Borgward BX-7 (2017): Vorstellung

Borgward BX-7 (2017): Vorstellung

Borgward BX7 (2017): Vorstellung

— 13.04.2017

BX7 EV wird in Bremen gebaut

Borgward kehrt nach Bremen zurück! Die Traditionsmarke will dort ein Werk zur Montage des Elektro-SUV BX7 EV bauen. Infos zu den Borgward-Plänen.

Auch der Borgward BX 5 soll in Bremen gebaut werden.

Der Autobauer Borgward kehrt zurück nach Bremen! Die wiederbelebte Traditionsmarke hat dazu eine Absichtserklärung zum Kauf eines 140.000 Quadratmeter großen Grundstücks unterschrieben. Das teilte Borgward gemeinsam mit der Bremer Wirtschaftsförderung am 12. April 2017 mit. In Bremen soll ab Beginn des kommenden Jahres ein Montagewerk für bis zu 50.000 Fahrzeuge entstehen. Insidern zufolge dürfte dort die Produktion des BX7 EV anlaufen. Vermutlich wird schon 2019 auch der kleinere BX 5 an der Weser montiert, der in China bereits verkauft wird und unter Borgward-Insidern als das für Europa wichtigere Auto gilt. Das Borgward-Grundstück liegt im Güterverkehrszentrum im Westen der Stadt.

Fahrbericht Borgward BX7

Montagewerk mit Ausbaustufen

Geplant ist zunächst, in China vorgefertigte Fahrzeugteile in Deutschland zu fertigen Autos zu montieren, eine sogenannte SKD/CKD-Produktion. Langfristig könnte Borgward das Montagewerk in Bremen zur Vollproduktion ausbauen, hieß es. Die Pläne sehen eine Teststrecke, ein Auslieferungs-Zentrum und ein Markenstudio vor. Das Werk in Bremen soll als Kompetenzzentrum für die weltweiten Elektromobilitäts-Aktivitäten dienen, kündigte Borgward-Chef Ulrich Walker an. Bremens Wirtschaftssenator Martin Günther zeigte sich erfreut: "Wir freuen uns außerordentlich über die Standortentscheidung von Borgward". Die Marke war vom chinesischen Autohersteller Beiqi Foton Motor wiederbelebt worden. Mit dem Schritt kehrt Borgward zurück zu seinen Wurzeln, Bremen war bereits ab den 1920er Jahren Heimat des legendären Autobauers, bevor die Marke in den 60er-Jahren unterging.
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Das "X" im Namen des neuen Borgward-Modells steht für den Allradantrieb im neuen SUV.

Der BX7 ist ein klassisches SUV, das auf dem großen Kühlergrill den leicht modernisierten Rhombus der Traditionsmarke trägt. Betonte Hüften, eine hohe Gürtellinie, der Firmenname in großen Lettern auf dem Heck – die Designer wollten kein Retro-Auto bauen, sondern die Grundgedanken von Firmengründer Carl F.W. Borgward in die heutige Zeit transportieren – gute technische Lösungen und ein zeitgemäßes Design. Die Ambitionen der Firma sind hoch: Weltweit sollen mittelfristig über 500.000 Autos verkauft werden, in den kommenden Jahren mehrere neue Modelle auf den Markt kommen. Die Zentrale von Borgward sitzt in Stuttgart – unter derselben Adresse wie der deutsche Ableger des chinesischen Foton-Kon­zerns. Dem gehören die Borgward-Markenrechte. Stuttgart ist auch Stammsitz, weil wichtige Zulieferer in der Nach­barschaft sitzen. Und tatsächlich haben die Entwickler beim neuen BX7 auf Komponenten namhafter Hersteller vertraut. Das SUV wird es zunächst mit einem 224 PS starken Zweiliter-Turbobenziner samt Allradantrieb geben. Das Allradsystem mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung kommt vom Zulieferer BorgWarner und kann den Hinterradantrieb vollkommen abschalten und bei Bedarf blitzschnell aktivieren.

Auch ein Plug-in-Hybrid ist geplant

Außerdem geplant: ein Plug-in-Hybrid. Der soll eine Systemleistung von 401 PS und eine rein elektrische Reichweite von 55 Kilometern haben. An der Vorderachse treibt ein Zweiliter-Turbovierzylinder über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe den Borgward an, an der Hinterachse schaltet sich über eine intelligente Allradeinheit bei Bedarf – und für den Hybridantrieb – ein Elektromotor hinzu.

Das waren die Autos von Borgward

Borgward Hansa Cabriolet Borgward Hansa Cabriolet Borgward Isabella Coupé 1958
Für den Insassenschutz sorgt das "Protect"-System, das neben den klassischen Sicherheitsfeatures wie einer hochfesten Karosseriestruktur und Airbagsystemen auch verschiedene Assistenzsysteme bietet. So finden sich im BX7 beispielsweise ein Kollisionsassistent, ein Bremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Abstandsregeltempomat und eine 360-Grad-Rundumkamera. Auf Innovationen angesprochen, setzt Borgward vor allem auf innere Werte: "Innovationen wird es vor allem im Bereich Connectivity geben. In zehn Jahren wird es anstatt klassischer Facelifts nur noch Updates geben", sagte Borgward-Chef Walker. Das Infotainmentsystem hat einen 12,3 Zoll großen Hauptbildschirm, bietet Smartphone-Anbindung sowie einen WLAN-Hotspot. An die Dienste anderer Hersteller erinnert der sogenannte "Serviceagent": Mittels Knopfdruck kann der Fahrer des BX7 Kontakt zu einem Callcenter aufnehmen, das einem beispielsweise Hotels bucht oder Theaterkarten organisiert. Eine SOS-Taste ermöglicht, dass speziell geschulte Mitarbeiter situationsgerechte Hilfe organisieren.

Die TS-Variante verspricht mehr Sportlichkeit

Borgward verspricht auch für den Innenraum eine hochwertige Ausstattung durch Materialien wie Nappaleder in Kontraststeppung und eine gute Verarbeitung. Das Kofferraumvolumen beträgt, je nach Sitzkonfiguration (Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer) maximal 1344 Liter. Auch das traditionell sportliche Kürzel "TS" wird Borgward reaktivieren: In dieser Variante kommt der BX7 mit Chrom, Leichtmetallrädern, gebürstetem Aluminium und großen Lufteinlässen in den vorderen Stoßfängern. Nappaleder-Sportsitze mit Borgward-Rhombensteppung, Sportlenkrad und -pedale sowie Alu im Interieur peppen das SUV zusätzlich auf. Neben diesem sportlichen Topmodell sind zum Marktstart weitere drei Ausstattungslinien geplant. Die Anschaffungskosten dürfte verlockend sein: AUTO BILD rechnet mit einem Startpreis ab 26.000 Euro.

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