BMW zeigt "Vehicular Small Cell"-Projekt

BMW zeigt "Vehicular Small Cell"-Projekt

— 02.03.2015

Die fahrende Telefonzelle

Funkloch im Auto? Nicht mit der "Vehicular Small Cell" von BMW. Die koppelt mithilfe einer Femtozelle Handys kabellos mit der Fahrzeugantenne.

Auf der Mobilfunkmesse "Mobile World Congress" in Barcelona (2. bis 5. März 2015) stellt BMW ein neues Forschungsprojekt vor. Darin erforschen Wissenschaftler die Anwendung einer persönlichen Funkzelle mit Außenantenne im Auto. Heutzutage ist zwar die Sendeleistung der meisten modernen Handys stark genug, um trotz der abschirmenden Wirkung der Karosserie zu telefonieren. Doch genau darin liegt auch das Problem: Je schlechter die Verbindung zur nächsten Basisstation, desto höher muss die Leistung sein, mit der das Handy sendet – und damit die Intensität des hochfrequenten Feldes. Die Autokarosserie verschlechtert die Verbindung erheblich und das Handy sendet deshalb mit einer höheren Leistung. Die erhöhte Sendeleistung der mobilen Endgeräte kann unter diesen Umständen auch ein Gesundheitsrisiko darstellen: Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC bewertete 2013 die elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen als "möglicherweise krebserregend".Diesem Problem begegnet die Forschergruppe von BMW und den Firmen Peiker Acustic und Nash Technologies mit der "Vehicular Small Cell". Das soll die innerhalb des Autos emittierte Strahlung auf ein notwendiges Minimum reduzieren und als angenehmen Nebeneffekt auch den Stromverbrauch verringern und damit die Akkulaufzeit verlängern. Verbindungsabbrüche beim Surfen im Internet sollen damit größtenteils der Vergangenheit angehören. Auch die Vernetzung vieler Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Handheld-Spielekonsolen, Musik-Playern, Smartwatches und Tablets wird dadurch verbessert. Peter Fertl, Projektleiter bei der BMW Group, sagte dazu: "Die "Vehicular Small Cell" wird unseren Kunden die durchgehende Nutzung aller mobilen Endgeräte und zukünftiger vernetzter Geräte im Fahrzeug ermöglichen – auch während der Fahrt durch Gebiete mit schwachem Mobilfunksignal."
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Dazu wird eine Femtozelle benutzt, die, ähnlich wie ein WLAN-Repeater, das Signal über die Fahrzeug-Außenantenne auffängt und im Inneren des Autos (siehe Bild) reproduziert. Dadurch wird dem Endgerät vorgegaukelt, dass sich die Empfangs-und Sendestation in nächster Nähe befindet, und es sendet mit aufs Nötigste reduzierter Leistung. Wann die Femtozelle den ersten BMW zur fahrenden Telefonzelle machen wird, wurde nicht gesagt.

Autor: Jonathan Blum

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Smartphone Smartwatch

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