BMW M4 Cabrio: Fahrbericht

BMW M4 Cabrio BMW M4 Cabrio BMW M4 Cabrio

BMW M4 Cabrio: Fahrbericht

— 31.08.2014

So fährt das BMW M4 Cabrio

BMW schickt nach dem M4 Coupé auch das Cabriolet auf Kurvenhatz. Das erfreut mit Komfort und Sportlichkeit auf hohem Niveau. Fahrbericht!

Ein M3-Cabriolet hat bei BMW schon eine gewisse Tradition. Doch nachdem BMW das Coupé zum 4er geadelt hat, heißt das passende Cabriolet jetzt eben M4. Die rückwärts gewandten M3-Jünger werden beklagen, dass unter der hübschen Haube jetzt kein V8-Sauger mehr steckt, aber seien wie ehrlich: Ja, der aufgeladene R6 ist kein V8 wie noch im Vorgänger-M3, er kann und will das auch nicht sein. Und nein, andere Nachteile als den vielleicht etwas sanfteren Klang hat das nicht. Auch der R6 kann brüllen, ziemlich wild sogar, und langsamer ist er sowieso nicht.

BMW M4 (2014): Fahrbericht

BMW M4 (2014): Fahrbericht BMW M4 (2014): Fahrbericht BMW M4 (2014): Fahrbericht
Er hat feine Manieren, dreht bissig, und beschleunigt den M4 brachial, der ist atemberaubend schnell. Die Zahlen – 431 PS, 550 Nm bei 1850 Touren, 0 bis 100 in 4,4 Sekunden (Testwagen mit DKG, der Handschalter mit sechs Gängen braucht zwei Zehntel länger) sprechen eine deutliche Sprache. Aber das ist nicht alles: Er ist das auf eine unangestrengte Art, belästigt den Fahrer nicht mit irgendwelchen Zicken.

Das Verdeck schließt bis Tempo 18

Video: BMW M4 Cabrio (2014)

Top-Sprinter M4 Cabrio

Wie beim Vorgänger setzt BMW wieder auf ein dreiteiliges Stahl-Klappverdeck. Das Ganze ist sehr elegant verpackt, das Verdeck legt sich geöffnet unauffällig im ziemlich schneidigen Heck ab. Das war ja nicht immer so. Die Öffnung (auf Tastendruck) dauert knapp 25 Sekunden, geschieht vollelektrisch und maximal bis Tempo 18 km/h. Darüber geht nicht, wir haben es probiert. Mit dem Stahldach ist der M4 kein Leichtgewicht, insgesamt bringt das Cabrio 250 Kilo mehr als das M4 Coupé auf die Waage, hat aber unbestreitbare Vorteile bei Komfort, Lärm und Wintertauglichkeit. Und die bewegte Masse liegt immer noch 60 Kilo unter dem Gewicht des Vorgänger-Cabrios. Das geschlossene Verdeck isoliert außerdem bemerkenswert gut gegen den Lärm, es bleibt erstaunlich leise an Bord, auch bei hohem Tempo. Und das wiederum dürfte die normale Gangart des M4 sein.

Der Kofferraum fasst offen nur 220 Liter

Offen fahren bedeutet Verzicht: 220 Liter Gepäckvolumen reichen nur für den Kurzurlaub.

In Zahlen: Das Mehrgewicht kostet das Cabrio drei Zehntel von 0 auf 100 km/h (4,4 statt 4,1 s mit Doppelkupplungsgetriebe) gegenüber dem Coupé, aber im Alltag spielt das keine Rolle. Und der Bayer kann mit dem Stahldach eben auch die sanfte Tour. Dazu passt dann auch, dass es gegen Aufpreis auch eine dieser Nackenheizungen gibt, aus der warme Luft strömt. Für echte Frischluftfans mag das nach Weichspüler in erhöhter Dosis klingen, aber das M4-Cabriolet kann auch die harte Tour, lässt sich punktgenau und im hohen Tempo um die Kurven zirkeln. Und das sogar, obwohl die aufgezogenen Michelin Pilot Super Sport der Dimension 255/35 ZR 19 vorn und 275/35 ZR 19 eher den Komfort denn den Krawallo unterstützen.

Sitzprobe: BMW M4

BMW M4 Sitzprobe BMW M4 Coupé Profil BMW M4 Coupé
Die praktischen Momente im M4 Cabrio sind eher rar gesäht: Hinten ist es nicht wirklich gemütlich, in den Kofferraum passen bescheidene 220 (offen) bis 370 Liter Gepäck. Preise nennt BMW noch nicht, aber auf den Tarif des Coupés (ab 72.200 Euro) werden die Münchner sicher noch einen Cabriolet-Zuschlag von mehreren Tausend Euro erheben.

Autoren: Dirk Branke,

Stichworte:

Sportwagen

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