BMW-Williams-Boss geht

BMW-Williams-Boss geht

— 06.03.2003

Berger hört auf

Motorsport-Direktor Gerhard Berger wird seinen Vertrag nicht verlängern. Heißt: Nach der Formel-1-Saison 2003 ist Schluss bei BMW.

Schwerer Schlag für BMW: Motorsport-Direktor Gerhard Berger (43) zieht sich aus der Formel 1 zurück. Er bleibt noch bis September 2003 am Kommandostand – dann läuft sein Vertrag aus. Er wird ihn nicht verlängern. Damit ist amtlich, was sich seit Wochen andeutete.

Berger erklärte: "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Aber ich möchte einfach mehr Zeit für Privates haben, für meine Familie und mich." Der Österreicher wäre aber geblieben, wenn BMW ab 2005 ein eigenes Auto gebaut hätte. BILD erfuhr: Der Plan ist vom Tisch. Und Berger sah damit keine Herausforderung mehr.

Hintergrund: Die Trennung von Williams und der Aufbau einer kompletten Formel-1-Fabrik hätte die Münchner mehrere hundert Millionen Euro gekostet. Ein BMW-Insider spricht vom Gewinn der gesamten 3er-Produktion. Das wurde vom Vorstand letzlich abgelehnt.

Gerhard Berger (210 Rennen, zehn Siege) hatte ab 1998 den Formel-1-Einstieg von BMW vorbereitet. Beim Debüt-Rennen 2000 in Australien holte BMW-Williams auf Anhieb den dritten Platz. Seither steht Berger zusammen mit Dr. Mario Theissen an der Spitze des Rennteams. Theissen wird alleine weitermachen. Bergers Position wird nicht neu besetzt.

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