BMW/Jaguar/Maserati: Cabrio-Vergleich — 07.02.2011
Für den Platz an der Sonne
Drei Luxus-Cabrios von BMW, Jaguar und Maserati im Vergleich: Hier geht es um Stil. Um Leistung. Und um Gänsehaut aus Freude auf den Sommer – schließlich sind wir doch alle Sonnenanbeter.
Überblick: Alle News und Tests zum BMW 6er
Gestreckt und elegant rauscht der BMW heran, vergessen ist sein Vorgänger mit dem Hinterteil im Stil einer Hundehütte. Dieses Cabrio ist wieder fit fürs Schaulaufen zwischen Sylt und Santa Monica. Was ihm noch an Glamour und Gloria fehlt, das führt die Konkurrenz beim ersten Schaulaufen augenfällig vor. Der Jaguar wirkt mit seinem schmalen, eingezogenen Hinterteil und den glatten, schnörkellosen Flanken fast schon kompakt, imponiert dafür keinen Deut weniger. Gerade als sportlicher XKR (einen anderen als die 510-PS-Topversion hatten sie gerade nicht da) beherrscht der offene Jaguar die urenglische Kunst der stillen Wucht. In ihm schlummert der Geist einer Abrissbirne. Und seit wir den XJ kennen, sehen wir ihn mit anderen Augen: Da steht der letzte Jaguar der alten Schule.
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Überblick: Alle News und Tests zum Maserati GranCabrio
Solche Luxus-Cabrios scheinen Designer zu beflügeln. Auch Maserati findet im GranCabrio zur Höchstform und geigt ganz groß auf: imposantes Heck, dramatische Details wie die hoch aufragenden Radhäuser mit aufgesetzten Bügelfalten, die der Fahrer von innen lustvoll anpeilt. Und wer anders als die Italiener würde sich trauen, im Interieur blauen Kunststoff, dunkles Holz und karamellfarbenes Leder zu kombinieren? Grandioses Kino, das vom Besitzer einen gewaltigen Schuss Exaltiertheit verlangt. Und stets blank polierte Schuhe. Womit wir wieder beim Spielen wären.
News und Tests zu Jaguar
Diese Cabrios sollen den teuren und erlesenen Geschmack ihrer Eigner zur Schau stellen – umso unverständlicher, dass alle drei ihre Insassen tief unter der langen Frontscheibe und hinter hohen Flanken verstecken. Wer in diesen Luxus-Jachten gesehen werden will, muss langsam fahren. Beim Einparken sowieso, weil ihre ausladenden Formen schrecklich unübersichtlich sind. Ein Horror in Parkhäusern. Dabei fällt das Bummeln schwer mit den bärenstarken Achtzylindern, die zwischen 407 PS im 6er und 510 im XKR leisten. Als größte Versuchung aber lockt die Sport-Taste im Maserati mit seinen 440 PS. Einmal drücken, und der 4,7-Liter-Motor (entwickelt von Ferrari) schärft seine Stimme nach und röhrt derart ungeniert, dass in den Straßencafés die Eiswürfel klirren.
Für Geschwindigkeit gemacht
Da kann nur der Jaguar mithalten, der irgendwo zwischen Kompressor und dem größten Hubraum eine Rockband gefangen hält. Die jagt ihr tiefes Bass-Grollen aus vollen fünf Litern aus den Endrohren. Aber wie passt dazu diese Filmsternchen-Lenkung, die zumindest beim Bummeln auf zarte Händchen in Beverly Hills abgestimmt wurde? Erst beim zackigen Kurvenswing legt sie an Präzision zu, und plötzlich passt das Paket des XKR: Die ausgeformten Sportsitze packen fest zu, der Kompressor liefert den Schub fast ohne jede Verzögerung. Das kann nur der Maserati noch besser. Der einzige Sauger im Vergleich reagiert auf Gasbefehle mit der Spontanität eines 19-jährigen Ragazzo, besitzt dennoch beim Ausdrehen zugleich den längsten Atem – der rote Bereich im GranCabrio beginnt erst bei 8000!
Der 6er schlägt den Maserati
Und dieser Rennmotor steckt ausgerechnet im Kreuzer mit dem längsten und unhandlichsten Radstand. Verblüffend, dass der Maserati auf engen Landstraßen trotzdem erstaunliches Kurventalent beweist. Alles, was dem GranCabrio fehlt, besitzt der neue 6er im Überfluss: die hochmoderne Achtstufenautomatik zum Spritsparen, die messerscharfe Aktiv-Lenkung (nur zwei Umdrehungen) und gegen Aufpreis den ganzen Blumenstrauß der elektronischen Assistenzsysteme von A wie Adaptive Drive bis S wie Spurverlassenswarner. Man braucht sie nicht, aber im Konzert schrumpfen sie den 6er auf gefühltes 3er-Format. Und im Golfklub taugen sie bestens zum Angeben.
Sechsstelliger Preisbereich auch mit BMW schnell erreicht
Technische Daten
BMW 650i Cabrio: V8-Biturbo, vorn längs • Hubraum 4395 cm³ • Leistung 300 kW (407 PS) bei 5500/min • max. Drehmoment 600 Nm bei 1750/min • Höchstgeschw. 250 km/h, 0–100 km/h in 5,0 s • Verbrauch 10,7 l SP/100 km • C02-Ausstoß 249 g/km • Preis: 94.300 Euro.Jaguar XKR Cabrio: V8-Kompressor, vorn längs • Hubraum 5000 cm³ • Leistung 375 kW (510 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment 625 Nm bei 2500/min • Höchstgeschw. 250 km/h, 0–100 km/h in 4,8 s • Verbrauch 12,3 l S/100 km • CO2-Ausstoß 292 g/km • Preis: 95.882 Euro.
Maserati GranCabrio: V8, vorn längs • Hubraum 4691 cm³ • Leistung 323 kW (440 PS) bei 7000/min • max. Drehmoment 490 Nm bei 4750/min • Höchstgeschwindigkeit 283 km/h • 0–100 km/h in 5,3 s • Verbrauch 15,2 l S/100 km • CO2-Ausstoß 354 g/km • Preis: 132.770 Euro.
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Kommentare zum Artikel (50)
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ich hätte es genau andersrum gemacht. maserati 1. unglaublich gutes hammermäßiges design! 2. Jaguar sehr sehr chick und mit abstand am luxuriösesten! 3. der unendlichlangweilige BMW. *gäääääähn* sieht aus wie jeder andere BMW auch... fährt ein maserati oder jaguar an einem vorbei guckt man ihnen 100 pro nach... der BMW allerdings hat ein extrem langweiligs und einfallsloses allerweltsdesign. für leute die unauffällige autos fahren wollen aber ok.
Ich bin einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden! Außerdem ist mein Fahrrad wieder kaputt. Klingt komisch, ist aber so!
Der BMW gewinnt bei Autobild. Immer und immer und immer wieder. Ich weiche wieder auf die schweizer Presse aus. Die ist wenigstens unvoreingenommen.
Maserati und Jaguar sind nur was für Hartz4 empfänger. Es geht nichts über einen BMW.
Ja es stimmt ich muss zum Arzt, ich finde nämlich den Schwulen Kraut-Karren Namens Bmw 6er am besten... Gekauft hab ich mir aber nen Bmw E36 Cabrio von Alis Kebab-Stand mit 346000 Km und Krasser M Ausstattung. Vom Maserati und Jaguar träume ich schon ewig aber durch meinen Job als Kloputzer kann ich mir solch schöne Autos wie den Maserati nicht leisten...