BMW X3 (2011): Fahrbericht — 15.10.2010
Die Flegeljahre sind vorbei
BMW schickt den neuen X3 ins Rennen. Nicht zuletzt gegen den kleinen Bruder X1. Ob BMW die Kinderkrankheiten ausgetrieben hat? Das beweist der erste Ausritt rund um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia.
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Beim ersten Proberitt rund um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia lässt der zweite Aufguss des X3 schnell erkennen, dass die Flegeljahre vorbei sind. Aufgemerkt und hergehört: Der kann ja auf einmal richtig kommod gleiten. Auf den kinderpopoglatten Highways kann das ein Bobbycar zwar auch, doch selbst auf rumpeligen Nebenstrecken hält die Federung jetzt all das von den Passagieren fern, was sie früher kalt lächelnd weitergereicht hat. Wer 1100 Euro an der Haushaltskasse vorbei schmuggeln kann, bekommt dafür noch ein adaptives Dämpfersystem druntergeschnallt, das im Sportplus-Modus das Ansprechverhalten von Gaspedal, ESP und Lenkung schärft. Was nicht wirklich nötig ist, da der X3 schon in der Grundabstimmung Kurven mit nötigem Ehrgeiz und durchaus sportiver Einstellung umrundet.
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Während wir so unterwegs sind, wird es höchste Zeit, den Innenraum näher zu betrachten. Schön gemacht, typisch BMW und endlich mit Materialien ausgestattet, die ein BMW-Botschafter in alle Welt tragen sollte. Luftiger ist er geworden, spürbar in der Breite, weil man nicht mehr so eng aufeinander hockt, und in Reihe zwei, wo sich große Kerls nicht mehr demütigen lassen müssen. Ganz hinten wächst der Kofferraum von 490 auf 550 Liter, die Dankeskarten adressiert BMW in Richtung Hinterachse, die der Fünfer spendiert und die nun viel kompakter baut. Davon anscheinend euphorisiert, haben die Münchner gleich mal auf neigungsverstellbare Rückenlehnen oder eine verschiebbare Rückbank verzichtet. Wir danken vielmals, denn sonst hätten wir nicht viel zu kritisieren gehabt. Zumal man auch den Motor unseres Testwagens nicht wirklich in die Pfanne hauen kann. Der Zweiliter-Diesel mit 184 PS ist akustisch zwar immer präsent, macht aber seine Sache ganz passabel. Den meisten wird die Kraftausbeute des Vierzylinders genügen. Zumal BMW 210 km/h Spitze verspricht und einen Durchschnittverbrauch von 5,6 Litern, 14 Prozent weniger als bisher.
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Dass der Einstiegsdiesel den Gürtel so eng schnallen kann, liegt unter anderem an der elektrischen Servolenkung, der Bremsenergie-Rückgewinnung, der serienmäßigen Start-Stopp-Funktion und all den weiteren Efficient Dynamics-Maßnahmen, mit denen BMW so Sprit spart. Wer sich auch den kurzen präzisen Weg durch die sechs Gänge sparen möchte, bestellt die neue Achtgang-Automatik Steptronic (2300 Euro), ebenfalls standardmäßig mit Start-Stopp. Leicht lässt sich der Grundpreis von 39.100 Euro mit ein paar Nettigkeiten in abstruse Höhen treiben. Da hat sich die Welt um den X3 leider nicht verändert.Kommentar verfassen





































Kommentare zum Artikel (161)
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Ich glaube, dass eine bestimmte Absicht hinter der "hässlichen" Erstausgabe eines Modells gibt. So wurde der "neue" 3er und der 7er erst mit der Zeit schön. Auch bei VW ist diese Tendenz zu beobachten: die "hässlichen" Geländewagen werden erst 2011 schön. Resultat: der Kunde kauft schneller einen Neuwagen als sonst.
BMW als langweilig zu bezeichnen spottet jeder Beschreibung. Langweilige Autos kommen aus Ingolstadt oder Neckarsulm. Am Anfang ganz nett anzuschauen, dann muss man überlegen welcher A? das jetzt, weil sie alle gleich ausschauen und dann achtet man nicht mehr drauf. Man nennt es Einheitsbrei.
Der X3 ist wieder mal langweilig geworden. Total emotionslos!
Innen wirkt er immer noch billig, aber das ist bei allen BMW so. Der Material-Mix wirkt einfach nicht gut. Die Nebelscheinwerfer in der Stoßstange sehen auch so aus, als ob man die eben schnell mal anbringen wollte. Aber für den 0815 Fahrer reicht das mal wieder, was ja die eig. BMW-Kundschaft wiederspiegelt.
Hallo!! Geschmackspolizei!! Fällt eigentlich niemandem auf, dass der X3 so aussieht, als wäre ihm einer ins Heck gefahren? Und gleich nochmal in die Seiten, auf dass es schöner aussieht. Ab auf die Designmülldeponie!!
Indischer Umweltminister wettert mit Recht gegen deutsche SUVs. Recht hat er, aber er kennt die amerikanischen SUVs nicht:
http://www.bild.de/BILD/auto/2010/11/17/indiens-umweltminister-wettert/gegen-deutsche-suvs-a__b.html