BMW Vision Next 100 (2016): Check

BMW Vision Next 100 (2016): Check

— 09.03.2016

Diese fünf Ideen könnten bald kommen

Im BMW Vision Next 100 stecken Features für die kommenden 30 Autojahre. AUTO BILD checkt, welche Funktionen schon bald in Serie gehen!

Glänzend, kupferfarben, glatt. Für die Studie Vision Next 100 haben die BMW-Designer auf einem weißen Blatt angefangen – und präsentieren ihre Idee davon, wie das Auto in 20 bis 35 Jahren aussehen könnte: mit futuristischer Optik und verdeckten Rädern, deren Ummantelungen sich beim Lenken mitbewegen. Ziemlich abgehoben? Nicht alles an dieser Studie ist ferne Zukunftsmusik: AUTO BILD prüft, welche Funktionen schon bald in kommenden BMW-Modellen stecken könnten und welche Tendenzen es bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge gibt.

BMW wird 100: Diese BMW schrieben Geschichte

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1. Autos werden stärker vom Innenraum aus gedacht

Heiko Hampf, Leiter Customer Experience, erklärt Redakteur Clausen den Innenraum der BMW-Studie.

Mehr als ein Jahr lang haben die Entwickler für Innenraum, Außengestaltung und auch Digitales bei der Entwicklung der Studie an einem Strang gezogen – diese eng verzahnte Zusammenarbeit ist neu. "Das Auto wird stärker von innen heraus betrachtet", beschreibt Heiko Hampf, Leiter Customer Experience und verantwortlich für die digitalen Aspekte bei der Entwicklung der Studie. Der Kunde und seine Bedürfnisse während der Fahrt stehen immer stärker im Mittelpunkt, die Form des Autos leitet sich daraus ab. Insbesondere durch das autonome Fahren wird der Bedarf nach flexiblen Raumkonzepten steigen. Die Folge: Die unterschiedlichen Funktionen sollen besser miteinander harmonieren.

2. Das Digitale rückt stärker in den Hintergrund

Video: BMW Vision Next 100 (2016)

Blick in die automobile Zukunft

Auch, wenn es sich bei der Studie um ein voll vernetztes Fahrzeug handelt, sieht es im Innenraum sehr aufgeräumt aus. Keine großen Bildschirme, kein Gefunkel. "Wir glauben nicht, dass man sich auf großen, hochauflösenden Screens ganze Kinofilme ansehen will", sagt Heiko Hampf. Im Vision Next 100 gibt es wichtige Fahrdaten auf einem riesigen Head-up-Display in der Scheibe – das auf Wunsch eben nur die wichtigsten Daten anzeigt. "Wir wollen die Technologie nicht zelebrieren und außerdem stärker mit natürlicheren Signalen arbeiten", erklärt Hampf. Deshalb sind auf dem Armaturenträger kleine Dreiecke angeordnet, die sich je nach Situation neu anordnen und den Fahrer auf besondere Situation wie entgegenkommenden Verkehr hinweisen. Ob das einen Weg in die Serie findet? "Wir werten die Reaktionen aus und werden unsere Forschungen entsprechend anpassen", sagt Hampf.

BMW Vision Next 100 (2016): Vorstellung

3. Autonomes Fahren – und trotzdem volle Kontrolle

Das Türkonzept des Vision Next 100 ist aufregend – aber sicher nicht sehr seriennah.

Welche Rolle nimmt der Fahrer ein, wenn Autos irgendwann selbstständig fahren können? Und was wird dann aus dem BMW-Slogan "Freude am Fahren"? "Wir streben eine klare Unterscheidung an", sagt Heiko Hampf. Im Boost-Modus hat der Fahrer die volle Kontrolle über sein Auto, die Technik hilft lediglich beim Fokussieren. Im Ease-Modus zieht sich das Lenkrad zusammen, die Sitze verschieben sich. Prognose für kommende Modelle: Auch wenn das vollautonome Fahren rechtlich noch nicht möglich ist – die Techniker arbeiten an einer deutlichen Differenzierung, um BMW-Fans auch künftig ein eigenes Fahrgefühl zu vermitteln.

4. Das Auto passt sich den Bedürfnissen der Insassen an

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Sprachsteuerung in Autos immer wichtiger und besser wird. In der Vorstellung der BMW-Ingenieure sollen Fahrzeuge noch mehr auf die Fahrer eingehen: Sie merken sich die Vorlieben und leiten daraus beispielsweise Routen- und Fahrthinweise ab. Damit wird das Auto immer weiter zum persönlichen Assistenten.

5. Der Antrieb: Emissionsfrei, aber mit Fahrspaß

Was die Motorisierung betrifft, gibt BMW für das Konzept keine konkreten Vorschläge an. Fakt ist aber: Die meisten Autos von BMW sollen künftig emissionsfrei fahren – sonst lassen sich die Flottenverbräuche nicht einhalten. Plug-in-Hybride, Elektroantrieb oder Wasserstoff scheinen hier denkbar, wie schon beim X5 oder 3er Plug-in. Hartgesottene Petrolheads mögen sich an eben diesen fassen – die Entwickler bei BMW sind sich sicher, dass auch die Fahrleistungen (und bald auch die Reichweite) von Stromern überzeugen werden.

BMW Vision Next 100 (2016): Check

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Fazit

Während abgefahrene Karosseriekonstruktionen und vollautonomes Fahren noch weit entfernt sind, zeigt sich, dass Autos künftig ganzheitlicher entwickelt werden. Das macht Hoffnung, dass die Autohersteller in letzter Instanz neue, eigene Lösungen suchen – und wieder individueller werden.

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