Bordelektronik

Das vernetzte Auto Das vernetzte Auto

Bordelektronik

— 29.04.2005

Kommt das vernetzte Auto?

Es ist doch längst da! Auto- und Elektronikhersteller planen aber noch mehr – vom Homelink bis zur Reparatur per Telefon.

Navi, Handy und eine Schnittstelle

Neulich auf der A1, zwischen Osnabrück und Münster. Emilia Marotzke, Handlungsreisende in Sachen Schuhe, drückt eine Taste an ihrem Navi. Sekunden später meldet sich eine Stimme übers Autotelefon. "Hotel Hirsch, Sie wünschen bitte?" Zimmer gebucht, Abendessen bestellt, Konzertkarten an der Rezeption hinterlegt – alles aus dem fahrenden Auto. Noch ein Knopf, zielsicher leitet das Navi zum Hotel.

Zukunftsmusik? Längst nicht mehr. Die Technik steht zur Verfügung, ist in teuren Luxusautos auch eingebaut. Dreh- und Angelpunkt sind Navigations-System und Handy, über einfache Schnittstellen im Auto vernetzt. Für Auto- und Software- Entwickler geht das nicht weit genug. Sie möchten gern ein allumfassendes Kommunikationsnetz über das Auto stülpen. Aus unterschiedlichen Gründen.

Häufig krankt es an der Software

Autohersteller würden das Auto gern aus der Ferne reparieren. Kein Wunder. Denn oftmals krankt moderne Technik nur an der Software. Und um diese neu aufzuspielen, reichen ein Autotelefon und eine passende Schnittstelle ins Steuergerät. Macht Sinn, spart Werkstattstunden. Aber bitte nur, wenn für derartige Aktionen eine spezielle Leitung reserviert wird. Sonst könnten ja Hacker im Auto anrufen, mal eben zum Beispiel die elektronische Handbremse blockieren – oder Schlimmeres...

Einige Autoalarmanlagen sind heute schon soweit, nutzen Satelliten, Internet und Handy zur Ortung und Beobachtung des Autos, können es sogar stoppen. Software und Computerhersteller wittern im vernetzten Auto ein neues Geschäftsfeld.

Stichwort Unterhaltungselektronik: MP3-Musik oder Spielfilme könnte man per Knopfdruck aufs Multimedia-Radio überspielen. Das geht via Handy oder über den nächsten WLan-Knotenpunkt aus dem Internet. Den Chip, der das alles koordiniert, gibt es auch schon: der Pentium-M-Prozessor von Intel. Und der ist damit nicht einmal ausgelastet. Oder wie wäre es mit einem Homelink? Damit könnten Sie die Haustechnik aus dem Auto steuern. Heizung oder DVD-Rekorder. Jetzt fehlen nur noch Kunden, die das alles wollen.

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