Bosch Car (CES 2016) im Test: Sitzprobe

Bosch Car (CES 2017): Vorstellung und Sitzprobe

— 19.12.2016

So stellt sich Bosch autonomes Fahren vor

Was macht der Fahrer, wenn das autonome Auto seine Aufgaben übernimmt? Auf der CES in Las Vegas blickt Bosch mit einer Studie in die Zukunft!

Ab 2018 sollen sich Autos selbstständig Parkplätze in Parkhäusern suchen und schon ab 2021 per Highway-Pilot ohne menschliches Zutun über die Autobahn fahren. Automatisiertes Fahren soll dann pro Jahr in Deutschland, den USA und China insgesamt über 11.000 Leben retten, das prophezeit zumindest eine neue Studie von Bosch. Autofahren soll aber nicht nur sicherer werden: Das Showcar für die Technik-Messe CES in Las Vegas (5. bis 8. Januar 2017) zeigt, wie bequem die autonome Zukunft aussehen könnte.

Die Highlights der CES 2017: Alle Infos

Lounge-Sessel im autonomen Bosch Car

Wie in einer Flugzeugkanzel: Der Steuerknüppel lässt sich zusammenfalten, wenn das Auto selbst fährt.

Das "Bosch Car" hat statt eines konventionellen Lenkrads ein Steuerrad an Bord, das aussieht, als stamme es aus einem Flugzeug. Fährt der Fahrer auf die Autobahn, ertönt ein akustischer Hinweis, dass er nun die Steuerarbeit an das Auto übergeben und sich zurücklehnen kann. Dann klappt er das Lenkrad zusammen. Gleichzeitig fahren die Sitze nach hinten und ergeben eine gemütliche Couch. Der zum Passagier gewordene Autofahrer nutzt nun seine Lieblings-Apps und kann schon mal die Zeit nach der Fahrt planen: beispielsweise Rezepte fürs Abendessen heraussuchen und den Einkauf digital erledigen. Alternativ sieht er virtuell nach, ob im Smarthome alles in Ordnung ist und steuert von unterwegs die Heizung oder schließt die Jalousien, sobald das Auto ihn vor einsetzendem Regen warnt.

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So funktioniert die Bedienung

Die Bedienung des Autos erledigen die Insassen über eine Reihe von Displays: Fahrer und Beifahrer steht jeweils ein Bildschirm zur Verfügung. Der Fahrer greift auf Unterhaltungs-, Navi- oder Kommunikationsfunktionen per Eyetracking zu, er steuert sie also mit den Augen. Bestimmte im Bereich der Mittelkonsole getätigte Gesten steuern die Musikwiedergabe. Andere Gesten übertragen Aufgaben an den Beifahrer, das kann zum Beispiel die Auswahl einer Naviroute sein. Ein nicht hörbarer Ultraschalllautsprecher erzeugt eine Art Lufthauch, der bei der Gestensteuerung ein haptisches, also ertastbares Feedback gibt. Auch die Touchscreens arbeiten mit Vibrations-Feedback, sodass sich virtuelle Knöpfe erfühlen lassen. So sollen Touchscreens weniger ablenken.

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Intermodalität, mobiles Bezahlen und Personalisierung im Fokus

Per Gesten kann der Fahrer die Musik steuern, Aufgaben lassen sich auch an den Beifahrer weiterschieben.

Sollte es etwa wegen eines Staus keinen Sinn ergeben, den zweiten Teil der Strecke mit dem Auto zurückzulegen, kann das Bosch Car zum Beispiel zur nächsten Verleihstation für eBikes navigieren. Direkt vom Auto-Display aus lassen sich die elektrischen Fahrräder buchen. Die jetzt intermodale Navigation setzt sich automatisch auf dem Fahrrad-Display fort. Auch fürs autonome Parken kann der Fahrer automatisch bezahlen – ohne Parkticket und Bargeld. Wenn andere Familienmitglieder oder Carsharing-Nutzer das Auto verwenden wollen, identifiziert eine Augenerkennung den Fahrer automatisch und stellt von Lichtstimmung über Musikstil bis hin zu Fahrwerkseinstellungen alles gemäß persönlicher Präferenzen ein.

Bosch Car (CES 2017) im Test: Sitzprobe

Autor:

Max Wiesmüller

Fazit

Die Zukunft wird bequem – aber ein komplettes Bosch-Auto wird es wohl nicht geben. Die Technik wird der Zulieferer an große Hersteller verkaufen.

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