BMW MCV: Neues von den Megacity Vehicles — 02.07.2010

Vom Project i zur i-setta?

Project i, Megacity Vehicle, i-setta: Viele Namen für die Zukunftspläne von BMW. Die Bayern machen ernst mit der Elektro-Mobilität. Und setzen dabei auf Leichtbau und neue Werkstoffe.

Wie sieht der BMW der Zukunft aus? Das hat BMW bereits 2007 unter dem Begriff Project i zusammengefasst, der die Eigenschaften umweltschonend (ökologisch), profitabel (ökonomisch) und sozial verträglich beinhaltet. Umgesetzt werden soll das in Form des sogenannten Megacity Vehicles (MCV), dass die Metropolen dieser Welt – und die werden täglich größer und zahlreicher – mit einem sauberen und bezahlbaren Auto versorgen soll. Versuchsträger wie E-Mini und Concept Active E sollen dem Weg bereiten für ein völlig neues Fahrzeugkonzept, das es so nicht nur bei BMW noch nie gab. Das Megacity Vehicle wird kein BMW – es wird ab 2013 unter einer Sub-Marke von BMW angeboten, wir tippen auf Mini. Der kleine Elektro-Knubbel könnte aber auch als i-setta zur Welt kommen. Jetzt enthüllt BMW technische Details, die zeigen, dass das MCV ein völlig neuer BMW wird. Der Elektromotor bekommt sein Futter aus Lithium-Ionen-Akkus, die vor dem über der Hinterachse platzierten Aggregat sitzen. Die Besonderheit daran ist, dass hier die volle Motorleistung bereits zum Anfahren zur Verfügung steht und nicht erst wie bei Verbrennungsmotoren über die Motordrehzahl aufgebaut werden muss. Differenziale, Schlupfregelungen und nur eine Getriebestufe sorgen dafür, dass das gesamte Drehmoment auf die Straße übertragen wird.

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BMW erprobt eine Fahrgastzelle aus Carbon – der Motor sitzt über der Hinterachse.

BMW erprobt eine Fahrgastzelle aus Carbon – der Motor sitzt über der Hinterachse.

Und auch bei den verbauten Materialien betritt BMW teilweise Neuland: Die Radaufhängungen bestehen aus Alu, Teile der Karosserie aus Carbonfaser. Immerhin muss das etwa 100 Kilo schwere Batteriepack kompensiert werden, dafür nutzt BMW neue Techniken von Zulieferern bei der Verarbeitung des teuren Rohstoffs Carbon. LifeDrive-Konzept nennt BMW das aus zwei horizontal getrennten, unabhängigen Modulen. Ein "Drive"-Modul, ein Chassis aus Aluminium, bildet das Fundament und integriert Batterie und Antrieb. Als Gegenpart fungiert ein "Life"-Modul aus einer hochfesten und leichten Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Damit die Kosten den Rahmen nicht sprengen, wird der CFK in einer Art Massenproduktion gefertigt: Großflächige Fasergelege werden automatisiert zugeschnitten, vorgeformt, und anschließend mit Flüssigharz gehärtet. Das spart Zeit und Geld – denn das Megacity Vehicle soll in der Basis nicht mehr als 20.000 Euro kosten. Und auch ein Name wird bereits gehandelt: i-setta. Eine gelungene Brücke zwischen Historie und Zukunft. Mehr Details zum BMW i-setta erfahren Sie in AUTO BILD 26/2010 – ab 2. Juli am Kiosk!

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Kfzi
02.07.2010, 11:35Uhr

Gut, Leichtbau mag erst energieaufwändiger in der Herstellung sein, rechnet sich über die vermiedenen CO2-Emissionen im Betrieb aber schon nach wenigen zigtausend km.

Hoffentlich vergessen die nicht die Aerodynamik.

Schon bei zügigen Stadtfahrten führt ein sehr niedriger cw-Wert um/unter 0,19 dann zu unter 1,9 Litern auf 100 km

oder, auch um diese unökologischen Akkus zu kompensieren, Stromverbrauch unter 9 kWh auf 100 km.

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