BMW verzichtet auf neue Wasserstoff-Testflotte — 08.12.2009

BMW sagt Wasserstoff adé

BMW stoppt die Praxistests mit Wasserstoffautos. Es soll keine neue Testflotte geben, sagt Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. Stattdessen setzt BMW auf Autos mit Elektroantrieb.

BMW verzichtet im Wettlauf um neue Antriebstechniken der Zukunft zunächst auf den Bau einer neuen
Wasserstoff-Flotte. "Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben", sagte Klaus Draeger (BMW-Entwicklungsvorstand) dem "Handelsblatt". "Wir arbeiten aber weiter an der Technik." Ein Sprecher ergänzte auf Anfrage, Wasserstoff bleibe neben dem Elektroantrieb eine langfristige Alternative. "Wir forschen derzeit beispielsweise an einem Tank, aus dem sich Wasserstoff nicht so schnell verflüchtigt." Eine neue Flotte bringe derzeit kaum neue Erkenntnisse. Die Antriebstechnik an sich laufe, wichtig sei vor allem die Frage der Speicherung des extrem flüchtigen Gases. Derzeit hat BMW eine Testflotte mit dem Hydrogen 7 im Betrieb.

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BMW arbeitet aktuell Hochdruck an einem Elektroauto, um Klimaschutzvorgaben in der EU und den USA erfüllen zu können. BMW-Chef Norbert Reithofer fordert auf diesem Gebiet auch mehr staatliche Förderung. Die Münchner planen als erstes Modell unter dem Projektnamen "project i" ein viersitziges reines Elektro-Fahrzeug, das in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts auf den Markt kommen soll. Die deutschen Autobauer verfolgen derzeit verschiedene Wege in die grüne Zukunft. Volkswagen hat sich als erster deutscher Hersteller sowohl gegen die Wasserstoffverbrennung als auch gegen die Brennstoffzellentechnik entschieden. Sie sei ungeeignet für den Großeinsatz, hieß es zur Begründung. Seit Jahrzehnten forschen Autohersteller an der Wasserstofftechnik, um das umweltbelastende Benzin ersetzen zu können. Während Daimler Wasserstoff mit Brennstoffzellen in Strom umwandelt, verbrennt BMW das Gas in herkömmlichen Motoren. Bislang gibt es aber nicht mehr als Testflotten und eine Handvoll Tankstellen.

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08.12.2009, 19:45Uhr

Vom Handelsblatt ein völlig falscher Eindruck verbreitet worden. Aus dem, was Nachfragen ergaben, hat BMW mit dem Praxistest Schwachstellen ermittelt und geht jetzt wieder in die Labore zurück, um Speichertechnik (Tank) und Effizienz der Verbrennung weiter zu optimieren. Wenn neue Lösungen gefunden sind, wird man auch wieder eine Testflotte einsetzen. Das Handelsblatt hat den Eindruck erweckt, BMW ziehe sich völlig aus der Wasserstofftechnik zurück, was nach den Unternehmensverlautbarungen nicht stimmt.

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