BMW Vision Efficient Dynamics X5

BMW-Mobilitätsstudie

— 23.06.2008

Wird Autofahren zum Luxusgut?

Das Institut für Mobilitätsforschung (BMW-Group) hat eine Studie zum Thema Mobilität im Jahre 2025 veröffentlicht. Steigende Energiepreise bei stagnierenden Einkommen werfen die Frage auf, ob Mobilität in Zukunft noch bezahlbar sein wird.

Die Preise für Kraftstoffe steigen immer weiter, viele Haushalte können die höheren Energieausgaben nicht durch höhere Einkommen ausgleichen. Diese Entwicklung hat BMW dazu veranlasst, eine Studie in Auftrag zu geben. In der Studie geht es darum, wieviel Geld die deutschen Autofahrer im Jahr 2025 für ihre Mobilität ausgeben werden. Die Überraschung: Trotz des stark gestiegenen Rohölpreises geht BMW davon aus, dass die Verteuerung der Mobilität in den nächsten 17 Jahren recht moderat ausfällt. In der Studie wird von anhaltend hohen, jedoch nicht von extremen Energiepreisen ausgegangen. Demnach rechnen die Forscher mit einem Preis von 1,95 Euro je Liter Diesel oder Superbenzin im Jahr 2025.

Die Forscher gehen von der Einführung einer Pkw-Maut aus

Die steigenden Kraftstoffpreise werden durch sparsamere Motoren teilweise ausgeglichen:  Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der PKW-Flotte wird nach den Ergebnissen der BMW-Studie nur 5,2 Liter je 100 Kilometer betragen. Da dem Bundeshaushalt durch den erwarteten Minderverbrauch rund 30 Prozent Mineralölsteuereinnahmen fehlen werden, gehen die Forscher von der Einführung einer Pkw-Maut in Höhe von 0,02 Cent je Kilometer aus.

Dr. Irene Feige vom Institut für Mobilitätsforschung (BMW-Group) in Berlin beantwortet AUTO BILD die Frage, ob Autofahren in Zukunft noch bezahlbar ist. AUTO BILD: Sie haben in einer Studie die Mobilität der Deutschen im Jahre 2025 untersucht. Müssen wir uns Sorgen machen? Feige: Ein Ergebnis war, dass sich aufgrund der steigenden Preise vor allem Bürger unterer Einkommensschichten möglicherweise ihren Wunsch nach Mobilität nicht mehr erfüllen können, weil das Einkommen nicht in gleichem Maße mitwächst. Höhere Gehaltsklassen stehen in 17 Jahren sogar besser da als heute. Mobilität wird ein Luxusgut? Untere Einkommensgruppen geben von ihrem Geld prozentual mehr für Mobilität aus als Gutverdiener. Sie trifft die Entwicklung entsprechend stärker. Überspitzt formuliert: Freie Fahrt nur noch für reiche Bürger? Das kann man so nicht sagen. Die Zahl der Führerscheinbesitzer nimmt bis 2025 um sieben Millionen zu, vor allem durch mehr Frauen am Steuer. Dennoch wird das Verkehrsaufkommen in den nächsten 17 Jahren nach unseren Prognosen nur um ein Prozent steigen.

Autor: Lars Busemann

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