BMW M4: Sitzprobe

BMW M4 Coupé Profil BMW M4 Coupé BMW M4 Coupé

BMW M4: Sitzprobe

— 13.12.2013

So sitzt es sich im neuen BMW M4

Das neue Modellduo aus dem Hause BMW sorgt gehörig für Aufsehen. Innen sind M3 und M4 identisch gestaltet und bleiben beim bewährten Konzept. AUTO BILD hat im Komfort-Sportler M4 Platz genommen.

Klar, ein BMW M-Modell muss sich vor nichts und niemanden verstecken. Und es darf auch richtig auffallen. Das neue Modellduo M3 (Limousine) und M4 (Coupé) drängt sich mit extrem sportlichem Dresscode und krasser Farbwahl jedenfalls mächtig ins Blickfeld. Beim AUTO BILD-Fototermin im Münchner BMW-Stammwerk schreit das Power-Paar unsere Fotografin geradezu an: "Wir sind da! Es kann losgehen!" Der M3 rollt in Yasmarina-Blau vor, sein zweitüriges Pendant trägt Austin-Yellow. Die neuen Farbtöne fürs wichtigste M-Modell hat BMW nach Rennstrecken auf der ganzen Welt benannt. Denn schon längst ist der M3/M4 kein limitiertes Homologationsmodell mehr, sondern ein globaler Verkaufsschlager im Segment der Hochleistungsportwagen.

Bilder: BMW M4 (2014) Vorstellung

BMW M4 Coupé BMW M4 Coupé BMW M4 Coupé

Großzügig: Im M4 finden vier Leute plus Gepäck gut Platz. Und sogar der Einstieg in den Fond des Zweitürers gelingt würdevoll.

Er wird es bleiben, denn schon bei der ersten Begegnung zeigen die beiden M-Zwillinge was sie drauf haben. Da wäre zunächst die stimmige und auf Funktion getrimmte Karosserie. Sie verrät das hohe Dynamikpotential des Autos, ohne dabei zu dick aufzutragen. Breit stellt es seine Kotflügel nach außen, damit die wuchtige 18-Zoll-Mischbereifung (255 vorn, 275 hinten) in den Radhäusern Platz findet. In Bug und Kotflügeln gibt es viele und große Luftöffnungen. Ein Topathlet muss natürlich gut ein- und ausatmen können. Denn gegenüber seinem Vorgänger mit V-Acht-Motor sind die technischen Herausforderungen nochmals gestiegen. Der M3/M4 wird nämlich nun von einem Dreiliter-Sechszylinder angetrieben, der aber dank Bi-Turboaufladung 431 und damit elf PS mehr leistet als der abgelöste M3. Entsprechend hoch ist der Kühlbedarf des aufgeladenen Reihenaggregats.

BMW M3 (2014): Vorstellung

BMW M3 Limousine BMW M3 Limousine BMW M3 Limousine
Innen sind M3 und M4 identisch gestaltet und bleiben beim bewährten Konzept. Serienmäßig ragt noch immer ein Handschaltknauf aus der Mittelkonsole; gegen Aufpreis gibt es das siebengängige Doppelkupplungsgetriebe, das auch mit Paddels am Lenkrad zu schalten ist. Die gut konturierten Sitze sind fast so dünn wie Rennschalen, bieten viel Seitenhalt, bringen aber auch für lange Autobahnreisen genügend Komfort mit. Einen besonderen Gag haben sich die Designer für die Rückenlehne einfallen lassen. Dort ist neuerdings ein M-Emblem eingearbeitet, das im Dunkeln sogar beleuchtet ist. Hier verliert der schnelle BMW seine ansonsten kühle, technische Innenraumgestaltung und begibt sich an die Grenze zum Kitsch. Das hat er doch nun wirklich nicht nötig. Ansonsten haben die Gestalter auf übertriebene Effekte verzichtet. Hinter dem griffigen Lenkrad liegen nach wie vor die beiden typischen Rundinstrumente. Im Drehzahlmesser beginnt der rote Bereich nun allerdings früher. Drehte der V-Acht bis über 8000 Umdrehungen, geht dem aufgeladenen Sechszylinder die Puste eher aus. Typisch Turbo eben; trotzdem ist die Maximaldrehzahl von 7600 Touren ein neuer Superlativ für zwangsbeatmete Triebwerke. Weltweit gibt es keinen Serien-Turbo, der höher orgelt als der neue M3/M4. 550 Newtonmeter maximales Drehmoment bedeuten außerdem einen Kraftzuwachs von 40 Prozent gegenüber dem kurzhubigen Vierliter-Hochdrehzahlsauger.

So fährt der BMW M4 (2013)

Er wird es also gut aufnehmen können mit einem Porsche 911 Carrera S. Anders als der Elfer ist der M4 ein Coupé, in dem vier Leute plus Gepäck gut Platz finden. Selbst der Einstieg in den Fond des Zweitürers gelingt noch würdevoll. Der M3 dagegen bietet sogar den gleichen Platz wie die normale 3er-Limousine und verkörpert damit den Inbegriff der rasenden Familienkutsche in Reinkultur. Dass der M3 700 Euro billiger ist als das ab 72.200 Euro teure Coupé, das bislang ein Dach aus Carbon als exklusives Alleinstellungsmerkmal aufzuweisen hatte, ist ein weiteres gewichtiges Argument für die Limousine. Denn nun trägt auch der Viertürer das leichte Dach aus edlem Kohlenstoff. Bleibt ein leichter Gewichtsvorteil von 23 Kilo zugunsten des M4 und die sportlichere Erscheinung. Oder liegt das vielleicht nur an der Farbe?

Autor: Jörg Maltzan

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