BMW-Williams präsentiert FW26

BMW-Williams präsentiert FW26 BMW-Williams präsentiert FW26

BMW-Williams präsentiert FW26

— 05.01.2004

Mit über 900 PS zum WM-Titel

BMW-Williams hat als erstes Formel-1-Team sein neues Auto vorgestellt. Der Motor soll mit mehr als 900 PS der stärkste im F1-Zirkus sein.

BMW-Williams spricht vom WM-Titel

Die Rivalen der Rennbahn sollen in der Formel 1 2004 ihr weiß-blaues Wunder erleben: Mit bewährter Motoren-Power und verbesserter Aerodynamik will BMW-Williams in der kommenden Saison Ferrari und Michael Schumacher den WM-Titel abjagen. Als erstes Team hat der Rennstall der beiden Fahrer Ralf Schumacher und Juan Montoya am Montag in Valencia sein neues Auto enthüllt. Und 62 Tage vor dem Auftakt am 7. März in Melbourne eine große Erwartungshaltung entfacht. Einzig der Vertragspoker von "Schumi II" und der feststehende Wechsel von Montoya ab 2005 zum Konkurrenten McLaren-Mercedes bremst bei BMW-Williams etwas die Euphorie.

"Der WM-Titel ist das Ziel. Ich denke, dass wir ein Auto haben werden, das schon vom ersten Rennen an konkurrenzfähig sein wird", sagte Ralf Schumacher über den FW26. Angriffslustig gab sich Mario Theissen. "Unser Ziel ist es, um die WM mitzufahren", so der BMW-Motorsportdirektor.

Nach dem Fehlstart der vergangenen Saison, in der BMW-Williams in der Teamwertung hinter Ferrari am Ende noch Platz zwei belegte, hat der deutsch-englische Rennstall den neuen Boliden bewusst früh auf die Strecke gebracht. "Von mir aus könnte es jetzt losgehen. Ich denke, dass wir gegenüber Ferrari und McLaren-Mercedes im Vorteil sind", meinte Ralf Schumacher, der ab Mittwoch (7. Januar) den neuen Wagen sechs Tage lang in Jerez testen wird. Der 28-Jährige konnte sich einen Seitenhieb auf Ferrari nicht verkneifen: "Wenn sie den Wagen erst Ende Januar vorstellen wollen, wird es für sie verdammt eng."

Stärkstes Triebwerk im Formel-1-Zirkus

Herzstück des FW26 ist der neue P84-Motor. Das Triebwerk gilt mit mehr als 900 PS als leistungsstärkstes im Formel-1-Rennzirkus. "Trotz der neuen Vorgaben kommen wir an die Leistung des alten P83 heran", sagte Theissen. Dabei ist der Motor stabiler und schwerer geworden. Denn nach der neuen Regel darf ein Team pro Rennwochenende und Fahrer nur noch einen Motor einsetzen, der mit 800 Kilometern die doppelte Distanz aushalten muss.

Zudem soll den Aerodynamikern mit dem neuen Chassis ein Quantensprung gelungen sein. Auffällig ist vor allem die markante, kurze Nase, dessen vorgelagerte Flügel an umgekehrte Stoßzähne erinnern. Pikant: Aerodynamik-Spezialistin Antonia Terzi war bis 2002 noch für Ferrari tätig. Ohnehin als Vorteil wird die Zusammenarbeit mit dem französischen Reifenhersteller Michelin angesehen. Auch das Getriebe, das ohne Zugkraftunterbrechung hochschaltet und damit pro Runde ein paar Zehntelsekunden bringt, beeindruckte bereits durch gute Testergebnisse.

Weiter ungeklärt ist unterdessen die Zukunft von Schumacher bei BMW-Williams. Die Verhandlungen über eine Verlängerung des Ende 2004 auslaufende Vertrages sind vorerst verschoben. "Das wird nicht vor Anfang nächster Saison über die Bühne gehen", sagte der Kerpener zu der Hängepartie. Er dementierte allerdings, dass es bei den Gesprächen in erster Linie um eine Anhebung des Gehalts gehe.

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