Brabus 800 Mercedes-AMG E 63 S (2018): Test und Infos

Brabus 800 Mercedes-AMG E 63 S (2018): Test und Infos

Brabus 800 Mercedes-AMG E 63 S (2018): Test, Preis, PS

700 PS waren nur der Anfang

Brabus zündet die nächste Leistungsstufe und pusht den E 63 S auf glatte 800 PS und 1000 Nm. AUTO BILD hat sich den Brabus 800 genau angeschaut!

Brabus pusht den Vierliter-V8-Biturbo auf satte 800 PS und 1000 Nm.

Brabus hält Wort! Nachdem der Edeltuner auf der IAA 2017 den Brabus 700 auf Basis des E 63 S gezeigt hat, folgt nur knapp ein halbes Jahr später die nächste Ausbaustufe. Statt serienmäßiger 612 PS pusht Brabus den Vierliter-V8-Biturbo auf 800 PS und 1000 Nm! Für die neue Stufe sind natürlich tiefere Eingriffe nötig als bisher. Also tauscht Brabus kurzerhand die Turbolader, erhöht den Ladedruck auf 1,6 Bar, verbaut einen Klappenauspuff und passt die Software auf die neuen Teile an. Der TÜV-Segen ist bei Brabus natürlich Ehrensache!

350 km/h sollten möglich sein

Die fünfsitzige E-Klasse sprintet in glatten drei Sekunden auf 100 km/h, das sind vier Zehntel schneller als der schon nicht langsame E 63 S 4Matic+. Der Topspeed ist aktuell weiterhin elektronisch auf 300 km/h begrenzt. Der Grund: Die Hersteller programmieren ab Werk immer komplexere Hürden. Aber Brabus verspricht, dass sie bereits an einer Version der E-Klasse arbeiten, die nicht elektronisch eingebremst wird. Dann sollten 340 km/h oder sogar 350 km/h locker möglich sein.

Autosalon Genf 2018: Tuning und Exoten

Tuning wird immer digitaler

Der Tacho musste umständlich umprogrammiert werden, jetzt reicht er bis 400 km/h.

Solche Geschwindigkeitsbereiche bergen allerdings das nächste Problem: Der volldigitale Tacho im E 63 S endet serienmäßig bei 330 km/h, das würde für Brabus allerdings nicht reichen. Also muss der Tuner handeln. Statt früher "einfach" den Tacho auszutauschen, muss jetzt programmiert werden – und das ist extrem aufwendig. In Genf zeigt Brabus den ersten Prototyp einer neuen Software, deren Entwicklung über sechs Monate gedauert hat. Dafür reicht der Tacho jetzt bis 400 km/h, was auch genügend Luft für mögliche noch stärkere Versionen lässt. Kleiner Schönheitsfehler beim Messefahrzeug: Im Drehzahlmesser steht V12 Biturbo, und im Brabus 800 arbeitet natürlich kein V12, sondern ein V8. Das wird aber bis zur Serie noch geändert. Ansonsten ist der Innenraum mit schwarz-rotem Leder ausgestattet. Die neu geformten und auf der Rückseite mit Leder bezogenen Schaltwippen kennen wir schon von der IAA 2017.

Brabus 800 mehr als doppelt so teuer wie die Serie

Für einen bulligeren Auftritt verbaut Brabus am 800 verschiedene Carbonteile an Front, Heck und Seite.

Für einen bulligeren Auftritt verbaut Brabus am 800 verschiedene Carbonteile an Front, Heck und Seite, die aber alle schon bekannt sind. Auch die 21-Zoll-Felgen und die 20 Millimeter-Tieferlegung per Modul waren schon am Messefahrzeug der IAA zu sehen. Das 700 PS starke Komplettfahrzeug aus Frankfurt hat so ausgestattet gut 241.000 Euro gekostet und war damit bereits knapp doppelt so teuer wie ein serienmäßiger Mercedes-AMG E 63 S 4Matic+, der bei 121.618 Euro startet. Für das Messefahrzeug aus Genf mit jetzt 800 PS müssen rund 256.000 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für das aufwendige Motortuning sind dabei alleine über 25.000 Euro fällig.

Brabus 800 Mercedes-AMG E 63 S (2018): Test und Infos


Jan Götze

Fazit

Brabus macht seinem Namen für extreme Leistung alle Ehre und quetscht 800 PS aus dem Vierliter-V8-Biturbo. Die Fahrleistungen in der E-Klasse sind dabei besser als bei vielen Supersportwagen. Natürlich kostet so viel Leistung auch richtig Kohle. Für 256.000 Euro gibt es auch schon einen Ferrari oder Lamborghini – allerdings haben die nur zwei Türen und zwei Sitzplätze.

Stichworte:

Brabus

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.