BMW M2 Safety Car MotoGP (2016): Fahrbericht

BMW M2 Safety Car MotoGP (2016): Fahrbericht

— 21.03.2016

Dieser M2 macht Alarm

BMW stellt mit dem M2 Safety Car das Vorausfahrzeug für die MotoGP-Rennserie. AUTO BILD ist den heißen Blaulicht-M2 in Qatar gefahren!

Blaulicht und M2: Dass diese Kombination zusammenpasst, beweist BMW mit dem M2 Safety Car, das pünktlich zum Start der MotoGP-Rennsaison 2016 direkt per Luftpost nach Qatar geliefert wurde. Mit dem M2 setzen die Münchener nach den M6- und M4-Safety-Cars die Tradition der wilden MotoGP-Vorausfahrzeuge fort. AUTO BILD durfte den brandneuen Blaulicht-M2 auf den Losail International Circuit entführen.
Auf einen Blick: Alles zum BMW M2

Der Käfig wurde speziell an den BMW M2 angepasst. Außerdem gehört ein Feuerlöscher zur Ausstattung im Safety Car.

In 1000 Stunden Arbeitszeit wurde ab Mitte Oktober 2015 aus einem schneeweißen Serien-M2 das neue Safety Car der Moto GP. Hierfür wurde der M2 komplett gestrippt, im Innenraum mit einem goldenen Käfig, Rennsitzen und einer Schalttafel für das LED-Ornat an Front, Heck und auf dem Dach versehen. Die sonst blauen Nähte in den Alcantara-Tapeten strahlen ebenso gülden wie Rennsportfelgen, Bremsanlage und Mittelspeiche des Lenkrades.

Noch rotziger, noch wilder

Video: BMW M2 Coupé (2016)

Kompakt, breit, stark

Der aufgeladene Dreiliter-Sechszylinder mit 370 PS und 500 Nm Drehmoment hört sich im Vergleich zum alles andere als zahmen Straßenmodell des BMW M2 noch rotziger und wilder an. Der Grund liegt in der Auspuffanlage, die mit einem glatten Durchstoß jede Menge Platz zum freien Durchatmen hat. Das beweist der 1,5 Tonnen schwere Sportler bereits kurz nach dem Start auf dem 5380 Meter langen Wüstenkurs. Hunderte von Hochleistungsstrahlern machen den 2004 eröffneten Losail Race Track, zwischen Qatars Hauptstadt Doha und dem verschlafenen Al Khor im Norden gelegen, zu einem gleißend hellen Hochgeschwindigkeitsteppich. Es ist ausklingender Winter und die Temperaturen sind zu dieser nächtlichen Stunde angenehm für Fahrer und Material unter die 20-Grad-Marke gefallen.
Erste Fahrt im BMW M2

Der Lichtbalken auf dem Dach ist besonders flach, stört aber trotzdem die Aerodynamik. Abhilfe schafft der Carbon-Heckflügel.

Die Garchinger Dickbacke nimmt in den ersten spitzen Kehren langsam Fahrt auf. Auch wenn die Rennstrecken-Version kaum leichter als sein Serienbruder über den Asphalt brüllt, ist das Fahrgefühl ein völlig anderes. Der Grund liegt weniger am umfangreichen Leitwerk, das dem Bayern verabreicht wurde, sondern insbesondere an Gewindefahrwerk und den Cup-Reifen, die nach einer Runde langsam auf Temperatur kommen. Gemeinsam mit dem üppigen Reifenabrieb des MotoGP-Trainings bildet sich eine überaus griffige Melange für Kurvenliebhaber. Hinter den grellen Scheinwerfer-Vorhängen ist außer der schwarzen Wüstenacht allenfalls die Lusail Mehrzweckhalle zu erspähen, die sich wie eine Schaumkrone in den verwunschenen Himmel erhebt.

BMW M2 vs. Porsche 911

Das Safety Car feilt mit Cupbereifung um die Ecken

Mit jedem Meter kommen Bremsen und Pneus mehr auf Temperatur, um sich mit den Wünschen des Piloten zu verzahnen. Der Gummiabrieb der Rennmaschinen sorgt in Verbindung mit den Cupreifen des M2 Safety Cars für ein Übriges, die Ideallinie entlangzufeilen. Der zweite Teil der Rennstrecke, grob einer jubelnden Keith-Haring-Figur nachempfunden, ist weitläufiger und schneller als die ersten zehn der insgesamt 16 Kurven. Die kühnen MotoGP-Piloten umrunden das Aushängeschild Qatars auf ihren 260 PS starken Donnervögeln in 1:55 Minuten, während sie auf der ein Kilometer langen Start-und Zielgerade mit Tempo 350 an Boxen und Zuschauern vorbeidonnern.
Das kostet der Einstieg in die M-Welt: Vorstellung BMW M2

Bei 270 km/h ist Schluss

Viel Grip an der Vorderachse und leicht schwänzeldes Heck – so meistert der Blaulicht-M2 die 16 Kurven in Qatar.

Da kann der allemal ambitionierte BMW M2 selbst im Renntrimm nicht ganz mithalten. Bei Tempo 270 wird ohnehin elektronisch eingegriffen und auf dem Losail Race Track schafft das weiß-blau-rote Kurvenmonster 230 km/h. Doch spannender als der Topspeed allein sind die ersten Kurven, die der Bayer perfekt austariert mit griffiger Vorderachse und leicht schwänzelndem Heck durchpflügt. Dabei schnalzen die Schaltstufen des Doppelkupplungsgetriebes nur so durch den Mitteltunnel und das aktive Hinterachsdifferenzial vollbringt sportliche Höchstleistungen, um den Tatendrang des Piloten auf den Asphalt zu bannen. Nach ein paar schnellen Runden geht es wieder zurück in die menschenleere Boxengasse. Die Motorkühlung läuft, die Bremsen knacken und der Pilot öffnet seinen Sechs-Punkt-Gurt.

BMW M4 GTS (Tokio 2015): Sitzprobe

Während die LED-Blitze an den Wänden zucken, brabbelt sich der Renner in seine Garage. Nachtruhe. Zurück ins heimische Garching kommt er übrigens nach dem fünften Rennen in Le Mans – zur großen Durchsicht.

Autor: Stefan Grundhoff

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Rennwagen

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