich. Die drei Partner seien nach einem halben Jahr Zusammenarbeit auf einem guten Weg.

BMW auf der CES 2017: Alle Infos

Andere Hersteller zögern noch

Andere Fahrzeughersteller scheuen solche Kooperationen, weil sie fürchten, zum Zulieferer degradiert zu werden, während die Technologiekonzerne den Gewinn abschöpfen. "Jeder spricht von Uber oder Lyft", sagte BMW-Chef Harald Krüger bereits früher. "Wir setzen andere Schwerpunkte." Der Münchner Konzern werde die Mobilitätsdienstleistungen ausweiten und habe mit seinem Flottengeschäft dabei langfristig viele Möglichkeiten. BMW will gemeinsam mit den Technologiepartnern 2021 selbstfahrende Autos auf die Straße bringen. Experten des Autobauers zufolge machen bei Fahrdienst-Anbietern derzeit die Fahrer die Hälfte der Kosten aus. BMW-Manager Tony Douglas sagte: "Wenn der Fahrer weg ist, hat man die Lizenz zum Gelddrucken."

Die Highlights der CES 2017: Alle Infos

Blick in die Zukunft: Thema Connected Car
Alles zum Thema autonomes Fahren
Ab 2021: Autonome Serien-Autos von Ford

Das neue Modell aus der i-Familie solle aber erst 2021 auf den Markt kommen, sagte Fröhlich. Dann sei die Batterietechnik so weit. Der BMW i der Zukunft soll alles können: emissionsfrei und computergesteuert fahren und für den Besitzer eine Art digitaler Diener sein, der das mobile Leben einfacher, komfortabler und sicherer macht. Er schlägt die ideale Route je nach Wetter oder Verkehr vor, er stellt vor dem Einsteigen ins Auto die gewünschte Sitzposition oder die Lieblingsmusik ein, warnt während der Fahrt vor Gefahren oder hilft beim Shopping oder Sightseeing.

Carsharing wird zu Ridesharing

Aus Carsharing soll bei BMW bald Ridesharing werden, bei dem der Kunde gefahren wird.

BMW arbeite auch verstärkt an neuen Services wie der Weiterentwicklung des Carsharings: Beim sogenannten Ridesharing wird der Kunde gefahren – von einem Chauffeur oder künftig vom Roboterauto. "Eine Durchbruchstechnologie", sagte der Münchner Entwicklungschef. Wenn das Auto beim Ridesharing voll autonom fahre, würden die Kosten enorm gesenkt. Fröhlich sieht zudem Chancen in der Kombination von ParkNow und ChargeNow, einem Service zum Suchen und Nutzen von Stromtankstellen: "Wenn man ein elektrifiziertes Auto hat, ist man nicht an einem Parkplatz interessiert, sondern an einem Parkplatz, der wieder nachlädt." Für den Durchbruch neuer Mobilitätsangebote setzt Fröhlich vor allem auf den größten Pkw-Markt der Welt: "China ist in der Durchsetzung solcher Technologiethemen in Summe sehr schnell." Dort seien 2015 mehr elektrifizierte Fahrzeuge verkauft worden "als in allen anderen Weltregionen zusammen". Auf Platz zwei folgten in dieser Hinsicht die USA.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.