BMW M6 Cabrio: Fahrbericht

BMW M6 Cabrio: Fahrbericht

— 28.05.2012

Lust auf einen flotten Sechser?

BMW bringt Ende Juni 2012 das M6 Cabrio mit V8 und 560 PS auf den Markt. Der Doppelturbo macht mehr Musik als jede bayrische Blaskapelle und sorgt für brachialen Durchzug.

Anderthalb Jahre nach der Premiere des aktuellen Sechsers bringt BMW jetzt den neuen M6 auf den Weg. Der Spitzensportler für Genießer startet Ende Juni zu Preisen ab 131.000 Euro als Cabrio. Ende September folgt für gut 7000 Euro Nachlass das Coupé. Und wer bis Anfang 2013 warten kann, der bekommt ganz sicher auch das neue Gran Coupé mit vier Türen in einer M-Version. Genau wie der M5, verabschiedet sich mit dem Generationswechsel nun auch der M6 vom ebenso exklusiven wie exotischen Zehnzylinder. Unter der Haube des Cabrios steckt künftig der doppelt aufgeladene V8 der M-GmbH. Zwar schmilzt der Hubraum auf 4,4 Liter, doch klettert die Leistung dank der Turbos auf 560 PS, und das imposante Drehmomentplateau gipfelt jetzt erst bei 680 Nm.

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Das Heck fällt wegen des schlank faltenden Stoffverdecks erfreulich flach aus.

So macht der M6 vor allem bei offenem Verdeck nicht nur mehr Musik als jede bayerische Blaskapelle, sondern bringt den potenten Luxusliner mehr als flott in Fahrt. Während das tiefe Grollen aus den vier Endrohren zu einem wütenden Brüllen anschwillt und es einen tief in die weichen Ledersessel drückt, lässt der Zweitonner die Physik hinter sich und schnellt in 4,3 Sekunden auf Tempo 100. 200 Sachen hat man schon nach 13,1 Sekunden auf dem Tacho. Und das bei 250 km/h noch lange nicht Schluss sein muss, dafür sorgt das M Drivers Package. Wer sein Kreuzchen an der richtigen Stelle macht und zum Fahrertraining geht, für den endet der Reiz des Rasens erst bei 305 km/h.

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Der M6 trägt die für Autos aus Garching üblichen Kiemen in den vorderen Kotflügeln.

Natürlich ist ein Auto wie der M6 hoffnungslos unvernünftig und ein Fanal für alle Klimaschützer. Doch so ganz hat BMW die Bodenhaftung nicht verloren. Im Gegenteil: Konsequent setzten die Bayern auch auf der Überholspur auf "Efficient Dynamics" und geizen deshalb beim M5 nicht an Spritspartechnik wie der Start-Stopp-Automatik. Mit Erfolg: Obwohl größer, stärker und schneller als früher, ist der neue M6 über 30 Prozent sparsamer. Zumindest auf dem Prüfstand ist das Cabrio mit 10,3 Litern zufrieden. Viel Leistung ist das eine. Aber man muss die Kraft ja auch irgendwie auf die Straße bringen. Deshalb gibt es wie immer bei der M-GmbH ein neues Getriebe mit Doppelkupplung, sieben Gängen und mehr Möglichkeiten zur elektronischen Feinjustierung als auf der Playstation. Außerdem haben die Bayern am Fahrwerk gearbeitet, für mehr Kurvendynamik eine Hinterachssperre eingebaut, die Lenkung nachgeschärft und Bremsen montiert, die richtig Biss haben.

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Dazu gibt es einen neuen Maßanzug für den bayerischen Bodybuilder: Der Innenraum wird sportlich verfeinert und das Karosseriedesign wird sichtlich kräftiger. Die Motorhaube ist stärker konturiert, der Blick ist stur und böse, die Schweller sind breiter und die Spoiler größer als bei der Serie. Außerdem trägt der M6 nartürlich die Kiemen in den vorderen Kotflügeln, bekommt neue Außenspiegel sowie andere Räder und Reifen.

Autor: Thomas Geiger

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