BMW Vision EfficientDynamics auf der IAA 2009

BMW Vision EfficientDynamics auf der IAA 2009

— 30.08.2009

Elektro-Sportler mit Hybrid-Herz

BMW zeigt auf der IAA in Frankfurt einen 356 PS starken Hybrid-Renner, der nur 99 Gramm CO2 auf die Umwelt-Waage bringt. Möglich macht es die Kombination aus Elektromotoren und Diesel-Aggregat.

356 PS, 250 Sachen Spitze, 800 Newtonmeter Drehmoment, 4,8 Sekunden auf 100 km/h – klingt nach BMW M3. Ist es auch. Zumindest irgendwie. BMW zeigt auf der IAA in Frankfurt die Studie eines Hybrid-Renners, der 2020 locker als M3 der Zukunft bei den Händlern stehen könnte. Der futuristische Look täuscht. Denn unter der leichten Hülle (1395 Kilo) findet sich Antriebstechnologie, die es deutlich vor 2020 auf die Straßen schaffen könnte. Herz der Vision EfficientDynamics sind drei Motoren – je ein Elektroaggregat an Vorder- und Hinterachse sowie ein 1,5 Liter großer Turbodiesel, der direkt auf die Hinterachse wirkt. 163 PS und 290 Newtonmeter trägt der Common-Rail-Selbstzünder zum Antrieb bei. Kraft, die von einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe verwaltet wird. Der hintere, 38 kW starke Elektromotor ist zwischen Diesel und Getriebe untergebracht.

Trotz 356 PS soll der Hybrid-Renner nur 3,76 Liter Diesel verbrauchen

An der Vorderachse stehen im Dauerbetrieb 60 kW und 220 Newtonmeter zur Verfügung – kurzfristig sind sogar 104 kW drin. Macht eine Gesamtleistung von 356 PS, die den Hybrid-Renner in 4,8 Sekunden auf 100 km/h treiben. 250 Sachen sind laut BMW maximal drin. Abgeregelt, versteht sich. Da wird die M3-Klientel hellhörig. Erst recht, wenn dann auch noch die Verbrauchsdaten auf den Tisch kommen. 99 Gramm CO2 pro Kilometer bringt die Hybrid-Vision auf die Umwelt-Waage – in Verbindung mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,76 Liter. Möglich macht das nicht nur der moderne Antrieb, sondern auch ein optimierter Luftwiderstand. Fast verkleidete Räder und eine optimierte Aerodynamik senken den cW-Wert auf 0,22.

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Tür auf, Sonne rein: Je nach Lichteinfall tönen sich die Kunststoffscheiben in den Türen selbst.

Der Saft für die Elektromotoren stammt aus rund 85 Kilo schweren Lithium-Polymer-Akkus, die beim Bremsen nachgeladen werden und für eine rein elektrische Reichweite von rund 50 Kilometer gut sind. Sind die Batterien leer, geht es auch ohne Bremsen. Die Vision EfficientDynamics kann an jeder Steckdose aufgeladen werden. Fahrer, Beifahrer und bis zu zwei Passagiere im Fond gelangen durch zwei Flügeltüren ins Auto, die nicht nur schick aussehen, sondern auch Gewicht sparen. Innen geht es, wie es sich für eine Zukunftsstudie gehört, betont spacig zu. Blaue Lichtleiter, Monitore und moderne Leichtbau-Materialien schinden Eindruck. Eine Klimaanlage gibt es natürlich auch. Damit der Energiefresser allerdings so wenig wie möglich zu tun bekommt, haben sich die BMW-Entwickler ultraleichte Polycarbonatscheiben einfallen lassen, die sich je nach Lichteinfall selbst tönen. Sehen und gesehen werde fällt mit der Vision EfficientDynamics damit flach. Zumindest wenn die Sonne scheint.

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