Bose Soundsystem

Bose Soundsystem

Bose Soundsystem

— 18.04.2002

Konzertklang ab Werk

Bose ist der Tuner für die Ohren. Immer mehr Hersteller lassen bei den Klang-Könnern den Sound frisieren. In das neueste Spitzenmodell , den Mercedes ML 55 AMG, haben wir mal reingehört.

Klang-Geheimnis fürs Optimum

Alles nur vom Besten, so lauteten die Vorgaben für den Mercedes ML 55 AMG. Klar, dass da im Innenraum keine Durchschnittsmusik spielen darf. Im Luxus-Offroader gibt es ordentlich was auf die Ohren, und zwar vom Feinsten. Zuständig dafür ist das serienmäßige Sound-System von Bose. Schon das normale Radio der M-Klasse klingt mehr als akzeptabel, die Bose-Mitgift im AMG hat damit eine gute Basis. Das Klang-Geheimnis entsteht bereits im Stadium der Fahrzeug-Entwicklung, wenn die Boxen-Bauer vom Fahrzeughersteller erfahren, wo sie sämtliche den Klang bestimmenden Lautsprecher einbauen können. Bose berücksichtigt auch sämtliche Materialien und Oberflächen im Innenraum und kann so den zu erwartenden Klangeindruck bereits vor Produktionsbeginn am Computer simulieren.

Neun Lautsprecher verteilen den Klang im ML 55 AMG. In den Vordertüren musizieren zwei 17-Zentimeter-Tiefmitteltöner sowie zwei 2,5-Zentimeter-Hochtöner, in den Fond- Türen sorgen zwei 13-Zentimeter-Tiefmitteltöner für das nötige Takt-Gefühl. In den C-Säulen spielen zwei 6,4-Zentimeter-Mittelhochtöner den guten Ton, unterstützt von einem 13-Zentimeter-Tieftöner unter dem Fahrersitz. Dazu kommen Verstärker mit sechs Kanälen, jeder ist gesondert auf eine Lautsprechergruppe abgestimmt.

Hörprobe: Mit der Werkseinstellung bleibt Bose deutlich unter der Leistungsgrenze der Anlage – und unserer Erwartung. Die ersten Takte klingen keineswegs frisch. Wenig Höhen, reichlich Bass – Trauermarsch statt Traum-Musik? Nein – sofern der Kunde selbst sein System einstellt, denn nur so kann er es wirklich in der ganzen Bandbreite nutzen. Bose verspricht zwar das Gegenteil und hält seine Einstellung für ideal. Musikliebhaber sind aber gut beraten, wenn sie ihre Lieblings-CD einlegen und ihren Wunsch-Klang programmieren.

Wunschkonzert ab Werk

Es muss aber nicht unbedingt das Topmodell von AMG sein, auch in jedem anderen ML kann man für 650 Euro Aufpreis Bose-Boxen lauschen. Nicht nur Luxus-Liner wie der ML zeigen sich ab Werk musikalisch, auch Kleinwagen geben sich durchaus taktvoll. Bestes Beispiel: der neue VW Polo. Das Radio Alpha für 320 Euro ist ein absolutes Basis-Gerät – und brachte uns doch zum Staunen. In Sachen Verständlichkeit der Sprache und Klangbild der Musik kann es mit seinen Original-Lautsprechern durchaus mit dem teuren Bose-System in Werkseinstellung mithalten.

Der feine Unterschied liegt in der Adjustierung: Bei Bose kann man sein eigenes Wunschkonzert einstellen, im Polo spielt stets die Einheits-Band und berichten die Nachrichtensprecher mit verwechselbarem Bass. Höhen, Tiefen und Balance sind verstellbar, aber das Ergebnis bleibt stets Durchschnitt. Es ist eben doch der Ton, der die Musik macht. Das Bose System gibt es nicht nur im Mercedes ML. Hier die Preise in anderen Modellen:

Alfa Romeo 147/156/Sportwagon: 620 Euro, Serie bei einigen Modellen und GTA

Audi A4: 550 Euro, A3/A2/TT: 450 Euro, A6/A6 Avant/A8: 750 Euro

Lancia Lybra: 690 Euro, Lancia Thesis: noch nicht bekannt

Mercedes-Benz A-Klasse: 550 Euro, C-/M-Klasse: 650 Euro, E-Klasse/CLK: 592 Euro, S-/CL-KLasse: 986 Euro, SL: 680 Euro, SLK: 575 Euro, Serie in S/CL 600 und ML 55 AMG

Opel Omega: 500 Euro.

• Porsche: 1230 Euro bei allen Modellen, Serie bei 911 turbo

Alle Angaben sind Aufpreise ab Werk inkl. Mehrwertsteuer.

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