BMW M3 im Test

BMW M3: Test

— 09.09.2014

Die zwei Gesichter des BMW M3

Der BMW M3 schafft den Spagat zwischen Sportwagen und Alltags-Limousine: Forciertes Cruisen oder schnelle Rennstreckenrunden? Beides geht!

Mal ganz ehrlich: So geil (Verzeihung) sich ein Elfer auch fährt – im Alltag nervt er auf Dauer dann doch. Zu eng, zu laut, zu direkt, um im stressigen Alltag einen charmanten Begleiter abzugeben. Wer fährt schon jeden Tag auf die Rennstrecke? Zugegeben, ein Luxusproblem, für das BMW jetzt Abhilfe anbietet.

Einen Burnout gibt es mit elektronischer Unterstützung

Wer's braucht: Durchdrehende Hinterreifen serviert die Elektronik im "Smokey Burnout"-Modus.

M3 heißt die Limousine, die den Spagat zwischen Rennstrecke und Alltag schaffen soll. Und die Bayern haben den Mund nicht zu voll genommen. Beim Start brummelt der doppelt aufgeladene Reihensechszylinder zufrieden und dezent vor sich hin. Das Doppelkupplungsgetriebe legt die Gänge sanft und kaum merklich ein, immer um eine möglichst niedrige Drehzahl bemüht. Sogar das Fahrwerk federt im Komfort-Modus ausreichend bekömmlich – die Bandscheiben sind jedenfalls auch auf groben Unebenheiten nie in Gefahr. Das ist aber nur die eine Seite des sportlichsten 3ers. Im Sport-Modus strafft sich die Limousine wie ein Hundertmeterläufer kurz vor dem Start. Die Elektronik hilft sogar, die Sau rauszulassen. "Smokey Burnout" heißt eine Funktion, die beim Beschleunigen die Hinterräder durchdrehen lässt.
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Wird das ESP komplett deaktiviert, geht der M3 quer und gut beherrschbar durch die Kurven. Keine Frage, der hauseigene Tuner M hat kaum eine Schraube vom normalen 3er übernommen – bei jeder Lenkraddrehung gut zu spüren. Erstaunlich auch die Preispositionierung des M3. Der kostet ohne DKG 71.500 Euro, was natürlich viel Geld ist. Ein kaum schnellerer Porsche 911 aber kostet rund 20.000 Euro mehr – und ist nicht zwei Autos in einem.
Fahrzeugdaten BMW M3
Motor Sechszylinder, Biturbo
Einbaulage vorn längs
Hubraum 2979 cm³
kW (PS) bei 1/min 317 (431)/5500
Nm bei 1/min 550/1850
Vmax 280 km/h
Getriebe Siebengang, Doppelkupplung
Antrieb Hinterradantrieb
Testwagenbereifung 255/35 - 275/35 ZR 19 Y
Kältemittel* R134a
Tankinhalt 60 l/Super
Kofferraumvolumen 480 l
Länge/Breite/Höhe 4671/1877-2037**/1424 mm
Preis ab 75.400 Euro
* R134a: altes Kältemittel, steht vor der Ablösung; ** Breite mit Außenspiegeln
Messwerte BMW M3
Beschleunigung
0–50 km/h 2,0 s
0–100 km/h 4,3 s
0–160 km/h 8,9 s
Zwischenspurt
60–100 km/h 1,9 s
80–120 km/h 2,3 s
Leergewicht/Zuladung 1619/481 kg
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 34,1 m
aus 100 km/h warm 33,7 m
Innengeräusch
bei 50 km/h 60 dB (A)
bei 100 km/h 69 dB (A)
bei 130 km/h 73 dB (A)
Wendekreis links/rechts 12,0/12,0 m
Testverbrauch/CO2 10,7 l S/254 g/km
Reichweite 560 km

Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Es ist schon erstaunlich, wie vernünftig ein so unvernünftiges Autos wie der M3 sein kann. Er gibt den kompetenten Alltagshelden – und kann auf der Rennstrecke trotzdem richtig begeistern.

Stichworte:

Sportwagen

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