BMW und Fiat

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 2) Werks-Tuning von A bis Z (Teil 2)

BMW und Fiat

— 20.12.2002

Werks-Tuning von A bis Z (Teil 2)

Getunte Fahrzeuge werden immer beliebter. Die etablierten Hersteller widmen sich deshalb auch ihrer sportlichen Klientel.

BMW M roadster/Coupé: dicke Backen

Die Tage des pausbäckigen M roadsters sind bereits gezählt. Schade. Denn von seinem Nachfolger Z4 wird es zur Markteinführung im März 2003 noch keine M-Version geben. Insider rechnen aber damit, dass spätestens Anfang 2004 auch vom Z4 eine Power-Variante zu haben sein wird. Wer also einen der knackigsten Roadster mit einem der famosesten Reihensechszylinder überhaupt sein Eigen nennen möchte, sollte noch schnell zuschlagen.

Sein aufreizender Klang lässt nicht nur die Herzen von BMW-Fans höher schlagen. Auch die bei jeder Drehzahl abrufbare Kraft zieht jeden Fahrer sofort in ihren Bann. 325 PS katapultieren sowohl den Roadster als auch das eigenwillig gestylte M Coupé in 5,3 Sekunden auf Tempo 100. Letzteres ist noch eines der wenigen Fahrzeuge mit Charakter. Zur extrem langen Haube gesellt sich ein kombiartiges Heck. Vom Z3 Coupé wird es allerdings keinen Nachfolger geben.

BMW M3/M3 Cabrio: maßgeschneidert

Für den Normalsterblichen sieht er aus wie ein normaler Dreier. Zu geringfügig die optischen Veränderungen. Und das ist auch gut so. Denn der BMW M3 will ein alltagstaugliches Auto bleiben. Nur mit mehr Klasse und Charakter als sein Serienpendant. Wie der Unterschied zwischen Maßanzug und Stangenware. Dank vieler Verstellmöglichkeiten sitzt der M3 perfekt.

Mit Recht gilt der Sechszylinder als eine der effizientesten Verbrennungsmaschinen. Denn die beeindruckende Leistung von 343 PS wird ohne Turbolader oder Kompressor erreicht. Das 3,2-Liter-Triebwerk läuft so kultiviert, wie man es von einem BMW-Sechszylinder gewohnt ist. Aber es entwickelt auch Drehfreude und Temperament wie ein heißblütiger Sportwagen. Das Cabriolet wiegt knapp 150 Kilogramm mehr als das M3-Coupé. Bei der Beschleunigung fallen diese zusätzlichen "Pfunde" jedoch keineswegs ins Gewicht.

BMW M5: Lust auf Leistung

Wenn es um hochgezüchtete Oberklassefahrzeuge wie den BMW M5 geht, scheiden sich die Geister. Braucht eine brave Limousine denn 400 PS? Marketingstrategen sagen: Ja. Ihre Klientel: sehr gut verdienende, sportliche Familienväter. Die sich einen Porsche leisten könnten, aber aus Platzgründen lieber für den M5 votieren. Seine Kraft sieht man ihm nicht an. Der BMW trägt seine Muskeln weitgehend nach innen.

Nur die fetten Räder, vier unanständig große Auspuffrohre und M5-Plaketten verraten den Dampf, der unter der Haube schlummert. Innen: Sportsitze mit gutem Profil und beleuchteter Schaltknauf. Das macht Lust auf mehr. Der Sound des V8-Saugers ist kernig. Genau wie seine Leistung. In nur 4,9 Sekunden geht es von null auf 100 Stundenkilometer. Die Tempo-200-Schallmauer durchbricht der Münchner in sagenhaften 16,8 Sekunden. Der M5 bietet Fahrvergnügen von einem anderen Stern.

Fiat Punto Abarth: kurz und krass

Dass sportliche Kleinwagen mit ordentlich Leistung unter der Haube ihren ganz besonderen Reiz haben, ist auch Fiat nicht entgangen. So entwickelt das Topmodell der Baureihe stolze 131 PS aus 1,8 Liter Hubraum. Was früher als "HGT" vom Band lief, hört nun auf den Namen "Punto Abarth" und ist für 17.200 Euro ausschließlich in der dreitürigen Version zu haben.

Der kleine Renner mit italienischem Temperament spurtet in 8,6 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine für Kleinwagenverhältnisse respektable Spitze von 205 km/h. Da kann man nicht meckern. Die Ausstattung des Abarth ist auf Sport getrimmt und umfasst unter anderem spezielle Leichtmetallräder, modifizierte Front- und Heckschürzen, Sportlenkrad sowie Schaltknauf, Handbremshebel und Pedale aus eloxiertem Aluminium. Auch die Komfortausstattung präsentiert sich lückenlos und beinhaltet zum Beispiel CD-Radio und Klimaanlage.

Fiat Stilo Abarth: Komfort kompromisslos

Der Name Abarth stand stets für kompromisslos sportliche Autos. Mit dem Stilo Abarth versucht Fiat eine Wiederbelebung dieser Linie. An der Serienkarosse feilten die Ingenieure nur minimal. Ein Dachspoiler, Stoßleisten in Wagenfarbe und 16-Zoll-Räder genügen. Innen: Mittelkonsole in Alu-Optik, weiße Instrumente und viel Platz, aber wenig Kofferraum. Nur mäßig Freude machen die 170 PS des laufruhigen Fünfzylinders. Von Tempo null auf 100 geht es in 9,3 Sekunden – zu viel für den sportlichen Anspruch.

Die Kombination mit dem halbautomatischen Fünfgang-Selespeed-Getriebe ist gewöhnungsbedürftig. Lange Schaltpausen, vor allem im Automatikmodus (per Knopfdruck wählbar), unterbrechen den Vortrieb. Ein sequenzielles Schaltgetriebe wird per Schalthebel oder Lenkrad bedient. Das Fahrwerk des Abarth ist eher auf Komfort ausgelegt. Lange Autobahngeraden liegen ihm mehr als schnelle Kurven.

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