Sitzprobe BMW M760Li xDrive

BMW M760Li xDrive (Genf 2016) im Test: Sitzprobe

— 03.03.2016

Hier fährt der Chef selbst

BMWs neue Cheflimousine heißt M760. Doch das Flaggschiff mit 600 PS starkem V12 hat ein Problem: Wer will da schon hinten sitzen?

BMW hat schlechte Nachrichten für Chauffeure. Nach dem Kauf eines BMW M760Li xDrive dürften einige Chefs ihre Fahrer vor die Tür setzen. Denn wer will bei dieser Powerlimo schon hinten einsteigen? Und so zieht der Boss das Sakko aus und krempelt die Ärmel hoch, um hinterm M-Steuer Platz zu nehmen, dem wahren Chefsessel im M760. Der Sitzkomfort ist hoch, eben typisch 7er. Mit Blick auf das dicke V12-Logo vor der Armablage und dem M760Li-Zeichen auf dem neu gestalteten digitalen Kombiinstrument drängt sich in der Genfer Messehalle eine Frage auf: Wie wird sich das anfühlen, wenn der Zwölfzylinder mit 6,6 Litern Hubraum und 600 PS brüllend zum Leben erwacht und den Fahrer beim Beschleunigen ins Leder drückt?
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Mattschwarzer Besuchermagnet

Video: BMW M760Li xDrive (Genf 2016)

Der Power-Luxusliner

Mit heckbetontem Allradantrieb und der überarbeiteten Achtgang-Automatik soll der M760Li immerhin nach 3,9 Sekunden den Tachozeiger die 100-Marke überschreiten lassen. Mit optionalem M Driver's Package sind sogar 305 km/h Spitze laut BMW möglich. Unweigerlich zuckt es im linken Fuß und die Hand würde gerne zum Start-Kopf schnellen. Bevor es uns überkommt, steigen wir aus und werfen einen Blick unter die Motorhaube auf das gewaltige Triebwerk. Im M760Li ist ein komplett neu entwickelter V12 mit Turboaufladung am Start. Der 760Li der Vorgänger-Generation F01 holte seine 544 PS noch aus einem 6-Liter-V12, beim M760Li wurde der Hubraum erhöht. Nicht nur AUTO BILD interessiert sich für das Aggregat. Während der Sitzprobe klappt die Motorhaube fast im Minutentakt auf und zu. Der M760 ist neben dem M2 Performance das Highlight auf dem BMW-Stand. Die mattschwarze Lackierung der großen Limousine scheint die Besucher magisch anzuziehen.

Die Chauffeure haben nochmal Glück gehabt

Entspannter rasen: In Reihe zwei bietet der Über-7er jeden Luxus. Und vorne amüsiert sich der Chauffeur.

Trotz der sportlichen Auslegung kommt der Komfort laut BMW nicht zu kurz. Das Fahrwerk Executive Drive Pro soll zwar die Fahrdynamik verbessern, sich aber nicht negativ auf den Komfort auswirken. Für noch mehr Luxus im Innenraum des neuen Topmodells sorgen Nappaleder und Hochflor-Fußmatten. Auch Fond-Entertainment ist für den auschließlich als Langversion angebotenen M760Li erhältlich. An Platz und Bequemlichkeit mangelt es im Fond sicherlich nicht. Ok Chauffeur, Glück gehabt, ich stelle Dich wieder ein und Du darfst mich nach dem anstrengenden Messetag ins Hotel fahren. Zumindest bis BMW irgendwann vielleicht einen richtigen M7 auf den Markt bringt ist dein Job gesichert.

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